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Preview zum Adventure Der Fall John Yesterday von Crimson Cow für PC

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Preview Der Fall John Yesterday | Adventure | PC  

Ein Abenteuer zum Fürchten

15.03.2012, 13:48 Uhr | Medienagentur plassma (jr / ams), Medienagentur plassma

Preview zum Adventure Der Fall John Yesterday von Crimson Cow für PC. Der Fall John Yesterday (Quelle: Crimson Cow)

Der Fall John Yesterday (Quelle: Crimson Cow)

Während Spiele-Publisher in wichtigen Spiele-Nationen wie den USA scheinbar gar kein Vertrauen ins Adventure-Genre mehr haben und Titel dieser Gattung dort fast ausgestorben sind, boomen klassische Point & Click-Knobeleien in Deutschland umso mehr. Konnte jüngst erst der deutsche Publisher Daedalic mit Deponia einen veritablen Kassenschlager und Kritikerliebling für sich verbuchen, steht Ende April mit "Der Fall John Yesterday" von dem in Hamburg angesiedelten Spielevertrieb Crimson Cow gleich der nächste potenzielle Adventure-Kracher an. Wir konnten vier der sieben Kapitel bereits anspielen und sind uns sicher: Die spanischen Pendulo Studios, PC-Abenteurern vor allem durch ihre großartige Runaway-Trilogie und The Next Big Thing bestens im Gedächtnis, haben hier ein ganz heißes Eisen im Feuer.

Herz für Obdachlose

"Der Fall John Yesterday" setzt im Gegensatz zu den kunterbunten Runaway-Spielen verstärkt auf Spannung, düstere Atmosphäre und Mystery-Elemente. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Henry White, der ehrenamtlich für die New Yorker Organisation "Kinder des Don Quichotte" arbeitet. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, Obdachlosen und bedürftigen Menschen zu helfen. Die Zeiten dafür könnten besser sein, denn die Stadt wird gerade von einer brutalen Mordserie erschüttert - ein Psychopath tötet willkürlich Obdachlose.

Schön spannend

Henry verschlägt es in den New Yorker Untergrund, wo er in der eingestürzten Cadway Station nach Bettlern Ausschau hält. Das ist spannend inszeniert: Man durchforstet dunkle U-Bahn-Schächte, löst erste einfache Puzzles, in denen man etwa einen verschütteten Koffer per selbst gebautem Seilzug befreit und sich dessen Inhalt schnappen kann, und sucht nach Hilfebedürftigen. Urplötzlich wird man vom psychotischen Choke und dessen Gefolgsleuten überrascht und festgenommen. Was hat das mysteriöse Ypsilon in Form einer Narbe auf Chokes Hand zu bedeuten? Und in welchen Zusammenhang steht der offensichtlich wahnsinnige Obdachlose mit einer okkulten Sekte und ihren Brandopfern? Um das zu beantworten, übernimmt man die Steuerung von Henrys Freund und Gehilfen Samuel Cooper, den Henry zuvor noch - natürlich erst nach geglückter Reparatur eines Münztelefons - anrufen und vorwarnen konnte. Sam - tollpatschig, freundlich und wohlbeleibt - macht sich sofort auf die Suche nach seinem Freund, und das Abenteuer startet richtig durch.

Klassische Knobelei

Trotz des neuen Ansatzes in Richtung Mystery-Thriller ist "Der Fall John Yesterday" im Kern ein typisches Pendulo-Spiel, das sich komplett per Maus bewältigen lässt. Egal, ob man die Umgebung untersucht, Gegenstände einsteckt oder diese mit anderen Objekten aus der stets am unteren Bildschirmrand sichtbaren Inventarleiste kombiniert, jede Aktion geht flüssig von der Hand. Die nützliche Hotspot-Anzeige und das automatische Spielstand-Speichern sind ebenso willkommene Komfortfunktionen wie die optionale Ingame-Hilfe. Diese verrät dem Spieler, was als nächstes zu tun ist. Allerdings kann man sie nicht permanent aufrufen, sondern muss nach einem Tipp des Programms erst einige Zeit warten, bis man sie wieder nutzen darf. Und nicht selten kommt man währenddessen selbst auf des Rätsels Lösung. Die Puzzles machen einen unverbrauchten Eindruck und erfordern immer wieder ein "Um-die-Ecke denken", sind aber nie unfair oder unlogisch.

Raus aus New York

Im Spielverlauf wird man nicht nur über handgezeichnete 30 Schauplätze rund um den Globus bereisen und dabei neben New York auch Tibet, Schottland und Paris erkunden, sondern abwechselnd in die Haut von vier Charakteren schlüpfen. Außer Henry und Sam steuert der Spieler Namensgeber John Yesterday, einen Amnesie-Patienten, sowie die geheimnisvolle Pauline Petit. Überhaupt tragen die über 20 Charaktere, die man im Spielverlauf kennen lernt, viel zu der filmreifen Stimmung bei und heben sich wohltuend vom üblichen Gut-Böse-Schema ab.

Starke Sprachausgabe

Ein Highlight in der Vorschau-Version ist die deutsche Synchronisation: So übernimmt Konstantin Graudus, bekannt aus der RTL-Serie "Doppelter Einsatz", die Stimme des Erzählers, der Ereignisse und Handlungen des Spielers mit sarkastisch-ironischem Tonfall kommentiert. Aber auch die übrigen Sprecher liefern einen prima Job ab, etwa Sascha Rothermund (die deutsche Stimme von Taylor Kinney aus "Vampire Diaries" und Jesse Spencer in "Dr. House"), der John Yesterday Leben einhaucht. Atmosphärisch: Immer dann, wenn man etwas tut (zum Beispiel Gegenstände manipulieren, mit jemandem sprechen oder etwas anschauen), wird eine Großaufnahme hochgezogen. Hier geht man entweder Multiple-Choice-Dialoge durch, oder das Spiel zeigt in einer kurzen Animation, welche Konsequenzen die Aktion des Spielers nach sich zieht.

Was uns gefällt

Die spannende Inszenierung, die professionelle Präsentation und die facettenreichen Charaktere gehören zu den Highlights des Adventures. Zwar kommt in den Dialogen auch der Humor nicht zu kurz, dennoch verstehen es die Macher der Pendulo Studios gekonnt, eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen und den Spieler immer wieder mit Horror-Momenten zu konfrontieren.

Was uns nicht gefällt

Noch bleibt abzuwarten, ob die mit zahlreichen Wendungen und Überraschungen gespickte Handlung bis zum Ende fesseln kann.

Fazit

"Der Fall John Yesterday" ist ein klassisches, tadellos spielbares Point & Click-Adventure, das mit spannender Mystery-Story, abwechslungsreichen Schauplätzen, interessanten Charakteren, fordernden Rätseln und der richtigen Dosis Grusel punktet. Die Pendulo Studios zeigen gekonnt, warum sie zu den Meistern des Genres gehören. Bleibt das Spiel bis zum Ende so spannend, wie die vier Kapitel unserer Vorschau-Version bereits andeuten, dann dürfen sich Genre-Fans auf einen Hochkaräter freuen.

Infos zum Spiel

Titel: Der Fall John Yesterday
Genre: Adventure
Publisher: Crimson Cow
Hersteller: Pendulo Studios
Release-Termin: 30. April 2012
Preis: Zirka 35 Euro
System: Windows-PC
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Einschätzung: Sehr gut

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