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Spieltest zu King Arthur 2: The Roleplaying Wargame Strategiespiel für PC von Neocore Games

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Test King Arthur 2: The Roleplaying Wargame | Strategie | PC  

Kein königlicher Nachfolger

19.03.2012, 13:42 Uhr | Medienagentur plassma (jr / ams), Medienagentur plassma

Einer der Überraschungshits des Jahres 2010 bekommt ein Sequel spendiert: Die Rede ist vom PC-Titel "King Arthur", der die Mittelalter-Saga um König Arthus in ein enorm unterhaltsames Strategiespiel mit hohem Rollenspielfaktor verpackte. Die Erwartungen an den zweiten Teil des "Roleplaying Wargame" sind dementsprechend hoch - und werden leider nicht erfüllt. Denn der zweite Ausflug in die Zeit der Ritter und Helden krankt an etlichen Mängeln. Dazu zählen sowohl die exorbitant hohen Hardware-Anforderungen als auch Bugs und KI-Aussetzer sowie ein fummeliges Interface. Alles in allem kommen im aktuellen Zustand wirklich nur beinharte Fans auf ihre Kosten.

Hexenterror in Britannien

Vereinte und befriedete der Spieler im ersten Teil das Königreich Britannien und hoffte auf eine Zeit des Friedens für König Arthur und seine Tafelrunden-Ritter, wird dieser Traum in "King Arthur 2" schnell zerstört. Schuld daran ist, wie sich das für eine klassische Fantasy-Geschichte nun mal so gehört, eine böse Hexe von den Orkney-Inseln. Die warzige alte Frau erweckt eine alte Dämonenrasse, die Fomorians, zum Leben und verwüstet mit deren Hilfe die Lande. Zeit für den Spieler, dem Treiben ein Ende zu setzen!

Neuer Held, viele Probleme
Allerdings ist diesmal nicht König Arthus derjenige, der für Frieden sorgen muss, sondern sein Sohn William Pendragon. Papa Arthus hatte sich mit seinen engsten Vertrauten, allen voran Sir Lancelot, zu Beratungen am Altar des heiligen Gral zurückgezogen. Doch dort kam es zu einem mysteriösen Zwischenfall: Eine helle Lichtsäule erleuchtete den Himmel, der Gral zersprang in einzelne Splitter, und König Arthus blieb schwer verletzt zurück. Dies bedeutet nun jede Menge Stress für den jungen William: Einerseits gilt es, die Fomorians zu bekämpfen, andererseits muss er sich mit abtrünnigen Fürsten auseinandersetzen. Und Lancelot ist ebenfalls verschwunden. Vielleicht weiß die mysteriöse Hexe Morgana Le Fey ja mehr über dessen Verbleib – und auch, wie man die Pforten zur Welt der Formorians schließt? Fragen über Fragen, auf die der Spieler erst im Laufe der fünf Kapitel umfassenden Solokampagne Antworten bekommt.

Rollenspiel-Anleihen
Schon die umfangreiche Story macht klar, dass Kingh Arthur 2 den Zusatz "Roleplaying Wargame" ernst meint. Aber auch die zahlreichen Rollenspielkomponenten knüpfen wieder da an, wo Teil 1 aufgehört hat. Es gibt Levelaufstiege, sowohl für die (später drei) Haupthelden der Kampagne, als auch für jeden einzelnen Truppenteil. Mit den Stufenaufstiegen kann der Spieler zudem den relativ freien Fertigkeitenbaum erweitern und so neue Talente erwerben, darunter aktive oder passive, magische oder kampfbetonte. Auch das groß angelegte Item-System, mit dem man seine Helden ausrüsten und verbessern kann und die in drei Unterarten aufgeteilten Quests (Schlacht, Diplomatie, Abenteuer) verdeutlichen den Rollenspiel-Ansatz.

Runde um Runde
Wo die Diplomatie-Missionen primär das Verhandlungsgeschick des Spielers testen und die Abenteuer-Quests mit ihrem Entscheidungs- und Moralsystem sowie die an Text-Adventures erinnernden (immerhin vertonten) Beschreibungen eher mäßig spannend sind, machen Schlachten und Aufbaupart spielerisch mehr her.

Zwar haben die Entwickler von Neocore Games die Komplexität der Provinzverwaltung mit nur noch einer Ressource (Gold) herunter geschraubt, der Strategiepart im Stil der "Total War"-Reihe lässt dem Spieler dafür zahlreiche Aktionsmöglichkeiten. Auf einer Kampagnen-Karte, die in mehrere Provinzen unterteilt ist, zieht man rundenweise mit seinen Truppen umher, positioniert seine Einheiten taktisch klug und trägt die anschließenden Kämpfe dann in Echtzeit auf dreidimensionalen Schlachtfeldern aus.

Stein-Schere-Papier
Wie im offensichtlichen Vorbild Total War fährt man mit der Kamera frei über die Landschaft und erteilt seinen Truppen Formations-, Positions- und Angriffsbefehle. Das klassische Stein-Schere-Papier-Prinzip kommt hier voll zum Tragen: So kann die Kavallerie beispielsweise schwere Infanteristen nieder reiten, tut sich aber bei Speerträgern schwer, die wiederum der schweren Infanterie nahezu machtlos gegenüber stehen. Neu an Bord: Flugeinheiten wie Drachen, die in der Luft nur von Bogenschützen erwischt werden (welche bei Regenwetter aber nicht schießen können), aber zum Angriff auf den Gegner herabstürzen müssen, weswegen sie dann auch von Bodentruppen attackiert werden können.

Wenig intelligente Gegner
Spielentscheidend ist neben der richtigen Taktik vor allem der geschickte Einsatz von Magie und Spezialfertigkeiten. So kann ein einzelner Blitzzauber eine halbe Kompanie grillen. Durch rechtzeitige Gegenmaßnahmen wie Magieschilde oder Unterbrechungen ist der Spieler aber in der Lage, gegnerische Helden von diesen mächtigen Zaubern abzuhalten. Die KI hingegen stellt sich auf den normalen Schwierigkeitsgraden diesbezüglich nicht besonders clever an. So können mächtige Zauberhelden haushoch überlegene Armeen auslöschen, da der Gegner oft tröpfchenweise angreift und sich leicht in Fallen locken lässt. Auch auf der Kampagnenkarte irrt die KI manchmal etwas ziellos umher, und im Kampf halten sich die Einheiten öfter mal nicht an die Spieleranweisungen. Statt die Stellung zu halten, bricht die Formation beispielsweise zum Angriff auseinander

Was wir mögen  

Eine schöne Fantasy-Story, motivierende Rollenspielelemente und ein ausgefeilter Strategiepart: Im Kern besitzt King Arthur 2 alle Vorzüge des tollen Vorgängers. Auch die Grafik kann sich mit ihrer detaillierten Darstellung von Britannien und opulenten Massenschlachten sehen lassen.

Was wir nicht mögen

Nun das aber: King Arthur 2 wirkt an allen Enden und Ecken unfertig. Neben der bereits angesprochenen Mager-KI fällt vor allem der fast schon unverschämte Hardware-Hunger negativ auf. Selbst auf Highend-PCs gibt es unerklärliche Performance-Mängel und Bildraten-Einbrüche, was dann oft in Dauerruckeln ausartet. Des Weiteren ärgert man sich über zahlreiche Bugs: So sind entscheidende Quests nicht abschließbar oder stürzen immer wieder ab. Die Folge: Man muss einen alten, teils weit zurückliegenden Spielstand laden und hoffen, dass es diesmal reibungslos klappt. Dazu kommen neben dem recht unhandlichen Interface falsche Texte, nicht ladbare Spielstände, Grafikfehler, außer Kontrolle geratene Kameras und viele scheinbar willkürliche Abstürze. Zwar haben die Entwickler zum Testzeitpunkt bereits zwei Patches nachgereicht, die einige Bugs behoben, dafür aber neue einführten und die Performance nicht messbar steigerten. Eine Warnung obendrein: Das Spiel bietet in den bei Amazon oder auf Steam angebotenen Version nur englische Texte und Sprachausgabe.

Fazit

Schade, schade: Eigentlich macht King Arthur 2 alles richtig, spielt sich in der Tradition des klasse Vorgängers und bietet atmosphärische Fantasy-Strategie mit einer wohl schmeckenden Portion Rollenspiel. Allerdings ist das Spiel im momentanen Zustand viel zu fehlerbehaftet und Hardware-hungrig, um wirklich Spaß zu machen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler weiter an Patches arbeiten, die gröbsten Fehler beheben und ordentlich an der Performance schrauben.

Infos zum Spiel

Titel: King Arthur 2 - The Roleplaying Wargame
Genre: Strategiespiel
Publisher: Paradox Interactive
Hersteller: Neocore Games
Release: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro
System: Windows-PC
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Befriedigend

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