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Mass Effect 3 für PC, PS3 & Xbox 360: Action-Rollenspiel im Test

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Test Mass Effect 3 | Action-Rollenspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Reise zum Ende des Universums

07.03.2012, 15:36 Uhr | Jan Heinrich (jr / ams), Richard Löwenstein

Mass Effect 3 für PC, PS3 & Xbox 360: Action-Rollenspiel im Test. Mass Effect  3 (Quelle: Electronic Arts)

Mass Effect 3 (Quelle: Electronic Arts)

Nur wenige Videospiele nehmen es in Sachen Action, Dramatik und Menschlichkeit mit Weltraum-Opern vom Schlag eines "Star Wars" oder "Star Trek" auf. Aber ein paar Games nehmen dann doch die Blockbuster-Hürde. Zu diesen Ausnahme-Titeln zählt der dritte Teil aus Biowares Science-Fiction-Saga "Mass Effect". Mass Effect 3 ist ein Hybride aus Rollenspiel und Third-Person-Actionshooter, der die Sinne mit einprägsamen Figuren und spannungsreichen Kämpfen fesselt. Das Spiel ist schon deshalb erlebenswert, weil es zum einen den Schlussstrich unter das Schicksal von Weltenretter Commander Shepard zieht und zum anderen Dutzende von Nebenhandlungs-Strängen abschließt. Das Beste kommt also zum Schluss.

Angriff der Maschinenkreaturen

Es beginnt mit der grausamen Vision: Die Reaper - gewaltige Maschinenwesen aus dem entlegensten Winkel der Galaxie - haben einen scheinbar unaufhaltsamen Vernichtungsprozess eingeleitet. Gerüstet mit den fortschrittlichsten Waffensystemen löschen sie organische Spezies aus. Sie folgen dabei offenbar einem Zyklus, der sich alle 50.000 Jahre wiederholt. Schon die ersten Spielszenen machen spürbar, mit welcher Wucht die Invasoren zuschlagen, und wie sehr sie das Universum des Jahres 2186 erschüttern. Videoübertragungen berichten von Millionen Toten. Shepard selbst, wahlweise ein männlicher oder weiblicher Held, kommt mit einem blauen Auge davon und rettet sich auf seinen Raumkreuzer Normandy SR-2. Das Schiff wird zum Dreh- und Angelpunkt für sein unermüdliches Bestreben, die Apokalypse abzuwenden.

Actionreiches Gameplay

Wie zu erwarten, trifft Shepard auf ein paar Freunde - und viele Feinde. Ergo kommt es häufig zu Konflikten. Die werden zur Freude von Actionfans oft sehr energiegeladen gelöst. Der Held rennt und ballert mit futuristischen Kanonen nebst viel Hi-Tech-Rüstzeug um sich. Nach Wahl zweier Kampfgenossen geht’s auch schon los. Im Zusammenspiel mit der Handlung und den vielschichtigen Persönlichkeiten macht die Action den Reiz von "Mass Effect 3" aus. In weitläufigen, meistens recht offen gestalteten Arealen verabreicht man Aliens in allen möglichen Formen, Farben und Größen eine Abreibung. Zu den Höhepunkten zählen die Auseinandersetzung mit Reapern von zwei Kilometern Länge. Dazu kommt dann noch der Schlagabtausch mit haushohen Atlas-Mechs und die Flucht vor den überaus aggressiven Brutes. Im Rahmen eingestreuter Kamerafahrten erlebt man das Schicksal seiner computergesteuerten Kameraden hautnah mit. Oft kommt es zu dramatischen Szenen, die einen mitfiebern und mitleiden lassen.

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Mass Effect 3

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Lass uns drüber reden

Wenn nicht geschossen wird, gilt es, Allianzen mit anderen Völkern zu schmieden und Streitkräfte zu rekrutieren. Gemeinsam sollen die 103. Marine-Division der Allianz, ein Wissenschaftsteam das Asasi-Volkes und andere Verbündete zum Schlag gegen die Reaper ausholen - so die Hoffnung. Zentrales Element ist der Kriegsstrategen-Raum an Bord der Normandy. Unter "Kriegsaktivposten" werden alle Verbündeten sowie deren Kampfpunkte gelistet. Eine zweite Konsole dient der Vernetzung mit dem neuen Online-Koop-Modus "Galaxy at War". Er zeigt alle Gebiete in der Galaxie, die nur im Rahmen der neuen Online-Koop-Missionen zurückerobert werden können. Einzelspieler-Kampagne und Online-Modus sind auf diese Weise so eng verzahnt wie noch selten in einem Videospiel. Doch es gibt noch viel mehr zu entdecken auf der Normandy: Auf den insgesamt fünf Decks tummeln sich bereits kurz nach Spielbeginn etliche Figuren unterschiedlichster Herkunft. Sie lassen sich durch Multiple-Choice-Dialoge in Gespräche verwickeln.

Große Gefühle im Spiel

Während der Konversation ist diplomatisches Geschick gefragt. Jede Aussage kann Auswirkungen auf den Spielverlauf haben, das lässt einen Mass Effect 3 deutlich spüren. Abhängig von der Wahl der Dialoge und dem Fortgang der Dinge erhält man Zugriff auf sanftere oder drastischere Formulierungen. Spannungsspitzen entstehen, wenn der Gesprächspartner plötzlich zum Fausthieb ausholt und man sofort reagieren muss. Die hervorragende Übersetzung ins Deutsche und die spannungsreichen Erzählungen laden das Ganze mit großen Gefühlen auf. Man ist emotional voll dabei, wenn etwa ein im Spielverlauf ans Herz gewachsener Mitstreiter den Tod findet. Mehrfaches Durchspielen lohnt sich auch deshalb, weil sich die vielen Handlungsverzweigungen bis ans Ende fortsetzen. Ob die Erde als brennendes Flammenmeer endet oder eben nicht, liegt ganz beim Spieler.

Shepards Sternenfahrt

Über die Sternenkarte auf der Brücke stößt man zur Erde vor, besucht die Planeten Rannoch, Sur´Kesh und entdeckt die Raumstation Citadel. Die Karte der Milchstraße zeigt alle verfügbaren Missionen auf den einzelnen Planeten und Raumstationen anhand beschrifteter Symbole. Die Reisen und Ziele zwischen den Sternen wecken den Entdecker im Spieler, obwohl die Handlungsfreiheit im Vergleich zu Mass Effect 2 deutlich eingeschränkt ist. Komplett unbekannte Planeten finden und nach Rohstoffen untersuchen wie noch in Teil zwei, das ist weitgehend passé. Auch unterbindet Mass Effect 3 freie Fahrten durch das All häufig, indem es einem Reaper-Verbände entgegen schickt und einen am Weiterflug hindert. Der Spieler wird also deutlich mehr an der Hand genommen als im Vorgängerspiel. Das mag mancher als Einschränkung wahrnehmen. In Anbetracht des immer noch gewaltigen Umfangs ist dieses Plus an Zielstrebigkeit aber hinnehmbar.

Was uns gefällt

Die durchgängig interessante Handlung und die Missionen prägen Mass Effect 3. In Gesprächen können Antworten vorgelesen und somit bestätigt werden, im Kampf kann man den Teamkollegen verbal Befehle und Spezialfähigkeiten aktivieren. Zudem funktioniert die Kinect-Unterstützung auf Xbox 360 bemerkenswert gut.

Was uns nicht gefällt

Die Ladepausen geraten manchmal etwas arg lang und lästig. Auch das überlebensnotwendige Im-Gefecht-Deckung-suchen geht nicht immer flüssig von der Hand. Und ein Splitscreen-Modus innerhalb der Koop-Modi wäre schön gewesen.

Fazit

Ganz großes Kompliment an den US-Entwickler Bioware: Teil drei bildet einen dramatischen, abwechslungsreichen und damit würdigen Abschluss der Sternenkrieger-Saga "Mass Effect". Dass sich sogar der neuartige Online-Mehrspieler-Modus gut einfügen würde, war nicht zu erwarten. Actionfreunde und Rollenspiel-Kenner dürfen sich freuen, denn diese Sternenfahrt begeistert.

Infos zum Spiel

Titel: Mass Effect 3
Genre: Rollenspiel
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Bioware
Release-Termin: 7. März 2012
Preis: zirka 60 Euro
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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