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Spieletest zu Alan Wake's American Nightmare Surival-Horror-Adventure für Xbox 360

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Test Alan Wake's American Nightmare | Survival-Horror | Xbox 360  

Der amerikanische Alptraum

28.02.2012, 12:23 Uhr | Volker Bonacker / jr

Spieletest zu Alan Wake's American Nightmare Surival-Horror-Adventure für Xbox 360. Alan Wake's American Nightmare (Quelle: Microsoft)

Alan Wake's American Nightmare (Quelle: Microsoft)

Der Schriftsteller mit dem Hang zum Übernatürlichen ist zurück: In "Alan Wake's American Nightmare", das exklusiv für die Xbox 360 als Download erhältlich ist, verschlägt es den namensgebenden Autor nach Arizona. Gefangen in einer Zeitschleife gilt es, den eigenen, bösen Zwilling namens Mr. Scratch zu stellen und dessen finsterem Treiben ein Ende zu setzen. Auf dem Weg zum Ziel sind wie gewohnt Taschenlampe und Pistole die besten Freunde des wehrhaften Schreiberlings gegen Zudringlichkeiten aller Art von natürlichen und übernatürlichen Gegnern.

Leuchten, anlegen, schießen

Ohne große Erklärungen wirft American Nightmare den Spieler direkt mitten hinein ins Geschehen: Alan Wakes neuer Alptraum beginnt in einem Canyon irgendwo im Niemandsland. Wie er hierher gekommen ist, was hier vor sich geht - alles unklar. Nach wenigen Metern findet Alan ein altbekanntes Hilfsmittel gegen die ihn umgebende Dunkelheit: seine Taschenlampe. Eine Ecke weiter liegt silbern schimmernd das nächste unverzichtbare Werkzeug: eine Pistole. Kombiniert man beide, ist man für gut gewappnet. Mit der Lampe werden Angreifer so lange dem Licht ausgesetzt, bis sie verwundbar sind. Den Rest erledigt die Schusswaffe mit wenigen Treffern. Das kennt man genau so aus dem 2010 erschienenen Grusel-Adventure "Alan Wake" noch sehr gut.

Das Manuskript zusammensetzen

Im Gegensatz dazu spielt sich American Nightmare deutlich actionlastiger. Die Kämpfe mit den Gestalten der Finsternis bilden den Hauptteil des Spiels, wirklicher Survival-Horror kommt selten auf. Abseits davon muss Held Alan simple Hol- und Bring-Missionen erledigen. Batterien, eine Spezialkamera, eine CD oder Schlüssel - mit der Zeit schafft man so einiges ran. Wer mehr über die Geschichte und ihre Hintergründe erfahren will - Querverweise auf die Ereignisse aus Alan Wake inklusive - hält die Augen nach den überall verstreuten Manuskript-Seiten offen. Hat man genug davon gefunden, bekommt der Spieler an speziellen Stationen die Möglichkeit, Spezialwaffen freizuschalten. Darf's statt Pistole und Nagelschussgerät mal eine abgesägte Flinte, ein Jagdgewehr oder gar eine Maschinenpistole sein? Kein Problem. Die Waffenauswahl ist insgesamt äußerst üppig geraten. Munition findet man außerdem überall in mehr als ausreichender Menge.

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Im eigenen Buch gefangen

Auch in anderer Hinsicht lohnt das Erkunden der Gegend: Wer genau hinschaut, findet TV- und Radio-Geräte. Während erstere von Alans finsterem Gegenspieler dazu verwendet werden, grausige Videobotschaften zu versenden, kann man im Radio den "Old Gods of Asgard" und ihren neuen Songs lauschen. Die Band ist Wake-Kennern ebenfalls bekannt. Derartige Stilmittel nehmen ein wenig das Tempo heraus und sorgen für Kurzweil in den drei Hauptschauplätzen, die Alan im Laufe seines Abenteuers aufsucht. Neben dem Motel, das der Autor nach der Flucht durch den Canyon erreicht, gibt es noch eine Sternwarte und ein Autokino zu erforschen. Und das mehr als nur ein Mal: Alan findet bald heraus, dass er in einer Schleife gefangen ist. Der kann nur entkommen, wer Schwachstellen in der Verbindung zwischen Realität und Traum findet. Denn letztlich ist auch das neue Abenteuer nichts anderes als eine Einbildung des Verfassers, der abermals in einer eigenen Geschichte gefangen ist.

Was wir mögen

Dank der Kombination aus Licht und Feuerkraft funktionieren die Kämpfe immer noch erfrischend anders. Das neue Setting inklusive Grindhouse-Flair und Alan in Flanellhemd passen ebenfalls, auch wenn man die aus dem Originalspiel bekannten malerischen Landschaften von Bright Falls, die direkt einem Stephen King-Roman entsprungen sein könnten, das eine oder andere Mal doch vermisst. TV-Botschaften, Radiobeiträge und Infohäppchen bringen Tiefgang in die Geschichte.

Was wir nicht mögen

Insgesamt wären mehr Rätsel oder anderweit herausfordernde Aufgaben wünschenswert gewesen. Die Ballereien nutzen sich recht bald ab und sind darüber hinaus auch recht simpel. Die darüber hinaus zu erledigenden Tätigkeiten sind viel zu rudimentär, um Komplexität aufkommen zu lassen. Und so ist American Nightmare ein recht lineares Abenteuer, dessen größter Reiz darin besteht, möglichst viele Manuskriptseiten zu finden, um noch stärkere Waffen freizuschalten. Wie stark man sich auf Feuergefechte fokussiert, zeigt der zusätzlich verfügbare Arcade-Modus, bei dem die einzige Aufgabe darin besteht, eine Nacht lang zu überleben. Auf die bleihaltige Tour, versteht sich.

Fazit

Eher ein kleines Extra für Fans als ein vollwertiges Survival-Horror-Spiel: Alan Wake's American Nightmare funktioniert als Download-Titel für Serienkenner wunderbar, bietet aber Spielern, die schon 2010 mit Alan Wake nicht so richtig warm wurden zu wenig, um sie über lange Strecken bei der Stange zu halten. Dafür nutzt sich das aus actionreichen Gefechten und wenig fordernden Aufgaben bestehende Spielprinzip zu schnell ab.

Titel: Alan Wake's American Nightmare
Genre: Survival Horror-Adventure
Publisher: Microsoft
Hersteller: Remedy
Release: Im Handel
Preis: 15 Euro (via Xbox Live)
System: Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Wertung: Gut

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