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Xbox 720 mit "Anti-Gebrauchtspiel"-Features?

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Xbox 720 mit "Anti-Gebrauchtspiel"-Features?

08.02.2012, 09:16 Uhr | vb / jr

Xbox 720 mit "Anti-Gebrauchtspiel"-Features?. Xbox 360 Slim (Quelle: Microsoft)

Xbox 360 Slim (Quelle: Microsoft)

Ein Mitarbeiter des Saints Row-Entwicklers Volition hat mit Vorschlägen zur Zukunft des Spielehandels für eine rege Debatte gesorgt. Denn Gerüchte über ein für die nächste Generation der Microsoft-Konsole Xbox 360 geplantes Feature, dass den Handel mit gebrauchten Games unmöglich machen soll, werden von Volition nicht nur gut geheißen, sondern auch mit neuen Infos untermauert. Ein Problem haben die Entwickler mit dieser bei Spielern unpopulären Idee nicht - im Gegenteil.

Hardware bereits vorhanden

James Durall, Design Director bei Volition, brachte den Stein mit einem Beitrag im Entwickler-Blog "AltDevBlog" ins Rollen. Demnach würden Käufer oft nicht verstehen, dass sie Entwickler verletzten, in dem sie ein gebrauchtes Spiel erwerben. Deshalb sei Volition aktuell damit beschäftigt, im Rahmen eines noch nicht vorgestellten Projekts Ideen zu sammeln, den Gebrauchtmarkt einzudämmen. Die Hardware, mit der Microsoft bei einer Xbox 720-Konsole den Handel mit Spielen aus zweiter Hand verhindern will, habe man bereits vor Ort, so Durall. Sein Vorschlag: Über einen Code sollen Spiel und Xbox Live-Account miteinander verbunden werden. So ist das Game nur noch für dem jeweiligen Besitzer spielbar. Zwar müsse dieser Vorschlag noch angepasst werden, etwa was den Verleih von Spiele unter Freunden oder aus Videotheken betrifft, ansonsten begrüßte Durall die Pläne jedoch.

Günstiger Preis als Anreiz

Microsoft wäre nicht der einzige Konsolen-Hersteller, der dem Gebrauchthandel Hardware-basierte Schranken vorsetzt: Die Playstation Vita wird ein ähnliches Feature bieten. Wer Software für das Handheld als digitale Version erwirbt, wird diese nicht weiterverkaufen können. Dafür sind die Download-Fassungen von Games rund zehn Prozent günstiger als Handels-Versionen - was laut Durall dazu führen wird, dass Spieler sich nicht daran stören werden, ihre Games nicht weiterverkaufen zu können. Auch das konstante Nachliefern von Download-Inhalten sei dazu geeignet, den Gebrauchthandel zu bekämpfen. Hier kommt es Duralls Meinung nach aber auf die Qualität an. Die Verkäufe von gebrauchten Spielen sind der Industrie seit langem ein Dorn im Auge. Was es zu beachten gilt und welche Stolpersteine lauern, haben wir in einem Beitrag zum Thema zusammengefasst.

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