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Preview zum Motocross-Rennspiel Trials Evolution für Xbox 360

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Preview Trials Evolution | Arcade-Rennspiel | Xbox 360  

It's Evolution, Baby!

24.02.2012, 12:08 Uhr | Volker Bonacker / jr

Preview zum Motocross-Rennspiel Trials Evolution für Xbox 360. Trials Evolution (Quelle: Ubisoft / Redlynx)

Trials Evolution (Quelle: Ubisoft / Redlynx)

Schuhe aus, Motor an: Wer in die Räumlichkeiten des in Helsinki ansässigen Entwicklers Redlynx hereinschneit, darf zunächst im Eingangsbereich seine Fußbekleidung ablegen. Ob finnisches Brauchtum oder einfach eine respektvolle Geste gegenüber der Reinigungsfachkraft war nicht abschließend zu klären. Dafür aber, wie gut "Trials Evolution" für Xbox 360 wird. Denn der Nachfolger des 2009 veröffentlichten Xbox Live Arcade-Verkaufsschlagers rund um das Thema Motocross konnte vor Ort erstmals Probe gefahren werden - sowohl alleine als auch zu viert im neuen Mehrspieler-Modus.

Eine Frage des Aussehens

Programmatisch kommt in "Trials Evolution" eine altbekannte Erfolgsformel der Spiele-Branche zur Anwendung: Mehr von allem. Novum für Solo-Spieler: Die Strecken werden nun nicht mehr nach Schwierigkeitsgrad aufgelistet. Stattdessen stehen Events zur Wahl, die aus mehreren Strecken bestehen. Martialische Namen wie "Death Valley", "Collateral Damage" oder "Cutting Edge" versprechen virtuellen Hals- und Beinbruch. Das Tutorial entfällt, stattdessen gibt‘s Führerscheinprüfungen in verschiedenen Klassen. Hier gilt es, bestimmte Aufgaben zu erfüllen, etwa einen Hügel nach oben zu fahren oder Loopings zu absolvieren. So lernt man spielerisch die Grundlagen. Wer die Strecken besonders schnell und mit wenigen Stürzen bezwingt, sammelt wie im Vorgänger Medaillen und schaltet damit weitere Events frei. Geld gibt’s nun ebenfalls. Mit den Peseten kann man den Look des Fahrers personalisieren, etwa mit einem eigenem Helm oder neuen Parts für das Bike. Alles natürlich vollständig den eigenen Farbwünschen gemäß anpassbar.

Wettbewerb satt

70 Kurse stehen zur Verfügung, und statt Einheitslook versprechen die Macher für jeden eine unverwechselbare Optik, an die Spieler sich erinnern sollen. So fährt man beispielsweise auf einem Kurs, der direkt einem Weltkriegsfilm entsprungen sein könnte: Im Hintergrund am Strand fallen Bomben, zwischen Absperrungen vollführt der Spieler tollkühne Sprünge und Stunts. Die Kurse fährt der Motorradheld allerdings nicht mehr nur in zweidimensionaler Grafik ab. Stattdessen gibt’s im Verlauf der Routen auch Tiefeneffekte. Die Kamera folgt hier automatisch, was die Raserei nochmal um einiges sportlicher macht. Dynamische Wettereffekte und eine mit 60 Bildern pro Sekunde sehr flüssig laufende Grafik machen die Sache rund. Nach Abschluss einer Runde zeigt eine Übersicht das Abschneiden der eigenen Freunde an. Wer will, schaltet deren Geister-Fahrer den eigenen Rennen zu. Über mangelnden Wettbewerb kann sich also schon mal niemand beschweren.

Schwierigkeiten meistern

Könner finden in den Skillgames von Trials Evolution zusätzliche Herausforderungen. In den aus dem Vorgänger bekannten Minispielen sammelt die meisten Punkte, wer einen festgelegten Job am besten erledigt. So geht in "Gas Problem" etwa der Sprit aus - je weiter man mit einer Tankfüllung kommt, desto besser die Wertung. Ein anderes Mal ist Balance gefragt: Während der Fahrer Vollgas gibt, gilt es, Sprünge und Landung geschickt zu absolvieren, denn Bremsen ist nicht möglich. Wer sich am längsten auf dem Bike hält, sahnt ab. Darf’s ein wenig abgefahrener sein? Kein Problem! In "UFO" gilt es, das gleichnamige Flugobjekt von Dach zu Dach zu fliegen, in "Ikarus" bekommt der Motorradmann Flügel verpasst, die man über besonders schnelles Drücken verschiedener Buttons schwingt.

Mehr Teilnehmer, mehr Spaß

Ebenfalls neu: Der Mehrspieler-Modus. Via Xbox Live oder stationär können bis zu vier Spieler gegeneinander antreten. Strecke auswählen, dem Match beitreten, fertig. Fahren erst einmal vier Motocross-Bikes nebeneinander her, ist das Gewimmel auf dem Bildschirm groß. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, haben Fahrer und Bike jedes Spielers eine eigene Farbe. Punkte gibt’s nicht nur für den ersten Platz, sondern auch für fehlerfreies Fahren - Stürze ziehen Punktabzug nach sich. Zur Hassliebe dürfte sich ein Feature namens "Bailout" mausern. Ist die Funktion aktiviert, besteht am Ende der Rennen die Möglichkeit, per Druck auf den Y-Button vom Bike zu springen und in Jetpack-Manier durchs Ziel zu fliegen, sofern der Abflug gut getimt war. Hier gewinnt folglich nicht nur, wer am besten fährt, sondern auch wer rechtzeitig abspringt. Die Ergebnisse vergleichen Motocross-Mehrspieler anschließend in Ranglisten, die entweder den eigenen Freundeskreis oder sämtliche Trials-Spieler umfassen.

Baukasten-Set für alle

Kreative Raser toben sich im neuen Editor aus: Der Baukasten steht in den Versionen "Lite" und "Pro" zur Verfügung. Mit der ersten, abgespeckten Fassung sollen auch Anfänger zurechtkommen, während Profis in der Pro-Version keinerlei Limits gesetzt sind. Das Jump’n’Run "Limbo" als Strecke nachbauen? Kein Problem. Oder lieber gleich ein komplettes Game basteln? Ebenfalls möglich. Vom Topdown-Shooter bis zum Ballerspiel aus der Ego-Perspektive kann mit dem Editor so einiges angestellt werden. Gelernt ist die Bastelei dank umfangreicher Tutorials recht fix: Strecke von A nach B ziehen, Gebäude bauen, Rampen platzieren, dazu noch das eine oder andere Hindernis, fertig. Wer will, teilt seine Routen mit anderen oder bewertet deren Strecken. Dank der Möglichkeit, die Kreationen anderer herunterzuladen, wird an neuen Tracks kein Mangel herrschen.

Was wir mögen

Trials Evolution kommt insgesamt zwar runderneuert und aufgebohrt daher, spielt sich aber bekannt und genauso zugänglich wie Trials HD. Der Mehrspieler-Modus ist glücklicherweise mehr als nur eine halbherzig gemachte Dreingabe und taugt dank hohem Spaßfaktor durchaus zur funktionalen Mario Kart-Alternative. Sollten Single- und Multiplayer nicht mehr kicken, wird einfach an eigenen Strecken gebastelt oder auf das mit Sicherheit rasch anwachsende Portfolio von anderen zurückgegriffen.

Was wir nicht mögen

Der Schwierigkeitsgrad variiert zwar weiterhin von extrem leicht bis frustrierend schwer, insgesamt waren die Strecken aber zumindest bis Stufe "Hard" recht locker zu bewältigen, entsprechende Vorkenntnisse vorausgesetzt. Ob Profis also genauso viel davon haben wie Serien-Neulinge, bleibt abzuwarten.

Fazit

Wer den Vorgänger mochte, wird ohnehin zugreifen. Zu schön sind die Strecken, zu spaßig die neuen Skillgames und der Mehrspieler-Part. Einsteiger erfreuen sich an ein nur scheinbar zugängliches Spiel, das zu Beginn schnelle Erfolge liefert, allerdings verdammt schwer zu meistern ist. Ehe man das merkt, ist man dem Zauber von Trials Evolution jedoch längst verfallen.

Infos zum Spiel

Titel: Trials Evolution
Genre: Arcade-Rennspiel
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Redlynx
Release-Termin: Frühling 2012
Preis: Noch nicht bekannt
System: Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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