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Resident Evil: Revelations - Großer Horror auf kleinem Handheld

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Test Resident Evil: Revelations | Survival-Horror | 3DS  

"Resident Evil: Revelations": Großer Horror auf kleinem Handheld

01.02.2012, 14:16 Uhr | Volker Bonacker / jr

Resident Evil: Revelations - Großer Horror auf kleinem Handheld. Resident Evil: Revelations (Quelle: Capcom)

Resident Evil: Revelations (Quelle: Capcom)

Die populärste Survival-Horror-Spielereihe der Gaming-Geschichte gibt ihren Einstand auf dem Nintendo 3DS und findet gleichzeitig zu alter Stärke zurück. Mit "Resident Evil: Revelations" zeigt Capcom, dass auch auf einem kleinem Bildschirm große Szenen möglich sind. Und schafft dabei nicht nur den bislang schönsten 3DS-Titel, sondern auch einen Pflichtkauf für Grusel-Fans. Einziger Wehmutstropfen: Das optional erhältliche "Circle Pad Pro" überzeugt im Test nicht. Wir haben uns trotzdem mit Jill und Chris ins Grauen gestürzt.

Es war einmal eine Rettungsmission...

Wie immer fängt alles vermeintlich harmlos mit einer Rettungsmission an: Jill Valentine, Kennern der Serie seit dem ersten Teil bestens bekannt, begibt sich mit einem neuen Partner auf die Suche nach ihrem Teamkollegen Chris Redfield - der ebenfalls seit dem 1996 erschienenen Original mit dabei ist. Ein scheinbar verlassener Luxusliner, der sturmumtost auf dem nächtlichen Meer dahin driftet, bildet die Kulisse. Irgendwo auf dem Kahn sollen Redfield und Partnerin verschollen sein. Auf dem Schiff mit dem Namen "Queen Zenobia" angekommen, stellen Jill und ihr Mitstreiter Parker jedoch recht bald fest, dass vom Gesuchten weit und breit jede Spur fehlt. Stattdessen befinden sich an Bord blinde Passagiere der untoten Art, und der Horror nimmt seinen Lauf. Schlimmer noch: Die beiden sind in eine üble Falle geraten.

Alptraum im Episoden-Format

Immer wieder wird das Geschehen, das in Revelations in Episoden-Form daherkommt, von Rückblicken unterbrochen. So wechselt der Spieler zwischen Jill, Chris oder auch Parker hin und her und erfährt mit jeder Mission Stück für Stück mehr über die Hintergründe der Geschichte. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den aktuellen Ereignissen und der untergegangenen, futuristischen Metropole Terragrigia? Was plant die Bioterror-Organisation Veltro, und was genau steckt hinter dem T-Abyss-Virus? Fragen über Fragen, die im Verlauf der rund 12 bis 15 Stunden Spielzeit Stück für Stück beantwortet werden, bis sich alles in ein stimmiges Ganzes fügt. Der Weg dorthin will allerdings hart erkämpft werden und hält so manchen Schockmoment parat.

Spiele 
Resident Evil: Revelations

Die Horror-Legende auf dem Nintendo 3DS. zum Video

Kampf ums Überleben

"Resident Evil: Revelations" orientiert sich klar an den beiden ersten Teilen der Reihe. Enge, verwinkelte Gänge, sporadisch eingesetzte Sounds und eine düstere Atmosphäre prägen den Streifzug durch das Schiff. Von Beginn an weiß man: Dieser Kahn ist nicht im mindesten verlassen. Dennoch ist der Schock da, als man den ersten Gegner sichtet, die blasse Kreatur mit tentakelartigen Auswüchsen sich schlurfend auf Jill zubewegt und klar ist, dass nun nur noch eines hilft: Feuerkraft. Zur Verfügung steht einem anfangs freilich nur eine Pistole und für den Nahkampf ein Messer. Je tiefer man in das Zombie-Schiff vordringt, desto besser wird aber auch das Arsenal: Schrotflinte, Scharfschützengewehr, Handgranaten und Sprengfallen finden sich recht bald im Repertoire. Allerdings kann man nur maximal drei Waffen auf einmal mitnehmen, und auch die Munition ist - Kenner der Serie wissen das - durchaus begrenzt und muss auch erst einmal gefunden werden.

Umschauen und suchen

Dafür nutzt man den neu hinzugekommenen "Genesis"-Scanner, mit dem es möglich ist, die Umgebung nach nützlichen Extras zu durchsuchen. Ein Tastendruck genügt, und man durchforstet die aktuellen Räumlichkeiten nach Munition oder Heilkräutern. Das nimmt ein wenig das Tempo aus dem Gameplay und macht die Angelegenheit durchaus detektivisch. Erlegte Gegner können ebenfalls gescannt werden. Hat man genug davon mit Genesis erfasst, gibt's ein Extra. Wer die Gegend besonders aufmerksam durchforstet, findet zudem äußerst nützliche Upgrades für die Waffen. Die Ballermänner können allesamt aufgewertet werden, etwa mit mehr Feuerkraft, größeren Magazinen oder höherer Feuerrate. Einzige Bedingung: Man muss ein Upgrade finden und eine Kiste. Denn nur an letzterer können die Upgrades angebracht und Gegenstände gelagert werden. Während Serien-Veteranen sich über die Rückkehr der Kiste als Lagerort und damit eine weitere Referenz auf Teil eins freuen, hoffen Anfänger, die nächste davon nur möglichst schnell zu finden.

Action statt Horror

Immerhin: Wer speichern will, braucht keine Farbbänder mehr wie noch im ersten Resident Evil. Stattdessen sichert das Game selbsttätig von Zeit zu Zeit den Spielstand, nach jeder Episode kann außerdem zusätzlich gespeichert werden. Das durchaus nötig, denn trotz aller Verbeugungen vor den Anfängen der Serie: Horror ist in Revelations kein derart hervorstechendes Spielelement mehr. Stattdessen steht die Action im Zentrum der Handlung. Feuergefechte sind nicht selten, sondern spielbestimmender Alltag. Rätsel wie in alten Tagen gibt es abseits simpler Türöffner-Rätsel, die via Stylus erledigt werden, kaum noch. Das Auffinden eines Wappens nebst anschließendem Einsetzen am vorgesehenen Ort ist da schon fast das höchste der Gefühle. Und trotz Munitionsknappheit und zusätzlicher Such-Optionen via Genesis-Scanner ist der Überlebenskampf auf mittlerem Schwierigkeitsgrad für Kenner der Reihe keine allzu große Herausforderung. Schwieriger ist es da schon eher, mit den KI-Kollegen klarzukommen, die das Spiel bereitstellt. Der schießt zwar eifrig mit, steht aber viel zu oft auch einfach nur im Weg herum.

Optisches Freudenfeuer

Richtig ärgerlich ist das fehlende Teamplay, das deutlich abgespeckter als in Resident Evil 5 daherkommt, aber nicht. Denn Revelations sieht zum Sterben schön aus und lässt einen dadurchdie Fehler der KI schnell vergessen. Egal ob auf dem Schiff, im Gebirge oder in der futuristischen Metropole Terragrigia: Was Capcom hier aus dem 3DS herausholt, sucht auf dem Handheld bislang seinesgleichen. Der Horror-Titel ist dank zahlreicher Details, geschmeidiger Animationen und toll gemachter Gefechte ganz klar das bislang grafisch eindrucksvollste Spiel für Nintendos Hosentaschenkonsole. Abgerundet wird das ganze durch die Sprachausgabe, die komplett in Deutsch gehalten ist. Zusammen mit Toneffekten, die beklemmende Atmosphäre abermals steigern, wird das optisch wie akustisch begeisternde Gesamtpaket vervollständigt.

Billig gemachte Extra-Hardware

Der positive Gesamteindruck wird lediglich durch das Circle Pad Pro getrübt. Die optional oder im Bundle mit dem Spiel erhältliche Zusatzhardware bietet einen zweiten Analogstick und zwei weitere Schultertasten. Dafür wird der 3DS ins Circle Pad Pro gesteckt, die Hardware wird von Resident Evil anschließend automatisch erkannt. Großer Vorteil: Wer mit zwei Analogsticks loszieht, kann gleichzeitig laufen und schießen - für die Serie ein absolutes Novum, war es doch bisher stets Dogma, seine Salven nur dann abgeben zu können, wenn die Figur stehen bleibt und anlegt. Während die Steuerung also nicht mehr ganz so hakelig ausfällt, weiß das Circle Pad Pro aktuell nicht zu begeistern. Optik und Verarbeitung kommen eher billig daher, der zweite Analogstick ist nicht auf Höhe des 3DS-Analogsticks angebracht. Blöd: Nachdem der Handheld mit der Zusatzhardware verbunden wurde, kommt man nicht mehr an den Stylus-Bedienstift heran. Einzig Spieler mit großen Händen werden sich über das Circle Pad Pro freuen: Der 3DS liegt nun deutlich angenehmer in der Hand. Ob das den Preis von 20 Euro rechtfertigt, muss individuell entschieden werden.

Auf Raubzug

Bleibt zuletzt der Mehrspieler-Part: Im "Raubzugsmodus" ziehen zwei Spieler gemeinsam los, um Wellen von Gegnern abzuwehren. Dafür gibt's Upgrades und ein eigenes Level-System. Allerdings darf nur loslegen, wer 25 Prozent der Einzelspieler-Kampagne geschafft hat. Die Partien funktionieren über eine lokale Verbindung zweier Geräte oder online. Und via Street Pass ist es möglich, anderen 3DS-Besitzern kleine Aufgaben zuzuschustern. Erfüllen sie diese, gibt's für Kampagne und Raubzug diverse Extras.

Was uns gefällt

Egal ob spielerisch oder in Sachen technische Umsetzung: "Resident Evil: Revelations" überzeugt auf ganzer Linie. Die Rückkehr zu alten Tugenden und Trademarks der Serie tut dem Spiel nicht nur gut, sondern funktioniert auch 2012 noch blendend. Wer bislang dachte, dass der 3DS eher für jüngere Spieler oder Gelegenheitszocker geeignet ist, wird hiermit eines besseren belehrt.

Was uns nicht gefällt

Die Steuerung via Circle Pad Pro ist zwar sinnvoll und auch endlich um das äußerst nützliche Feature "Während des Schießens laufen" erweitert worden, aber die Hardware selbst überzeugt nicht. Da es das Spiel aber auch als Einzelversion ohne Circle Pad Pro gibt, fällt das nicht weiter ins Gewicht.

Fazit

Ohne Wenn und Aber: Der neue Teil der prestigeträchtigen Resident Evil-Reihe gehört in jeden gutsortierten Spielerhaushalt. Was Capcom hier für Kenner wie auch Neueinsteiger der Serie bietet, gehört nicht nur zu den besten Spielen auf dem 3DS, sondern taugt gar als Kaufargument für das Nintendo-Handheld. Selten war Horror schöner!

Titel: Resident Evil - Revelations
Genre: Survival-Horror
Publisher: Capcom
Hersteller: Capcom
Release: Im Handel
Preis: zirka 50 Euro (mit Circle Pad Pro: zirka 70 Euro)
System: Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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