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First Look zum Rollenspiel Fable The Journey von Microsoft für die Xbox 360

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First Look Fable: The Journey | Rollenspiel | Xbox 360  

Der reitende Magier

03.05.2012, 12:05 Uhr | (jr / ams), Medienagentur plassma

First Look zum Rollenspiel Fable The Journey von Microsoft für die Xbox 360. Fable: The Journey (Quelle: Microsoft)

Fable: The Journey (Quelle: Microsoft)

Designer-Legende Peter Molyneux ("Populous", "Black & White") ist für seine vollmundigen Ankündigungen bekannt. Des Öfteren hat er neue Projekte im Vorfeld als wegweisend angepriesen, am Ende blieben dann aber meist doch "nur" gute bis sehr gute Games übrig. Stellvertretend dafür stehen die drei "Fable"-Rollenspiele, bei denen er zwar ausgezeichnete Fantasy-Kost ablieferte, die versprochenen Innovations-Höhenflüge aber ausblieben. Alles Schnee von gestern, sagt Molyneux, der auf dem "Microsoft Spring Showcase" in San Francisco den neuesten Fable-Sprössling präsentierte. "Fable: The Journey" erscheint exklusiv für die Xbox 360 und macht ausgiebigen Gebrauch von Microsofts Bewegungssteuerung Kinect.

Rückkehr nach Albion

Schauplatz von "Fable: The Journey" wird wieder das von den Vorgängerspielen her vertraute Fantasy-Reich Albion sein. Hier steuert der Spieler den jungen Gabriel, der auf der Flucht ist, nachdem sein Stamm ausgelöscht wurde. Mit seinem Pferd und einem Wagen reist er kreuz und quer durch die farbenfrohen Landschaften. Obwohl Molyneux in San Francisco nur rund 15 Minuten seines neuen Spiels zeigte, reichten diese aus, um eindrucksvoll den neuen Steuerungs-Ansatz und das Kampfsystem zu demonstrieren. Via Kinect lenkt man sein Zugtier so, als ob man selbst die Zügel in seinen Händen halten würde. In der Praxis funktioniert das wie folgt: Mit ruckartigen Bewegungen nach vorne beschleunigt der Spieler; zieht er seine Hände zurück, bringt er sein Ross zum Stehen. Verschiebt man seine Arme seitlich, läuft das Pferd in die vom Spieler vorgegebene Richtung. Auf den Wegen gibt es grüne Kugel zu sammeln, die als Erfahrungspunkte dienen.

Das Glück der Erde...

Laut Molyneux soll die emotionale Beziehung zum Tier im Spiel von großer Bedeutung sein. Dies unterstreicht eine Szene aus der Präsentation, in der Gabriel in einen Hobbs-Hinterhalt reitet. Die wuseligen Wesen nehmen den Helden aus der Deckung mit Pfeil und Bogen unter Beschuss. Der Spieler hat nun die Qual der Wahl: Entweder galoppiert er mit Volldampf durch die Monster-Meute hindurch und treibt so sein Pferd bis zur Erschöpfung. Oder er lässt es gemäßigt traben, riskiert so aber, dass sein Begleiter von Pfeilen getroffen wird. Ist letzteres der Fall, muss Gabriel die Pfeile aus dem Tier herausziehen und die Wunden durch Streicheln des hervorragend animierten Fells heilen. Im Verlaufe des Spiels gilt es zum Beispiel auch, Futter für den Begleiter aufzutreiben. Der Spieler soll sich für das Wohlergehen des vierbeinigen Begleiters verantwortlich fühlen.

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Lieber zaubern als zuschlagen

Neben der Kinect-Steuerung wird es in "Fable: The Journey" eine weitere einschneidende Neuerung geben: In den Kämpfen kommen keine Schwerter und Schusswaffen mehr zum Einsatz. Stattdessen setzt der Spieler ausschließlich auf seine magischen Fähigkeiten. "Wir hätten Nahkampfwaffen machen können, aber diese eine Sache, die mich an Nahkampfwaffen stört, und auch bei Schusswaffen, ist, dass das menschliche Gehirn einen Rückstoß erwartet", begründet Molyneux diese Design-Entscheidung. Dafür soll Kinect in den magiebetonten Auseinandersetzungen eine umso wichtigere Rolle spielen: Während der Demonstration ließen sich durch eine Vorwärtsbewegung mit der rechten Hand Feuer- und Energiebälle werfen. Wenn mehrere Feinde auftauchen, spielt auch die Richtung der Bewegung eine Rolle. Je schneller der Spieler dabei den Arm nach vorne bewegt, desto heftiger schlagen auch die magischen Geschoße bei den Gegnern ein.

Die Umgebung manipulieren

Mit der linken Hand führt Gabriel eine an Tentakeln befestigte Kugel, mit der sich neben Gegnern auch Objekte in der Welt umwerfen lassen. In der Präsentation kam das Utensil bei einem Kampf gegen ein Raubtier zum Einsatz, das sich zur Verteidigung hinter Säulen versteckte. Mit einem Schwung der Kugel ließ sich eine der Säulen zum Einsturz bringen, worauf die Wildkatze von den herunterfallenden Steinen erschlagen wurde. Neben zahlreichen Kämpfen wird es kleine Rätsel geben. So musste der Held eine Tür öffnen, indem er vier Schalter mit Magie berieselte. Dies klingt erst mal nicht sonderlich komplex - was sich im weiteren Spielverlauf aber noch ändern soll.

Linearität? Nein, danke!

Auf der Übersichtskarte sind sämtliche bereits berittenen Wege gelb eingezeichnet, wobei der Abschnitt, in dem sich der Spieler befindet, mit einer unterbrochenen Linie dargestellt ist. Dabei soll das Spiel keinesfalls linear verlaufen. So waren in ganz Albion auch Abzweigungen auszumachen, was darauf schließen lässt, dass man im fertigen Spiel das Königreich völlig frei erkunden wird. Weiterhin sollen neben zahlreichen Missionen auch Tempel und unterirdische Dungeons ihren Weg ins Spiel finden. Lionhead verspricht dabei jede Menge spielerische Freiheiten: Es soll keinen fix vorgegebenen Lösungsweg geben, um "Fable: The Journey" erfolgreich durchspielen zu können.

Was uns gefällt

Was man bislang von "Fable: The Journey" sehen konnte, ist vielversprechend: Die Kinect-Steuerung wirkt nicht aufgesetzt, sondern ist ein integraler Bestandteil des Spielererlebnisses. Ob auf dem Rücken seines Pferdes oder im Kampf, alle Aktionen gehen flüssig von der Hand. Die Grafik hinterlässt ebenfalls einen tollen Eindruck: Die Optik wirkt detailreicher als in den Vorgängern, und insbesondere das Pferd sieht erstklassig aus. Auch die magischen Effekte, mit denen der Spieler seine Feinde und die Umgebung eindeckt, können sich sehen lassen.

Was uns nicht gefällt

Peter Molyneux möchte den Spielern dank der Kinect-Steuerung und etlicher Wahlmöglichkeiten, wie er eine Situation meistert, gänzlich neue spielerische Möglichkeiten bieten. Ob dies gelingt, bleibt erst mal abzuwarten. Bisher traten bei vergleichbaren Versuchen spätestens dann, wenn es auf Tempo und Präzision ankommt, die ersten Schwierigkeiten auf. Schade auch, dass sich die Kämpfe rein auf Magie fokussieren und Schwert-Helden außen vor bleiben sollen. Auch dass der typische schwarze Humor diesmal zu Gunsten eines familienfreundlicheren Spielerlebnisses wegfallen soll, gefällt nicht jedem.

Fazit

Lionheads neues Rollenspiel könnte Kinect einen kräftigen Anschub verpassen: Die Steuerung funktioniert prima, das Spielgefühl ist erfrischend anders. Dank der riesigen Spielwelt und jede Menge Erkundungs- und Aktionsmöglichkeiten steht einem epischen Fantasy-Abenteuer nichts im Wege. Und die Bindung zum eigenen Pferd ist allem Anschein nach hervorragend umgesetzt worden. Dennoch könnten die rein auf Magie basierenden Kämpfe Fans der Schwert- und Waffen-Gefechte in den Vorgängern ebenso abschrecken wie der Kinect-Zwang.

Infos zum Spiel

Titel: Fable - The Journey
Genre: Rollenspiel
Publisher: Microsoft
Hersteller: Lionhead Studios
Release: 2012
Preis: Noch nicht bekannt
System: Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Gut

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