Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

The Last Story: Das letzte große Rollenspiel für die Wii

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test The Last Story | Rollenspiel | Wii  

Das letzte große Rollenspiel für die Wii

29.03.2012, 10:21 Uhr | Olaf Bleich / vb, Medienagentur plassma

The Last Story: Das letzte große Rollenspiel für die Wii. The Last Story (Quelle: Nintendo)

The Last Story (Quelle: Nintendo)

Nur wenige Gamedesigner sind so populär, dass sie auch Otto-Normal-Spieler kennt. Peter Molyneux ("Black & White", "Fable") oder Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") sind solche Ausnahmefälle, aber auch die beiden Japaner Hironobu Sakaguchi und Nobuo Uematsu dürften vielen Spielern ein Begriff sein. Denn Sakaguchi ist geistiger Vater der legendären Rollenspiel-Reihe "Final Fantasy", während Uematsu die Musik für die Serie schrieb. Nun haben sich die beiden Kreativköpfte erneut zusammen getan, um ein Wii-exklusives Rollenspiel zu veröffentlichen. Das Ergebnis heißt "The Last Story" und ist ein durch und durch japanisches Abenteuer-Epos geworden.

Held rettet die Welt

Die Handlung ist so konventionell wie konservativ: Die Fantasy-Insel Lazuli wird von Monstern bedroht, also zieht ein Haufen junger Waisenknaben los, um aufzuräumen. Protagonist des Spiels ist der junge Zael, der unbedingt Ritter werden möchte. Zusammen mit seinen Mitstreitern startet er in Lazuli-Stadt, um Aufträge für den Grafen Arganan zu erledigen. Obwohl die eigentliche Story alles andere als innovativ ist, wachsen einem die verschiedenen Figuren schnell ans Herz. Wie in einem interaktiven Anime-Film wird die Story in aufwändigen Render-Filmen und etlichen Dialogen vorangetrieben. Der Spieler erfährt nach und nach von den Beweggründen der Charaktere und ihren persönlichen Schicksalen. Dabei kommen Herzschmerz und Pathos nicht zu kurz - typisch für japanische Rollenspiele.

Kompakte Spielwelt, fetzige Echtzeitkämpfe 

Bei The Last Story macht der Spieler keine gigantische Welt unsicher, die Handlung konzentriert sich viel mehr auf die Insel Lazulis, die gleichnamige Hauptstadt und deren Umgebung. Die meisten Aufträge, die man in strikt linearer Reihenfolge abklappert, münden in Kämpfen gegen mal kleinere, mal größere Gegner. Im Gegensatz zu den rundenbasierten Kämpfen anderer Mistwalker-Werke wie "The Last Odyssey" finden alle Auseinandersetzungen mit Feinden in Echtzeit statt. Im Kampf kontrolliert man nur Hauptfigur Zael, seine Kumpanen agieren eigenständig und beharken den Gegenüber mit Nahkampfattacken oder Zaubern.

Taktische Möglichkeiten

Im Laufe des Spiels erlernt man diverse Spezialattacken, etwa Wirbel, mit denen man magische Kreise zerstreut. Läuft Zael an der Wand hoch und attackiert von oben, richtet er besonders großen Schaden an. Gut gelungen ist das Deckungssystem: Zael und seine Leute suchen hinter Säulen oder Bollwerken Schutz und locken Gegner mit gezielten Armbrust-Salven an. Wenn die sich ahnungslos nähern, um zu schauen, was los ist, startet der Spieler dann einen Überraschungsangriff und richtet dabei verheerenden Schaden an. Die meisten Standard-Monster halten allerdings nicht mehr als einen Treffer aus. In den Bosskämpfen ist glücklicherweise mehr Taktik vonnöten: Jeder der oft imposanten Obermotze verlangt nach einer speziellen Strategie, die zum einen verstanden und zum anderen auch konsequent umgesetzt werden muss.

Helden-Tuning

The Last Story bietet dem Spieler zahlreiche Möglichkeiten, seine Truppe immer schlagkräftiger werden zu lassen. So steigen die Charaktere Rollenspiel-typisch stufenweise auf, je mehr Kampferfahrung sie haben. Dadurch verbessern sich ihre Statuswerte. Mit Ausrüstung, die man entweder nach Kämpfen erhält oder im Laden kauft, steigert man seine Werte zusätzlich. Außerdem kann der Spieler diverse Items finden, mit denen er Waffen, Rüstungen und Co. ebenfalls bis zu einem gewissen Level aufmotzen darf. Ein bewährtes, aber effektives System.

Individuelle Helden an die Front

Schön für Individualisten: Jede neue Ausrüstung und Waffe erkennt man direkt an den Figuren. Im Menü ist es obendrein möglich, die Kleidung Stück für Stück einzufärben. Auf Wunsch kann der Spieler sogar einzelne Elemente entfernen: Der Umhang verdeckt den Rücken der schönen Calista? Dann weg damit! Wo im Offline-Spiel die Möglichkeit der Individualisierung eine nette kosmetische Spielerei ist, nutzt sie im Mehrspielermodus für bis zu sechs Spieler umso mehr. Tritt man per Internetverbindung in "Schlacht" gegen andere Spieler an oder nimmt es in "Bosskampf" gemeinsam mit einem dicken Monster auf, dann ist es äußerst hilfreich, wenn man seine Figur auf den ersten Blick erkennt. Der Multiplayer-Part ist zwar eine nette Abwechslung, das rund 30-stündige Soloabenteuer bietet aber in jedem Fall deutlich mehr Spielspaß.

Was wir mögen

Die größte Stärke von The Last Story ist die audiovisuell beeindruckende Präsentation: Ob der Spieler die weitläufige Stadt Lazilus erforscht, sich an atmosphärischen Schauplätzen im Kampf gegen fantasievoll designte Monster austobt oder eine der zahlreichen Zwischensequenzen genießt, für Wii-Verhältnisse wird fürs Auge jede Menge geboten. Der epische Orchester-Soundtrack von Nobuo Uematsu ist nicht minder ein Hochgenuss und fügt sich wunderbar in das Fantasy-Setting ein. Da lohnt es sich, ein paar Euro mehr für die Limited Edition des Spiels auszugeben, die neben einer edlen Steelbook-Box und einem Artwork-Booklet den kompletten Soundtrack auf CD enthält. Ebenfalls prima: 40 Nebenmissionen, zahlreiche Ausrüstungsgegenstände und die Möglichkeit zur optischen Helden-Individualisierung sorgen abseits der Haupthandlung für Abwechslung.

Was wir nicht mögen

Die Story mit ihrer "Held zieht aus und rettet die Welt"-Formel ähnelt vielen anderen Genre-Vertretern, allen voran der Final Fantasy-Reihe. Hier hat sich Hironobu Sakaguchi zu sehr an seinen früheren Spielen orientiert. Zudem stört die strikte Linearität der Geschichte: Meist rennt der Spieler einfach nur schlauchförmige Wege entlang, unterbrochen von Kämpfen oder leichten Rätseln. Das spielt sich auf Dauer doch etwas monoton.  

Fazit

The Last Story ist zwar alles andere als innovativ, aber dennoch ein großartiges Rollenspiel. Der Spieler wird trotz der konventionellen Handlung schnell in die Welt des sympathischen Protagonisten Zael hineingesaugt, kämpft sich hochmotiviert in Echtzeit durch Horden von Fantasy-Gegnern und freut sich über jeden Stufenaufstieg seiner Charaktere. Vor allem in Sachen Präsentation eines der aufwändigsten Wii-Werke überhaupt - und das wahrscheinlich letzte große Rollenspiel für die Nintendo-Konsole.

Infos zum Spiel

Titel: The Last Story
Genre: Rollenspiel
Publisher: Nintendo
Hersteller: Mistwalker
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 45 Euro (Limited Edition zirka 55 Euro)
System: Wii
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal