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Spieletest zum Simulationsspiel Die Sims 3 Showtime von Electronic Arts für PC und Mac

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Test Die Sims 3: Showtime | Simulationsspiel | PC, Mac  

It’s Showtime, Baby

21.03.2012, 14:06 Uhr | Medienagentur plassma / jr, Medienagentur plassma

Spieletest zum Simulationsspiel Die Sims 3 Showtime von Electronic Arts für PC und Mac. Die Sims 3: Showtime (Quelle: Electronic Arts)

Die Sims 3: Showtime (Quelle: Electronic Arts)

Eines muss man Electronic Arts ja lassen: Dem Spiele-Hersteller gehen die Ideen für neue Erweiterungen zum Lebenssimulations-Dauerbrenner "Die Sims 3" einfach nicht aus. Nach Add-ons wie "Late Night" oder "Einfach tierisch" wagen sich die digitalen Wuselmenschen nun ins Showgeschäft. "Die Sims 3: Showtime" für PC und Mac eröffnet dem Spieler die Möglichkeit, mit seinem Sim eine kometenhafte Karriere zu starten und zum gefeierten Start zu avancieren. Allerdings stehen dafür lediglich drei Betätigungsfelder zur Auswahl: Wahlweise als Sänger, Zauberer oder Akrobat schnuppert man den Glamour-Duft der großen weiten Bühnenwelt. Das macht durchaus Spaß, wirkt streckenweise aber etwas lieblos.

Zum Casting in die Eisdiele

Schade: Neben den drei erwähnten Karriere-Optionen fehlen weitere vermeintliche Traumjobs, etwa Schauspieler oder Model. Deshalb dürften sich die meisten Spieler für den Sänger entscheiden; so viele richtig berühmte Zauberer und Akrobaten gibt es schließlich nicht. Zu Beginn steht das zeitraubende Abarbeiten von Miniaufgaben. So muss man für ein klägliches Trinkgeld auf Plätzen auftreten, sich zum Casting für einen Gig beim Besitzer der örtlichen Eisdiele vorstellen oder als Sänger kurze Gesangsgrüße - die so genannten "Sing-O-Gramme" - an Nichtspieler-Sims überbringen. Das ist zwar wenig aufregend, aber immerhin realistisch. Auch große Stars haben schließlich mal klein angefangen.

Die Karriereleiter erklimmen

Bei der Spielmechanik hält sich "Showtime" streng an die gewohnten Abläufe der Sims-Serie. Wer die Regeln des Spiels stur befolgt, wandert auf der Karriereleiter unaufhaltsam nach oben. So tritt man auf Sim-Festen in Wettbewerben gegen andere Künstler an. Mit steigender Erfahrung locken Konzerte oder Auftritte in immer größeren Clubs und Hallen. Der Lohn für die harte Arbeit ist schließlich eine Festanstellung für wöchentliche Show-Events, bis die Veranstalter schließlich um einen Auftritt des Spielers-Sims winseln und dieser Autogramme im Akkord verteilt.

Tour-Stress

Auf der Stadtkarte, für die Showtime eine eigene Nachbarschaft mit Park-Bühnen, Clubs und Konzerthallen einführt, werden Ereignisse wie Feste, Kurzauftritte wie Gesangsgrüße und Ansprechpartner wie Location-Eigentümer entsprechend markiert. Der Spieler arbeitet sich von Auftragspunkt zu Auftragspunkt durch und absolviert seine Shows. Bei größeren Auftritten kann man vorher noch die Bühne nach eigenem Geschmack gestalten und sich seine Abendgarderobe zusammenstellen. Das kostet natürlich Geld - je mehr man davon hat, desto glamouröser darf man seine Events gestalten. Die Auswahl an Bühnen-Accessoires und Kleidungsstücken ist im Vergleich zu anderen Sims-Erweiterungen oder dem Hauptspiel jedoch arg beschränkt: Schon nach wenigen Auftritten haben hat der Spieler alle Bühnen-Sets und Verkleidungen ausprobiert. Möchte man mehr modische Kleider oder Dekorationsmöglichkeiten haben, bleibt nur der Umweg über den kostenpflichtigen Ingame-Store.

Online-Auftritt

Showtime unterstützt einige interessante Online- und Community-Features. So wird nicht nur der Sims-Shop oder die seit "Die Sims 3: Lebensfreude" eingeführte Facebook-Anbindung immer wichtiger, sondern mit dem neu eingeführten "Sim Port" kann man seine Showtalente nun auch online zu Freunden auf Tour schicken. Hat der Spieler eine Online-Anfrage an einen Freund gesendet, muss dieser innerhalb von 24 Stunden annehmen. Dann tritt der Spieler-Sim in dessen Stadt auf und erhält Feedback über die Show: Flippten die Fans aus? Wurde der Sim ausgepfiffen? Oder flogen gar Gegenstände auf die Bühne? Als Belohnung winken Geld, Lebensglück und neue freischaltbare Deko-Elemente.

Was wir mögen

"Die Sims 3: Showtime" fügt sich nahtlos in den Sims-Kontext ein, spielt sich vertraut, bietet einen ordentlichen Schuss Humor und liefert erfahrenen Spielern dennoch genügend Abwechslung bei jeder neu gestarteten Karriere. Schön: Die Sims handeln selbständig nach Bedürfnissen und Anforderungen, außerdem sind zwischenmenschliche Kontakte meist nachvollziehbar. Bei der Präsentation wagen die Entwickler zwar keine Experimente, es macht aber wieder viel Spaß, die Animationen der Sims zu bestaunen sowie zahlreiche kleine Grafik-Gimmicks zu entdecken. Gut gefallen hat uns der Ohrwurm-verdächtige Soundtrack sowie der typische "Simlish"-Singsang, der wie gewohnt eine Sprachausgabe ersetzt.

Was wir nicht mögen

Leider kann man als Sänger weder eine Band gründen noch ein Album einspielen. Für Zauberer hätte sich zudem ein Trick-Baukasten angeboten oder die Suche nach einer wohlgebauten Assistentin. Stattdessen verlaufen alle drei Karrierebäume in sehr ähnlichen und festgefügten Pfaden. Wer von der Online-Option keinen Gebrauch macht, genießt nur einen Teil des Add-ons. Das "Sim Port"-Feature muss zwingend genutzt werden, um in den Genuss von mehr Geld, Lebensglück und Dekorationen zu kommen. Nervig: Bei den Auftritten kommt es hin und wieder zu Sound-Aussetzern.

Fazit

"Die Sims 3: Showtime" ist ein routiniertes, gut spielbares Add-on. Große Überraschungen oder innovative Einfälle bleiben aber aus - der Spielablauf ist so vorhersehbar wie streckenweise monoton. Obendrein fällt das Karriere-Angebot dürftig aus. Und wer alles vom Spiel sehen will, kommt um die Nutzung der Online-Optionen kaum herum. Das dürfte eingefleischte Sims-Spieler zwar kaum stören, sind die doch in der Regel ohnehin gut vernetzt und verfügen über einen großzügigen Sims-Freundeskreis. Dennoch, liebe Entwickler: Beim nächsten Mal ruhig etwas mehr Mut zu Spieldesign-Neuerungen - trotz eines Gastauftritts von Pop-Sternchen Katy Perry sieht "Showtime" im Grunde eher wie ein nachgeschobenes Update zur "Traumkarrieren"-Erweiterung aus.

Infos zum Spiel

Titel: Die Sims 3 - Showtime
Genre: Lebenssimulation
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Electronic Arts
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 35 Euro ("Katie Perry Collector's Edition" mit 2 Plektren, Poster und digitalen Boni: zirka 47 Euro)
System: Windows-PC, Mac
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Befriedigend

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