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Xbox Live: Das Aus für die "Microsoft Points"?

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Xbox Live: Das Aus für die "Microsoft Points"?

25.01.2012, 08:53 Uhr | jr / ams

Xbox Live: Das Aus für die "Microsoft Points"?. Xbox Live Avatare (Quelle: Microsoft)

Xbox Live Avatare (Quelle: Microsoft)

Zusammen mit dem 2002 gestarteten Online-Dienst Xbox Live hatte Microsoft als Bezahlmöglichkeit für herunterladbare Games, kostenpflichtige Add-ons und Items die "Microsoft Points" eingeführt. Die Kunstwährung sollte dazu animieren, fleißig einzukaufen, ohne direkt in einer realen Währung die Kosten vor Augen zu haben. Ein System mit Tücken, denn natürlich rechneten viele Gamer ihre Ausgaben doch um. Zudem war man gezwungen, erst einmal für echtes Geld (via Kreditkarte, Gutschein, Abbuchung oder Paypal) eine künstliche Währung zu kaufen, um damit dann im Online-Shop virtuelle Güter zu erstehen. Inzwischen überwiegen die Nachteile anscheinend die Vorteile. Laut einem via "Gamespot" und "Inside Mobile Apps" verbreiteten Bericht plant Microsoft, die Punkte im Lauf des Jahres abzuschaffen.

Aus zum Jahresende

Der Bericht bezieht sich auf eine anonyme Quelle aus dem Umfeld des Konzerns und besagt, dass Microsoft die Kunstwährung bis spätestes Ende 2012 in den Ruhestand schicken wird. Finanzielle Transaktionen sollen dann wie in Apples App-Store, im Android Marketplace von Google und im Store des Playstation Networks (PSN) direkt in der jeweiligen Landeswährung abgerechnet werden. Entwickler mit Publishing-Verträgen seien bereits über die Entscheidung informiert worden, um die notwendigen Anpassungen vorzubereiten. Zum Zeitpunkt der Umstellung auf den Konten der Nutzer vorhandene Microsoft-Punkte würden in den entsprechenden Geldbetrag (100 Microsoft-Points entsprechen zur Zeit etwa 1,20 Euro) umgewandelt. Betroffen seien neben dem Xbox Live-Marktplatz auch die Shops für Zune und "Games for Windows live". Auf eine offizielle Anfrage hin hieß es von Seiten Microsofts, dass man Gerüchte und Spekulationen nicht kommentiere - ein klares Dementi sieht anders aus.

Punktesystem nur noch bei Nintendo

Neben Microsoft nutzt in der Videospiele-Branche nur noch Nintendo eine virtuelle Währung. Um taschengeldkompatibel zu sein, ist auch hier das System vor allem auf im Einzelhandel gekaufte Punktekarten abgestellt. Die Spieler tippen den darauf aufgedruckten Code online ein und schalten die Punkte frei. Das Problem dabei ist, dass ein passgenaues Nachkaufen wegen der groben Staffelung kaum möglich ist. Zunächst konnte man die Punkte nur in 500er-Blöcken kaufen konnten, seit 2010 gibt es 400-Blöcke. Der Vorteil liegt hier vor allem auf Anbieterseite, denn die Kunden kaufen mehr Punkte, als sie brauchen und ersparen nebenbei dem Unternehmen Kreditkarten-Kosten.

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