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First Look: Windows 8 aus Gamersicht

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First Look: Windows 8 - Was bringt das neue Betriebssystem für Gamer?  

Windows 8 aus Gamersicht

23.03.2012, 14:45 Uhr | Medienagentur plassma (jr / ams), Medienagentur plassma

First Look: Windows 8 aus Gamersicht. Windows 8 (Quelle: Microsoft)

Windows 8 (Quelle: Microsoft)

Windows 8 bietet zahlreiche Neuerungen und Funktionen. Vor allem die Optik hat sich dank der neuen und entschlackten, aber durchaus gewöhnungsbedürftigen "Metro"-Benutzeroberfläche stark verändert. Für ambitionierte Gamer ist aber vor allem die Frage nach der Spiele-Leistung des neuen Microsoft-Betriebssystems interessant. Wir haben einen ersten Blick auf die "Consumer Preview" von Windows 8 geworfen.

Auf zur Installation

Auf dem "Mobile World Congress 2012", der vom 27. Februar bis 1. März in Barcelona stattfand, stellte Microsoft die lang erwartete "Windows 8 Consumer Preview" vor. Diese hat bereits alle wichtigen Funktionen an Bord, die auch das fertige Windows 8 besitzen wird. Interessierte User können sich die Consumer Preview (in der 32- oder 64-Bit-Version) kostenlos aus dem Netz herunterladen. Der Download der Iso-Images (32/64 Bit) ist 2,8 beziehungsweise 3,6 GB groß. Der Produktschlüssel bei allen Versionen lautet DNJXJ-7XBW8-2378T-X22TX-BKG7J. Alternativ kann man auch ein Setup-Tool von Microsoft verwenden, das einen Schlüssel erzeugt und vor der Installation Hard- und Software des Nutzers prüft. Achtung: Auf der Festplatte sollten in jedem Fall mindestens 20 GB freier Speicherplatz vorhanden sein.

Windows 8 im Spiele-Test

Noch befindet sich Windows 8 im Beta-Stadium, und das merkt man im Spiele-Alltag deutlich. Denn um es gleich vorweg zu nehmen: Im jetzigen Zustand stellen Spieler bei Windows 8 keinen Performance-Zugewinn fest. Zwar liegt Windows 8 im Test mit Unigines "Heaven-Benchmark" auf unserem Testsystem (Intel Core Duo 2,4 Gigahertz, 4 GB Arbeitsspeicher, Ati Radeon 5770) knapp vor Windows 7. Die übrigen Messungen mit den PC-Spiele-Hits Battlefield 3, Crysis und Starcraft 2 lassen aber keine signifikanten Leistungsunterschiede zwischen den beiden Betriebssystemen erkennen. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass die Benchmark-Tests auf Windows 8 ohne Sound ausgeführt wurden, da der PAX-Treiber der Creative X-Fi noch nicht unter Windows 8 funktionierte. Wo Battlefield 3 und Crysis 2 unter Windows 8 etwas bessere FPS-Werte ("Frames per Second", Bilder pro Sekunde) vorweisen können und sich die reduzierte Prozessanzahl im Leerlauf und die daraus resultierende geringere Prozessorauslastung positiv bemerkbar machen, liegt Starcraft 2 unter Windows 7 leicht vorne. Beim Spielen selbst macht sich das alles jedoch nicht sonderlich bemerkbar. Ein Wiederholung des Tests mit aktiviertem Onboard-Sound ergab, dass Windows 7 hier leicht vorne liegt.

Computer-VIdeo 
Microsoft präsentiert Testversion von Windows 8

Kostenlose Beta-Version ist bereits jetzt im Internet verfügbar. Video

Metro-Spiele unter Windows 8

Auf der "Game Developers Conference" (kurz: GDC) in San Franciso stellte Microsoft den Entwicklern jüngst sein Konzept für die neuen Spiele-Apps im Metro-Design vor. Nach dem Willen des Herstellers soll Windows 8 sowohl auf Windows-7-tauglichen PCs und Notebooks als auch auf Smartphones und Tablet-PCs laufen. Die Konsequenz daraus ist, dass Microsoft die Touch-Steuerung in den Vordergrund rückt: Jede Metro-App muss sie zwingend unterstützen. Maus und Tastatur sterben dadurch zwar nicht aus, dennoch müssen sich die Entwickler umorientieren. Optionale Eingabegeräte wie Controller und Kinect-Kamera sind ebenfalls möglich.

Vorgaben für Entwickler

Die Entwickler müssen sich bei den Metro-Apps aber noch an weitere enge Vorgaben halten. Spiele sollen im 16:9-Format bei einer Mindest-Auflösung von 1366 x 768 Bildschirmpunkten laufen. Besitzer älterer PC-Monitore werden somit Probleme haben, die Metro-Spiele vernünftig darstellen zu können. Fein für Multitasking-User: Neben dem Fullscreen-Modus, der wahlweise im Hoch- oder Querformat läuft, wird es auch eine Darstellungsvariante für zwei gleichzeitig angezeigte Metro-Apps geben. Während die Haupt-App im 4:3-Format bei 1024 x 768 Pixeln dargestellt wird, bekommt die Zusatz-App einen schmalen Streifen mit 342 x 768 Bildpunkten reserviert. Eine Ausgabe auf mehreren Monitoren, wie man sie bei den meisten herkömmlichen PC-Spielen aktivieren kann, ist für Metro-Spiele aber nicht geplant.

Kaum Neuerungen für Grafik-Fans

Microsoft spart sich mit Windows 8 wichtige Innovationen. Statt mit DirectX 12 eine neue Multimedia-Schnittstelle einzuführen, gibt es lediglich ein Update auf DirectX 11.1, das stereoskopische 3D-Ausgabe unterstützt. Diese kann auch auf einem Tablet verwendet werden, sofern man dieses via HDMI mit einem 3D-fähigen Fernseher verbindet. Nachteil für die Entwickler: Da alle Metro-Spiele grundsätzlich die vertikale Synchronisation nutzen, müssen sie sich entscheiden, ob ihr Spiel auf einem 60-Hertz-Bildschirm mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde laufen soll.

Direct3D-Update

Mit Direct3D in der Version 11.1 wird Microsofts Programmierschnittstelle für 3D-Grafiken ebenfalls aufgefrischt. Doch welche Änderungen bringt Direct3D 11.1 mit sich? Zusammengefasst kann man sagen, dass mit der neuen Version einige bisher optionale Funktionen der aktuellen Grafikkarten-Generation unterstützt werden. Dazu kommen Ergänzungen für schwächere GPUs (beispielsweise im System-on-a-Chip-Bereich). Die bisher einzige bekannte GPU, die offiziell Direct3D 11.1-Funktionen unterstützen soll, ist die Grafikeinheit von Haswell, dem Ivy-Bridge-Nachfolger, der 2013 erwartet wird. Offen ist im Übrigen, ob Direct3D 11.1 vor, zum oder nach dem Start von Windows 8 erscheint. Auch ist noch völlig unklar, ob die entsprechenden Runtime-Bibliotheken auch auf Windows 7 portiert werden.

Xbox Live für alle?

Microsoft verspricht für Windows 8 plattformübergreifende Multiplayer-Matches via Xbox Live: So sollen Windows 8-PC-Zocker, Windows Phone 7-User und Xbox 360-Spieler gegeneinander antreten können. Allerdings nur in so genannten asynchronen Spielen, bei denen das Senden und Empfangen von Daten zeitlich versetzt stattfindet. Microsoft demonstrierte das auf der GDC anhand eines "Black Jack"-Kartenspiels. Ego-Shooter, Rennspiele oder sonstige aktuelle Spiele-Titel, die zwingend eine geringe Latenz voraussetzen, bleiben außen vor. Somit ist dieses Feature für Hardcore-Gamer wenig spannend.

Free-to-Play auf dem Vormarsch

Microsoft möchte mit den "Xbox Live Web Games" für ein reichhaltiges Gratis-Games-Angebot sorgen. Spiele dieser neuen Kategorie sollen sich ohne Installation starten lassen und nutzen das boomende Free-to-Play-Konzept. Die Grundversion des Titels ist umsonst, will man Ingame-Objekte oder freischaltbare Vollversionen, muss man zahlen. Weitere Einnahmen der in Flash oder HTML5 programmierten Spiele werden durch Werbebanner und eingebundene Werbeclips generiert. Für die Free-to-Play-Spiele gibt es von Microsoft genaue Vorgaben: Sie dürfen im integrierten Webstore zwischen 1,50 und 1000 US-Dollar kosten und maximal zwei Gigabyte groß sein. Microsoft bekommt vom Verkaufspreis 30 Prozent; übersteigt der Umsatz der App die 25.000-Dollar-Marke, sinkt der Anteil auf 20 Prozent. Interessierte Entwickler müssen sich zuvor für 99 Euro im Jahr bei Microsoft registrieren. Neben Verkaufsversionen können Spiele-Studios und Einzelprogrammierer auch kostenlose Demo-Versionen anbieten.

Ab in die Cloud

Das Spielen in der "Wolke" wird immer wichtiger. Auch Windows 8 folgt diesem Trend. Jeder Windows-8-User darf mit seinem "Windows Live"-Account sechs GB Cloud-Speicher verwalten, wovon fünf GB mit Daten von Metro-Spielen und -Apps gefüllt werden können. Der Anwender kann diese Daten nur lesen. Für eigene Informationen wie Speicherstände stehen dann ein GB Cloud-Speicher zur Verfügung. Metro-Games werden die Cloud zudem für die neue Funktion "Continous Play" nutzen. Beendet man eine Windows-8-App, wird ihr aktueller Zustand in der Cloud gespeichert. Nützlich ist das etwa, wenn man auf dem heimischen PC ein Metro-Spiel zockt und dieses später unterwegs auf seinem Smartphone oder Tablet weiterdaddeln möchte. Die optimierte Speicherverwaltung der Metro-Apps verspricht Komfort und mehr Leistung: Schiebt der User eine Metro-App in den Hintergrund, landet sie nach fünf Sekunden im "Suspended Modus" und wird eingefroren. Wird der Hauptspeicher knapp, schließt Windows 8 die App automatisch. Sämtliche Speichervorgänge müssen also vorher abgeschlossen sein.

Fazit

Aktuell schenken sich Windows 7 und Windows 8 bei der Gaming-Perfomance nicht viel. Da die Windows 8 Consumer Preview aber eine Beta darstellt, kann man sich bis zum Release noch einiges an Optimierung erhoffen. Die erhebliche Entschlackung im Vergleich zu Windows 7 sollte reichlich Potenzial bieten, zumal der eigentliche Optimierungsvorgang erst recht kurz vor dem Release die höchste Priorität genießt. Etwas zwiespältig stehen wir dem Konzept der neuen Metro-Spiele gegenüber. So ist es zwar nachvollziehbar, dass Microsoft mit Windows 8 auch im Tablet- und Smartphone-Markt Fuß fassen will, die strengen Restriktionen für die Entwickler und der Zwang zur Touch-Steuerung dürften aber weder den Machern noch den Spielern schmecken. Für Hardcore-Zocker eher uninteressant, für eine Runde Online-Kartenspiel ganz nett ist das plattformübergreifende Multiplayer-Spiel mit asynchronen Titeln. Gespannt sind wir hingegen auf die Xbox Live Web Games, die für ein reichhaltiges Angebot an Free-to-Play-Spielen sorgen dürften.

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