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Spieltest zum Jump'n'Run FEZ: Zauberhaftes Spiel für Games-Nostalgiker

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Test FEZ | Jump'n'Run | Xbox 360  

"FEZ": Zauberhafter Spaß für Games-Nostalgiker

18.04.2012, 11:30 Uhr | Volker Bonacker / jr

Spieltest zum Jump'n'Run FEZ: Zauberhaftes Spiel für Games-Nostalgiker. FEZ (Quelle: Polytron)

FEZ (Quelle: Polytron)

Was lange währt, wird endlich "FEZ". Das seit fünf Jahren in Entwicklung befindliche Independent-Game ist via Xbox Live Arcade erschienen. Schon vor dem Release des Jump'n'Run-Spiels war der Hype groß: Mit zahlreichen Auszeichnungen überhäuft, ohne überhaupt erschienen zu sein, stiegen die Erwartungen an das ungewöhnliche Plattform-Game in Retro-Optik ins Unermessliche. Nun stellt sich Macher Phil Fish mit dem fertigen Produkt den Kritikern. Stellt sich die Frage: Hat sich das lange Warten tatsächlich gelohnt?

M.C. Escher lässt schön grüßen

Wer mit Spielen wie "Echochrome" oder Crush 3D vertraut ist, kann diesen Absatz, der sich der Spielmechanik widmet, überspringen. Denn die ähnelt den genannten Spielen frappierend. Per Knopfdruck wird die eben noch zweidimensionale Welt um die Vertikale rotiert. Das macht sie dreidimensional und eröffnet in M.C. Escher-Manier nicht nur neue Wege, sondern trägt auch zur Lösung diverser Rätsel bei. An deren Ende erhält man kleine, goldfarbene Würfel. Acht davon bilden einen großen Würfel, von denen es wiederum insgesamt 32 zu finden gilt. Und das war's auch schon: Kämpfe und Bossfights sind nicht vorgesehen, Zeitvorgaben schon gleich gar nicht. Die Spielwelt ist friedlich, die Absicht klar: Das hier soll eine entspannte Sache werden.

Viele Wege stehen offen

Kommt die kleine Spielfigur Gomez, die vom Spieler übernommen wird, einmal vom Pfad der Tugend ab, so hat das weiter keine Auswirkungen. Die wenige Pixel große Figur beginnt dann den entsprechenden Abschnitt nochmal. Leben gibt's unendliche viele, auch hat man auch hier keinerlei Stress. Die aufzufindenden Würfel sind - neben weiteren Items wie Schlüsseln, Schatzkarten und Artefakten - quer durch die Spielwelt verstreut. Diese wiederum besteht zahlreichen kleinen Gebieten. Die Abschnitte sind miteinander verwoben und können nicht-linear angegangen werden. Ist eine Aufgabe mal zu kniffelig, versucht man es eben woanders. Scheitern oder frustriert aufgeben muss in FEZ niemand.

Der Touch der Erinnerung

Von der ersten Sekunde an auffällig ist der knallbunte, in grobpixeliger Auflösung gehaltene Retro-Grafik inklusive der Anspielungen auf zahlreiche Spiele aus jüngeren Tagen des Mediums. Man wird geradezu überdeutlich darauf hingewiesen, dass hier eine Reise auf dem Nostalgie-Ticket stattfindet. Zusammen mit dem Chiptunes-Soundtrack und dem netten Helden ergibt sich ein Gesamtpaket, das an Jump'n'Run-Spiele aus Kindheitstagen erinnert. So das entsprechende Alter vorhanden ist. Jüngere Zocker werden zwar auch eine interessante Spielerfahrung haben, allerdings wird sie ein wenig von der abweichen, die ein 25- oder 30-Jähriger mit FEZ hat.

Mit Stift und Zettel

Erfahrenere Zocker freuen sich über den hohen Wiederspielwert von FEZ. Mit der erste Runde ist man recht zügig durch, denn allzu schwer aufzufinden sind die geforderten 32 Würfel eigentlich nicht - ein geschickter Schachzug, mit dem Designer Phil Fish für Frustvermeidung sorgt. Wem das Erreichen des Abspanns aber nicht genügt, der kann umgehend ein "Newgame+" benanntes, erneutes Spiel anfangen, um sämtliche noch verbleibenden Inhalte zu finden. Dort warten dann auch neue Features, mit denen die verbleibenden, teilweise recht knackigen Rätsel angegangen werden können. Die haben es durchaus in sich: Stift und Zettel sollte man ein ums andere Mal parat halten, um verschiedene Kombinationen vorab auf dem Papier durchzuspielen und anschließend im Game auszuprobieren. Wie in alten Tagen eben.

Was wir mögen

Nimmt man alles zusammen, dann entpuppt sich FEZ als leicht erlernbares, aber schwer zu meisterndes Spiel. Eines, das Retro-Gamer in glückselige Kindheitstage zurückversetzt - Highscore-Liste zum Prahlen im Freundeskreis inklusive. Dank mannigfaltiger Herausforderungen ist für langen Spielspaß gesorgt.

Was wir nicht mögen

Trotz fünf Jahren Entwicklungszeit: Die technische Umsetzung ist nicht frei von Mängeln. Gelegentlich kommt es doch zu einem merklichen Einbruch der Framerate - das Spiel ruckelt, und das nervt. Laut Phil Fish sind die Probleme jedoch bekannt und ein Patch bereits in Arbeit.

Fazit

Ungewöhnlich, schön, einzigartig: FEZ ist ein charmantes Spiel, das über Stunden zu beschäftigen weiß. Und das auf wunderbare Weise, denn Zeitdruck und Stress bleiben hier außen vor. Gut so, denn das macht das Lösen der Rätsel zu einer entspannten Feierabendbeschäftigung, die dank Retro-Flair ein ums andere Mal verzaubert.

Infos zum Spiel

Titel: FEZ
Genre: Jump'n'Run
Publisher: Polytron
Hersteller: Polytron
System: Xbox 360
Release: Im Handel
Preis: 800 Microsoft-Punkte (10 Euro)
USK-Freigabe: Nicht eingestuft
Wertung: Sehr gut

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