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Spieltest zum Rollenspiel Final Fantasy 13-2 von Square Enix für PS3 und Xbox 360

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Test Final Fantasy 13-2 | Rollenspiel | PS3, Xbox 360  

Großes Zeitreise-Abenteuer

13.02.2012, 15:04 Uhr | Richard Löwenstein (jr / ams), Richard Löwenstein

Spieltest zum Rollenspiel Final Fantasy 13-2 von Square Enix für PS3 und Xbox 360. Final Fantasy 13-2 (Quelle: Square Enix)

Final Fantasy 13-2 (Quelle: Square Enix)

Wen man im Voraus wüsste, dass die Zukunft furchtbares Unglück bringt, und alles abwenden könnte, stellt sich die Kardinalfrage: Wie weit darf man gehen, um das Schicksal zu verändern? Genau darum geht es im neuen Rollenspiel-Abenteuer aus der Final Fantasy-Reihe. Und es lohnt sich, die Frage zu stellen, denn "Final Fantasy 13-2" ist mit das schönste Rollenspiel, das man sich derzeit auf seine Xbox 360 oder PS3 holen kann. Typisch japanisch packt Square Enix das Ganze in eine melodramatische Geschichte. Im Mittelpunkt steht die junge Serah, die eines schönen Tages auf den mysteriösen Zeitreisenden Noel trifft. Sie solle ihm folgen, sagt er, wenn sie ihre verschollene Schwester wiederfinden möchte. Gemeint ist Lightning, das Mädchen aus dem Vorgängerspiel "Final Fantasy 13". Und so beginnt eine spektakuläre, im wahrsten Sinn des Wortes epochale Reise für Serah und ihre Freunde.

Besuch beim Blade Runner

Spielerisch bleibt "Final Fantasy 13-2" auf bewährten Pfaden. Soll heißen: Serah versammelt eine Gruppe von Mitstreitern um sich. Als Spieler führt man diese Gruppe über eine Karte, beweist in rundenbasierten Monster-Kämpfen sein taktisches Geschick und lässt sich entspannt zurücksinken, sobald in einer der herrlich gefühlvollen inszenierten Zwischensequenzen der Handlungsfaden weiter ausgerollt wird. Allerdings werden selbst Kenner der Reihe anfangs mit der Zeitreise-Erzählung überfordert sein. Die Verwirrung um Portale, Paradoxe und Zeitspalten löst sich allerdings nach zwei bis drei Stunden auf, und man beginnt das Ganze - zum Beispiel die Ankunft in der gigantischen Großstadt Akademia mit ihren fliegenden Fahrzeugen und greller Neonreklame im "Blade Runner"-Look - zu genießen.

40 Stunden große Unterhaltung

Für Akademia gilt dasselbe wie für Steppen, Dschungel, Berge und all die anderen Kulissen. Die Umgebung ist deutlich weitläufiger und weniger "schlauchartig" gestaltet als im Vorgängerspiel. Massenweise alternative Routen, Schätze und Kuriositäten bekommt man als Anreiz vor die Nase gesetzt. Doch der Zugriff darauf ist weniger leicht als gedacht, beispielsweise weil sich ein großes Drachenmonster in den Weg stellt. Ein simpler Motivationskniff? Mag sein, aber auf alle Fälle ein äußerst wirksamer. Man brennt die gesamte Spieldauer über - die Rede ist von knapp 40 Stunden - darauf, dass Serah und ihre Begleiter vielfältige Stärken und Fähigkeiten entwickeln, die sie stark genug machen, um Drachen und andere Monster zu besiegen und sich die Welt zu eigen zu machen.

Spiele 
Das Rollenspiel-Epos geht weiter

Trailer zum Demo-Start von "Final Fantasy 13-2". zum Video

Kampf dem Kaiserpudding

Nach rund 13 Stunden Spielzeit gelangen Serah und Noel in den überwucherten Auenwald in einer Welt namens Cocoon, rund 300 Jahre in der Zukunft. Aus der Verfolger-Perspektive erkunden die beiden idyllische Lichtungen, schwingen sich über klaffende Schluchten, klettern über gigantische Wurzeln zur nächsten Anhöhe. Hier ist ein bisschen Geschick notwendig, und man darf sich nicht von den anmutigen, ästhetischen, kinoreifen Animationen ablenken lassen. In den Wäldern begegnen die beiden Helden seltsamen Monstergruppen, die aussehen wie die Kreuzung aus Wackelpudding mit Jabba dem Hutten. Und das Obermonster glänz mit dem schicken Namen "Kaiserpudding". Schön, dass "Final Fantasy 13-2" gelegentlich den Druck von der Tränendrüse nimmt, ein bisschen Spaß versteht und mit gelegentlichen Stilbrüchen, die man so der Reihe kaum zutrauen möchte, Punkte sammelt.

Eine Welt voller Leben

Zum Beispiel wird der Kampf gegen den Kaiserpudding mit "Death Metal"-Sound untermalt. Eigentlich kaum zu fassen: Die meiste Zeit weht einem seichter Japano-Pop um die Ohren, dann plötzlich peinigen Würg- und Krächzlaute die Sinne. Aber im Zusammenwirken der verschiedenen Szenen und Elemente fügt sich das gut zusammen. Großes Lob verdient sich die Square-Enix-Produktion darüberhinaus für die Tatsache, dass sich die Spielwelt so voller Nebenaufgaben und Leben präsentiert. Wer etwas Ablenkung sucht, kann etwa ein Casino voller Minispiele besuchen. Risikofreudige Spieler verzocken dort unkompliziert ihr Kapital. "Final Fantasy"-Kenner hingegen wagen sich an das knifflige Quiz namens "Brain Blast!" heran.

Was uns gefällt

"Final Fantasy 13-2" glänzt mit dem komplexen Zeitreise-System und seiner überragenden Video- und Spielgrafik, den abwechslungsreich gestalteten Arealen und einem für rundenbasierte Action recht flott daher kommenden Kampfsystem. Dazu gibt's zahlreiche Minispiele für zwischendurch und auflockernde Nebenmissionen. Auch die englischsprachigen Sprecher geben sich redlich Mühe.

Was uns nicht gefällt

Wer auf Original-Sound steht, wird enttäuscht: Die japanische Tonspur fehlt auf der Disk. Darüber hinaus ist die Musikmischung eher durchwachsen. Auch die Orientierung auf der Minikarte ist leider nicht immer aufschlussreich, und stellenweise überkitschige Schnulzereien und übertrieben lange Zwischensequenzen strapazieren die Nerven der Spieler.

Fazit

Im Vergleich mit dem Vorgängerspiel spielt sich "Final Fantasy XIII-2" geschmeidiger, die Render-Videos sehen kinoreifer aus. Alles in allem kann man sagen, dass Square-Enix hier das japanische Pendant zum westlichen Rollenspiel-Koloss "Skyrim" gelingt. Ob man androgyne Porzellangesichter und stellenweise arg melodramatisches Auf-die-Tränendrüsen-Drücken mag? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Bei einer fernöstlichen Produktion gehört das auf jeden Fall dazu.

Infos zum Spiel

Titel: Final Fantasy 13-2
Genre: Rollenspiel
Publisher: Square Enix
Hersteller: Square Enix
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 55 Euro
System: PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Sehr gut

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