Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Dishonored: Ein übernatürlicher Rachefeldzug

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

First Look Dishonored | Action | PC, PS3, Xbox 360  

Ein übernatürlicher Rachefeldzug

26.04.2012, 11:32 Uhr | Volker Bonacker (ams / jr)

Dishonored: Ein übernatürlicher Rachefeldzug. Dishonored (Quelle: Bethesda)

Dishonored (Quelle: Bethesda)

Ein Attentäter mit übernatürlichen Kräften auf Rachefeldzug in einer Stadt, deren Look irgendwo zwischen "Metropolis", dem viktorianischen London und Bioshock liegt - klingt abgefahren? Das ist noch nicht mal der Anfang. Mit "Dishonored" hat Bethesda einen ungewöhnlichen, deshalb aber nicht minder faszinierenden Action-Titel für PC, PS3 und Xbox 360 in Arbeit, in dem der Spieler eine Tour de Force nach eigenem Gutdünken gestaltet. Soll's eine leise Abrechnung werden oder ein bleihaltiges Spektakel? Wer die Wahl hat, hat die Qual - wenigstens ein bisschen. Wir haben uns im Rahmen einer Präsentation einen ersten Eindruck vom Spiel verschafft und verraten, ob Hit-Potenzial vorhanden ist.

Zum Kaiserinnenmörder gemacht

Das Ziel, ein Badehaus, liegt gegenüber auf der anderen Straßenseite. Schwer bewacht stellt sich die Frage: Wie gelangen unser Held dort hinein? Halt. "Held" ist eigentlich die falsche Beschreibung, übernimmt der Spieler in Dishonored doch die Rolle eines zu unrecht Beschuldigten. Corvo Attano, so sein Name, soll Jessamine Kaldwin, die Regentin der finsteren Metropole Dunwall, auf dem Gewissen haben. Entehrt und von seinem Posten als Gardist entbunden, sinnt er nur noch auf eines: Rache. Dabei kommt ihm ein finsterer Unbekannter gelegen, der ihn mit Superkräften versieht und zum Schattenwesen macht. Sein früheres Dasein endet mit der Sekunde, als er sich eine Maske aufzieht und zum Attentäter avanciert. Der Kampf gegen die tyrannische Regierung, die neben einer tödlichen Seuche die größte Plage der Stadt Dunwall ist, beginnt.

Düstere Zeiten

Zurück also zur Frage, wie wir Attano ins Badehaus bekommen. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Mission spielt Dishonored seinen größten Trumpf aus: Vielfalt. Denn wie auch immer man vorgehen will, das Spiel macht's möglich. Zunächst wird die leise Variante gezeigt: Über die Spezialfähigkeit "Teleport" zoomt man sich von einem Ort zum anderen, in diesem Fall auf einen Vorsprung, der zu einem Seiteneingang des Badehauses führt. Dort hinein geschlichen läuft uns eine Ratte über den Weg, nichts Ungewöhnliches in den düsteren Zeiten, in denen Dishonored spielt. Aber nützlich, denn mittels "Beherrschung", der nächsten Superkraft, übernehmen wir das Seuchen bringende Tier einfach und laufen fortan in der Rolle der Ratte weiter. Das bringt schließlich den Vorteil, dass Feinde den Assassinen nicht wahrnehmen - es sei denn, sie treten aus versehen auf seine neue Gestalt.

Spiele 
Werden Sie Fan!

Gewinnspiele, News, Trailer, Onlinegames und mehr: Besuchen Sie uns auf Facebook und... Das Spiele-Portal von t-online.de bei Facebook

Rattenattacke

Hat man den Körper der Ratte verlassen und ist wieder als menschlicher Killer unterwegs, geht's in Kombination diverser Spezialfähigkeiten weiter: Ist "Nachtsicht" aktiviert, werden Gegner farblich besonders hervorgehoben und ihr Sichtbereich angezeigt. Das ermöglicht es, sich noch effektiver heranzuschleichen und einen nach dem anderen auszuschalten. Ohne tödliche Gewalt, versteht sich. Denn Dishonored wird sich, das verkünden die Macher nicht ohne Stolz, ohne unnötige Gewalt jenseits der Aufträge durchspielen lassen. So erwischt man die gegnerische Wache eben mit einem Betäubungspfeil aus der Armbrust des Attentäters. Denn konventionelle Fernwaffen finden sich ebenfalls in dessen Repertoire. Voll upgradefähig und mit verschiedenen Munitionsarten versehen, versteht sich. Bioshock lässt schön grüßen.

Verdampfte Gegner

Endlich vorbei an allen Wachen, ist das Ziel zum Greifen nahe: Die Gebrüder Pendleton stehen auf der Liste der zu erledigenden Aufgaben ganz oben. Einer der beiden amüsiert sich just in der Sauna mit einer Gespielin - mit erwachsenen Themen geizt das Spiel nicht. Statt hineinzustürmen und ihm blutig den Garaus zu machen, gehen wir's subtiler an: Türe versperren, Dampf voll aufdrehen, und wenige Sekunden später ist das Ziel der Mission im wahrsten Sinne des Wortes erledigt. Den Bruder erwischt es Minuten später nicht weniger effektreich: Mittels "Windstoß"-Fähigkeit wird er durch das Fenster seines Zimmers auf eine Balustrade und von dort aus in den Abgrund geblasen. Ganz leise läuft es dann übrigens doch nicht ab: Bei der anschließenden Flucht überrascht ein Trupp Wachen den Helden. Der verlangsamt deren Bewegungen einfach mittels einer weiteren Superkraft und erledigt so gleich drei auf einen Schlag, noch ehe auch nur einer von ihnen zum Schwert greifen kann. Und damit ist der Auftrag heimlich, still und leise zu Ende.

Liebe zur Metropole

Rund 13 Missionen sollen im fertigen Spiel enthalten sein, alle werden linear angegangen. Eine offene Spielwelt ist nicht vorgesehen, stattdessen beginnt man vom immer gleichen Punkt aus, dem "Hound Pits"-Pub, einer verlassenen Kaschemme irgendwo in Dunwall. Möglichkeiten zum Verstecken gibt's genug: Die Stadt ist so düster, wie man sich eine Metropole zur Zeiten des viktorianischen Englands nur ausmalen kann. Rauchschwaden in der Luft, schmutzige Gebäude - und viel Liebe zum Detail. Jedes Setting soll einzigartig ausfallen, hier gehen die Macher mit großer Liebe ans Werk und haben sich über wochenlange Trips durch England zahlreiche Eindrücke verschafft. Das sieht man dem Spiel schon zur aktuellen Alpha-Built-Phase an. Optisch wird Dishonored eine einzigartige, bis dato unvergleichbare Reise. Dazu tragen auch die zahlreichen Steampunk-Elemente bei: Dunwall ist von allerlei seltsamer Technik durchzogen. Soldaten, die auf Metallstelzen laufen und ein wenig an die dreibeinigen Marsianer aus "Krieg der Welten" erinnern, sind da noch die kleinste optische Überraschung.

Dampfwalzen-Taktik

Wir spielen die gleiche Mission abermals, dieses Mal jedoch auf Action getrimmt. Ins Badehaus stürmen, Wachen mit tödlichen Pfeiltreffern ausschalten, per Windstoß von Dächern katapultieren, mit dem Schwert attackieren oder mit zusätzliche Waffen wie einer - selbstredend im Steampunk-Stil gehaltenen - Schrotflinte erledigen - solche Aktionen stehen hier auf der Tagesordnung. Dazu gesellen sich Granaten, Minen und die Möglichkeit, eine Rattenplage heraufzubeschwören, die den Feinden dann äußerst effektiv einen weniger angenehmen Tod beschert. Mit der Waffe in der rechten und den Spezialfähigkeiten in der linken Hand ist die Vielfalt an Kombinationen gigantisch. Schön: Treffer heilen sich nicht von selbst, hier gilt es, Tränke zu brauen. Die werden auch zum Auffüllen der Magieleiste benötigt, denn sämtliche Superkräfte verbrauchen unterschiedliche Mengen davon. Wie man es auch angeht, Auswirkungen lassen nicht lange auf sich warten: Drei verschiedene Enden sind abhängig von den Entscheidungen und der Herangehensweise des Spielers geplant. Bis dahin feilt man an seinen Features: Über ein Währungssystem ist es möglich, die Kräfte zu steigern. Welche davon, entscheidet man selbst, abhängig vom eigenen Spielstil.

Was wir mögen

Dunwall sieht fantastisch aus, und die Vielfalt an Möglichkeiten, wie Corvo Attano seine dreckigen Jobs erledigen kann, versprechen Langzeitbegeisterung. Die Macher Arkane Studios - darunter Mitwirkende von "Half-Life 2" bis "Dark Messiah of Might & Magic" - beweisen ein feines Gespür für glaubwürdige Spielwelten und ein erwachsenes Setting. Vor allem die Mischung aus Steampunk und Industrialisierung geht auf.

Was wir nicht mögen

Wie stark sich das Vorgehen auf die Entwicklung auswirkt, muss Dishonored noch zeigen. Auch, ob sich die unterschiedlichen Herangehensweisen wirklich unterschiedlich anfühlen oder mehr kosmetischer Natur sind. Zuletzt stellt sich die Frage, ob Linearität im Missions-Design statt offener Welt sich nicht als Stolperstein erweist.

Fazit

Dishonored hat einen guten Eindruck hinterlassen. Mehr noch: Bethesdas Mut, in Zeiten grassierenden Sequel-Wahns ein derart sperriges, eigenständiges Projekt aus dem Boden zu stampfen, ist lobenswert. Einzelspielern steht eine packende Rachegeschichte ins Haus, die definitiv das Zeug zu einem der Geheimtipps des Jahres hat.

Infos zum Spiel

Titel: Dishonored
Genre: Action
Publisher: Bethesda
Hersteller: Arkane Studios
Release: 2012
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

Shopping
Macht den Kaffeemoment zur besten Zeit des Tages

Siemens Kaffeevollautomat der EQ Serie: Erfahren Sie vollendeten Kaffeegenuss. von OTTO

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal