Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Guild Wars 2: Frischer Wind für Online-Rollenspieler

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Preview Guild Wars 2 | Online-Rollenspiel | PC  

Ein neuer Trumpf im Spiel

02.04.2012, 12:14 Uhr | vb / jr, Medienagentur plassma

Guild Wars 2: Frischer Wind für Online-Rollenspieler. Guild Wars 2 (Quelle: NCsoft)

Guild Wars 2 (Quelle: NCsoft)

Der Markt der Online-Rollenspiele wird zwar immer noch souverän von Blizzard und dem Dauerbrenner WoW dominiert, doch der MMOG-Platzhirsch kämpft mit Abo-Rückgängen. Nachdem Biowares Star Wars: The Old Republic bereits Ende 2011 erschien und einen respektablen Start hinlegte, schickt NC Soft im Sommer den Nachfolger zu dem bei den Fans sehr beliebten Guild Wars ins Rennen. Und die Chancen für einen Publikumserfolg stehen nicht schlecht. Erstens verlangt der Hersteller keine monatlichen Gebühren, zweitens sieht Guild Wars 2 so gut aus wie kein anderes MMO, und drittens hebt sich das Spiel durch seinen ungleich dynamischeren Ansatz angenehm von der Rollenspiel-Konkurrenz ab.

Opulente Optik

Bevor wir zu den spielerischen Besonderheiten von Guild Wars 2 kommen, zuerst ein paar Worte zur technischen Umsetzung. Die Macher Arena Net holen aus der selbst entwickelten und im Vergleich zum ersten Teil stark modifizierten "Umbra Engine" Erstaunliches heraus, um den Spielern ein grafisch beeindruckendes Erlebnis zu bieten. Enorm detaillierte Charaktermodelle, butterweiche Animationen, wunderschöne Landschaften und leckere Kampf- und Zaubereffekte machen schon in der Beta-Version einen exzellenten Eindruck, zumal das Geschehen stets flüssig dargestellt wird. Löblich: Guild Wars 2 soll trotz aller optischer Opulenz auch auf Mittelklasse-Rechnern ordentlich laufen.

Die Rassen

Bei der Klassen- und Rassenwahl setzt Arena Net auf eine bunte Mischung. Fünf spielbare Völker wie die kampferprobten Menschen, die empfindlichen Pflanzenwesen Syvari oder die katzenartigen Charr buhlen um die Gunst der Online-Helden. Jedes Volk hat seine eigene Geschichte, verfügt über unterschiedliche Stärken und Schwächen sowie individuelle Städte und Startgebiete. Mit den Zwergen wird es wie im Vorgänger ein weiteres Volk geben, welches man allerdings nicht selbst spielen kann.

Spiele 
Werden Sie Fan!

Gewinnspiele, News, Trailer, Onlinegames und mehr: Besuchen Sie uns auf Facebook und... Das Spiele-Portal von t-online.de bei Facebook

Die Klassen

Nicht weniger breit gefächert sind die acht Charakterklassen, die der Spieler verkörpern kann. Mesmer, Elementarmagier und Nekromant sind in unterschiedlichen Zauber-Spezialgebieten bewandert. Dazu kommt der Ingenieur, der mit Vorliebe mit Sprengstoffen, Gadgets, Elixieren und allerlei einsetzbaren Geräten hantiert. Kämpferischen Naturen dürften Typen wie der sowohl offensiv als auch defensiv versierte Wächter oder der als knallharte Kampfmaschine kreierte Krieger gefallen. Wer’s lieber etwas subtiler angeht, entscheidet sich für den mit Tarnfähigkeiten ausgestatteten Dieb oder den Waldläufer, der Tiere zähmen und als Begleiter im Kampf einsetzen kann. Eine Rassen-Klassen-Beschränkung gibt es in Guild Wars 2 zum Glück nicht - jedes Volk darf hier mit jeder Klasse kombiniert werden.

Questen ohne Stillstand  

Bis hierhin bietet Guild Wars 2 mehr oder weniger den gewohnten Genre-Standard. Spielerisch sticht das Spiel allerdings deutlich aus der Masse hervor. Wo man es in  jedem Online-Rollenspiel seit dem Klassiker "Everquest"  in der Level-Phase via Quest-Hubs ein Gebiet "abarbeitet", ist man in Guild Wars 2 ständig auf Achse. Während der Spieler durch das malerische Fantasy-Reich Tyira streift, stellen sich einem die zu erledigenden Aufgaben wie von selbst - man erledigt sich quasi im Vorübergehen. Mal gilt es, Jäger bei ihrem Tagwerk zu unterstützen und Wildschweine zu erlegen. Dann wiederum soll der Spieler eine Garnison gegen Zentaurenangriffe verteidigen, Graffitis von Wänden wischen und kleine Kinder davon überzeugen, zur Chorprobe zu gehen. Die Belohnung für erledigte Missionen erhält man anschließend in Form von Geld und Erfahrungspunkten per Post zugeschickt. Häufig kann man sich bei komplizierteren Sachverhalten auch mit bestimmten NPCs (Nichtspieler-Charakteren) unterhalten, um Zusatzinformationen zu den Aufgaben einzuholen.

Dynamische Events

Ähnlich flott wie das Absolvieren der Quests funktionieren die "dynamischen Events", in die der Spieler immer wieder verwickelt wird. Betritt man ein neues Areal, bekommt man automatisch Informationen serviert, die einem sagen, was es zu tun gibt. Als Mensch muss man beispielsweise Gebiete und Siedlungen von streitlustigen Angreifern befreien. Abhängig davon, wie viele Spieler in dem entsprechenden Gebiet unterwegs sind und sich an den Kämpfen beteiligen, gewinnt man eine Schlacht oder verliert sie auch mal. Gruppenzwang ist bei diesen Events ein Fremdwort: Jeder Spieler kann einfach nach Lust und Laune ins Gefecht einsteigen und mitkämpfen. Am Ende freuen sich alle Beteiligten über einen Batzen Erfahrungspunkte. Und auch die Beute wird fair aufgeteilt, weil jeder die erledigten Gegner für sich alleine plündern darf.

Jedem Spieler seine eigene Story

Wie gut eine individuelle, auf den Spieler zugeschnittene Handlung in einem Online-Rollenspiel funktionieren kann, das hat Star Wars: The Old Republic eindrucksvoll bewiesen. Arena Net geht bei Guild Wars 2 einen ähnlichen Weg: In Instanzen, die nur der Spieler betreten kann, wird die Handlung weiter erzählt. Zudem bestimmt man schon vor Spielstart seine persönliche Geschichte mit, indem man bei der Charaktererstellung Angaben zur eigenen Vergangenheit macht. Bei jeder Frage wählt man aus einem aus einem Pool von drei Optionen eine aus. Viel hat Arena Net zu dem Story-Feature bislang nicht gezeigt, es dürfte aber eine wohltuende Abwechslung sein, die auch Fans von Solo-Rollenspielen ins Online-Reich Tyira locken könnte.

Vielfältiges Charaktersystem

In Sachen Charakterentwicklung hat Guild Wars 2 jede Menge zu bieten. Es stehen zehn Fertigkeiten parat, die sich in unterschiedliche Kategorien aufteilen und die unterschiedlich erlernt werden. Die Waffenfertigkeiten schalten sich automatisch frei, in dem der Spieler einen Waffentyp benutzt. Das geht vergleichsweise flott, schon nach ein paar Auseinandersetzungen hat man etwa seine fünf unverrückbar festgelegten Pistolen-Fähigkeiten als Ingenieur zusammen. Gleiches gilt für dessen Gewehrkönnen. Mit Stufenaufstiegen schaltet Guild Wars 2 nach und nach vier weitere Slots in der Skill-Leiste frei, in die dann Fertigkeiten gepackt werden, die man sich mit Skillpunkten kaufen muss. Manche Skills benötigen nur einen Zähler, Elite-Fertigkeiten (erst ab Stufe 30 verfügbar) aber bis zu 25. Da man pro Level-Aufstieg aber nur einen dieser Punkte verdient, locken überall in der Welt spezielle Herausforderungen, die einem weitere Punkte einbringen. Mit diesen verfeinert und individualisiert man seinen Charakter nach Lust und Laune.

Was wir mögen

Angefangen bei der für ein Online-Rollenspiel hervorragenden Grafik, über das dank dynamischer Quests und auflockernder Events schnelle Spielgefühl bis hin zur individuellen Spieler-Story und der facettenreichen Charakterentwicklung - Arena Net scheint genau die richtige Mischung gefunden zu haben, um das MMOG-Genre zu bereichern. Die ersten Informationen zum Handwerkssystem, das dem Spieler acht verarbeitende Berufe anbietet, aus denen man zwei wählen darf, klingen ebenfalls prima. Und das Beste daran: Wie schon beim Vorgänger muss der Spieler keine monatlichen Gebühren zahlen.

Was wir nicht mögen

Noch ist sehr wenig über das "Endgame" bekannt, das nach Erreichen der Maximalstufe 80 beginnt. Wie fordernd werden die beiden angekündigten PvP-Modi (Spieler gegen Spieler) sein? Wie sieht’s mit spannenden Gruppen-Instanzen aus? Arena Net hat bereits mitgeteilt, dass es keine Schlachtzüge, sondern lediglich Fünf-Spieler-Dungeons geben wird - das könnte Fans epischer Raids abschrecken. Abzuwarten bleibt auch, ob der neue Quest-Ansatz bei alteingesessenen Online-Rollenspielern gut ankommt, denn die müssen sich an das deutlich höhere Tempo als bei WoW & Co. sicherlich erst mal gewöhnen.

Fazit

Guild Wars 2 sieht famos aus, spielt sich erfrischend anders, hat jede Menge gute Ansätze und ist - vom Anschaffungspreis fürs Hauptspiel abgesehen - kostenlos. Das alles stimmt positiv. Jetzt müssen die Entwickler von Arena Net nur noch ihren ehrgeizigen Kurs beibehalten und zum Start genügend Content liefern, damit das Spiel auch langfristig motiviert. Übrigens: Weitere Infos zum Game, PVP, Klassen, Quests und der Story haben unsere Kollegen vom Gamesload-Blog hier gesammelt.

Infos zum Spiel

Titel: Guild Wars 2
Genre: Online-Rollenspiel
Publisher: NC Soft
Hersteller: Arena Net
Release-Termin: 30. Juni 2012
Preis: zirka 50 Euro
System: Windows-PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Wertung: Gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige


Anzeige
shopping-portal