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Preview Max Payne 3 von Rockstar Games für PC, PS3 und Xbox 360

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Preview Max Payne 3 | Actionspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Sinfonie mit Knalleffekten

05.03.2012, 10:55 Uhr | Volker Bonacker

Preview Max Payne 3 von Rockstar Games für PC, PS3 und Xbox 360. Max Payne 3 (Quelle: Rockstar Games)

Max Payne 3 (Quelle: Rockstar Games)

Der härteste Cop der Spielegeschichte will's noch einmal wissen: In Max Payne 3 erzählt Rockstar Games die Geschichte eines vom Leben gezeichneten Mannes, der trotz des Scherbenhaufens, den seine Existenz darstellt, nicht aufgeben will. Selten haben wir einen Antihelden derart gerne auf seinem Rachefeldzug begleitet.

Am Nullpunkt

Wer die beiden Vorgänger kennt, weiß: Max Payne ist keine strahlende Superhelden-Blaupause, sondern ein kaputter Typ. Einer, dem das Leben übel mitgespielt hat. Nachdem man ihm Frau und Kind nimmt, übt er Selbstjustiz, verliert dabei seine letzten Freunde und am Ende auch seinen Job. Traurige Geigenklänge begleiten seinen Weg nach unten, dessen Nullpunkt Alkohol und Tabletten sind. So treffen wir ihn acht Jahre nach den Ereignissen von "Max Payne 2" wieder, wie er in einer heruntergekommenen Bar in New Jersey von halbstarken Mafiosi verhöhnt wird. Die abgewetzte Lederjacke, die verwuschelten Haare, alles noch da.

Ein heißes Pflaster

Cut. Diese Szene war lediglich eine von zahlreichen Rückblenden im Spiel. Mit diesem narrativen Kniff wollen die Macher die Lücke zwischen Vorgänger und Teil drei schließen. Dessen Geschichte spielt an einem ganz anderen Ort: Max ist auf Anraten eines Freundes aus Polizeidienst-Tagen in dessen Sicherheitsfirma eingestiegen und kümmert sich in Sao Paulo darum, dass seinen neuen Brötchengebern kein Haar gekrümmt wird. Die Brancos, drei Brüder, haben es in Politik und Wirtschaft zu einigem Ansehen gebracht. Und Feinden. Als die Frau von Rodrigo Branco entführt wird, überschlagen sich die Ereignisse - und Max tut, was er am besten kann.

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Die "Max Payne 3"-Story

Neuer Trailer zum Action-Epos von Rockstar Games. zum Video

Von blütenweiß zu blutrot

So klassisch die Cop-Story zunächst anmuten mag, so erschreckend verläuft das erste Wiedersehen mit ihrem Helden: Der ehemalige Gesetzeshüter ist in die Jahre gekommen, hat zugelegt und sieht verlebt aus. Die Gesichtszüge sichtbar eingefallen, das Haar von grauen Strähnen durchzogen und einen drei-Tage-Bart tragend schreit einem Max Payne geradezu entgegen, dass er keine leichte Vergangenheit hatte. Lediglich der schwarze Anzug verleiht ihm ein wenig Würde. Dass sein noch blütenweißes Hemd schon bald von Blutflecken übersät sein wird, mag man sich denken.

Kugelhagel in Zeitlupe

Hier geht Rockstar keine Kompromisse ein und bleibt den Charakteristika der Serie treu: Max Payne 3 ist ein knallharter, geradliniger Shooter, der rund um den "Bullettime"-Modus aufgebaut ist. Das Hauptmerkmal der beiden Vorgänger funktioniert wie eh und je: Per Knopfdruck verlangsamt der Spieler die Zeit, um sich ganze Gegnerhorden in Zeitlupe vorzunehmen, die Choreographie der Actionszene selbst zu schreiben und Feinde mittels spektakulärer Aktionen ins Jenseits zu befördern. Was seit "Matrix" in nahezu jedem Actionstreifen präsent ist, hat Max Payne in Spielform perfektioniert. Darauf ist in Max Payne 3 ebenso Verlass wie auf drastische Animationen, den Zeitlupen-Exitus der Gegner betreffend. Für einen Kindersoftwarepreis wird sich Rockstar Games mit diesem Titel sicher nicht qualifizieren.

In Deckung

Dass sich in den Jahren zwischen den Spielen auch neue Gameplay-Elemente hervorgetan haben, ist an den insgesamt vier beteiligten Entwicklerstudios nicht vorbeigegangen. Deshalb gibt's auch diverse Neuerungen. Die Bedeutendste ist das Deckungssystem. Max kann sich hinter Vorsprüngen, Pfeilern oder Ecken verbergen, zum Angreifen hervorkommen und dann wieder in der Deckung verschwinden. Das kennt man aus "Red Dead Redemption" oder "Gears of War" und ähnlich selbstklärend funktioniert es auch hier. Max ist allerdings nicht der einzige, der Schutz sucht: Gegner verschanzen sich ebenfalls, wenn sie nicht gerade Blei regnen lassen. Insgesamt agieren die computergesteuerten Feinde überzeugend: sie umzingeln, taktieren und lassen Max kaum eine Chance, auf der Stelle zu verharren. Gut so.

Waffenwechsel

Kein Ballerspiel ohne stattliche Waffenauswahl - um dieses Credo kommt auch Max Payne 3 nicht herum. Rockstar Games hält es jedoch realitätsnah und lässt den Protagonisten deshalb maximal drei Kanonen gleichzeitig tragen - zwei einhändig bedienbare, beispielsweise Revolver oder Maschinenpistole und eine Waffe, die beide Hände benötigt, wie etwa Sturmgewehr oder Schrotflinte. Die beiden Einhand-Wummen können kombiniert werden: Wer will, legt mit Pistole in der Linken und Uzi in der Rechten los. Der Sinn hinter der Begrenzung im Repertoire: Max soll die Waffen oft wechseln müssen, was weitere Dynamik in die Feuergefechte bringt.

Stadiontaugliche Kämpfe

Wie actionreich das abläuft, erfahren wir während der Flucht aus einem Fußballstadion. Hier sollte eigentlich die Lösegeldübergabe stattfinden. Dem kommt eine dritte Fraktion dazwischen: Söldner attackieren sowohl Max und seinen Begleiter als auch die Kidnapper. Es kommt zum Schlagabtausch, bei dem den Helden nur Feinde, aber keine Freunde erwarten. Zwischen den Schusswechseln in den Gängen des Stadions und auf der Tribüne wechseln wir zwischen Flinte, Maschinenpistole und zuletzt Scharfschützengewehr munter hin und her.

Tod dem Schmerz

Stets im Blick: Die Munitions- und Lebensanzeige. Letztere erfreut Serien-Veteranen: Wie in den Vorgängern gibt es auch in Max Payne 3 kein automatisches Selbstheilen, stattdessen müssen die bekannten Painkiller gefunden und verwendet werden. Steht man kurz vor dem Tod, greift einem das Spiel dennoch unter die Arme: Der Feind, der Max in diesem Moment unter Feuer nimmt, wird via Bullettime-Modus angezeigt. Erledigt man ihn, gibt's einen Großteil der Gesundheitspunkte zurück. Der Preis für diese automatisch ausgeführte Aktion beträgt allerdings einen Painkiller. Hat man keinen dabei, muss man ohne Hilfe klarkommen. Etwa, in dem man die Gegend genauer inspiziert. Denn gelegentlich können herumliegende Gegenstände zum eigenen Vorteil genutzt werden. Eine zwischen zwei Gegnern stehende Gasflasche? Feuer frei! Ebenso hilfreich: Die Umgebung ist teilweise zerstörbar.

Actionkino ohne Pausen

Optisch macht Max Payne 3 schon jetzt mächtig Eindruck. Da die einzelnen Level in sich geschlossene Einheiten bilden, konnten die Macher technisch mehr herausholen. Das sieht man deutlich: Schleicht Max auf der Suche nach der Entführten durch eine heruntergekommene Hafengegend, dann mangelt es nicht an Details wie verbeulten Ölfässern oder verrosteten Containern. Rockstar Games' Liebe zur Akribie schafft es auch in dieses Spiel. Und das ohne Ladezeiten: Die Zeit zwischen den Missionen wird von Zwischensequenzen überblendet, nach deren Ende es nahtlos weitergeht. Die in Spielgrafik ablaufenden Filmchen ersetzen die aus den Vorgängern bekannten Comic-Strips.

Was wir mögen

Keine Kompromisse: Max Payne 3 fühlt sich wie seine Vorgänger an, spielt sich auch so - und bietet aber auch neue Möglichkeiten. Sieht ganz danach aus, als würde Rockstar Games das Kunststück vollführen, alte wie neue Fürsprecher des kaputtesten Cops der Spielegeschichte zufriedenzustellen.

Was wir nicht mögen

Zwar hat das anachronistisch anmutende Gameplay seine Vorzüge und Spieler werden dankbar sein, zur Abwechslung ein geradliniges Ballerspiel alter Schule vorgesetzt zu bekommen, doch müssen die Macher noch beweisen, dass selbiges auch über lange Strecken begeistern kann und nicht zur langweilig-stumpfen Bleiorgie verkommt.

Fazit

Geradeaus-Action alter Schule mit einem finsteren Hauptdarsteller, der ganz sicher kein Held sein will: Mit "Max Payne 3" schreibt Rockstar Games die Geschichte um den ehemaligen Polizisten fort und liefert erneut eine erwachsene Erzählung für erwachsene Spieler ab. Die behutsam eingestreuten Neuerungen stören das liebgewonnene Spielprinzip dabei in keinster Weise. Im Gegenteil: Seine eigenen Actionsequenzen via Bullettime zu kreieren und zuzusehen, wie Max seine Welt ein weiteres Mal blutrot zeichnet, war nie schöner.

Infos zum Spiel

Titel: Max Payne 3
Genre: Action
Publisher: Rockstar Games
Hersteller: Rockstar Studios
Release: Mai 2012 (Konsolen), Juni 2012 (PC)
Preis: noch nicht bekannt
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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