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Dragon's Dogma: Preview zum Rollenspiel für PS3 und Xbox 360

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Preview Dragon's Dogma | Rollenspiel | PS3, Xbox 360  

Ein Herz für Drachen

09.05.2012, 15:34 Uhr | (jr / ams), Medienagentur plassma

Dragon's Dogma: Preview zum Rollenspiel für PS3 und Xbox 360. Dragon's Dogma (Quelle: Capcom)

Dragon's Dogma (Quelle: Capcom)

Wenn sich zwei begnadete Kreativ-Köpfe wie Hiroyuki Kobayashi ("Resident Evil 4", "Devil May Cry 4") und Hideaki Itsuno ("Devil May Cry 3 + 4") zusammentun, um ein neues Spiel zu entwickeln, dann darf man Großtaten erwarten. Gesagt, getan: Was Capcom mit "Dragon’s Dogma" für PS3 und Xbox 360 abliefert, ist für alle Fans actiongeladener Fantasy-Rollenspiele wahrlich ein Grund zur Freude. Denn das als "Open World"-Game angelegte Abenteuer sieht nicht nur prima aus, sondern bietet obendrein packend inszenierte, impulsive Kämpfe und enorm viel spielerische Freiheit bei der Erkundung der riesigen Spielwelt.

Feuriger Einstieg

Der Held des Spiels heißt Arisen. Der stürzt sich mutig in ein gefährliches Abenteuer, um einen mysteriösen Drachen aufzuspüren und zu töten. Das Schuppentier verwüstet nämlich zu Spielbeginn sein Heimatdorf und raubt ihm zu allem Überfluss auch noch sein Herz. Das hätte Arisen dann schon ganz gerne zurück. Diese erste Sequenz im Prolog, wenn man dem riesigen Feuerspucker gegenübersteht, sorgt für wohlige Fantasy-Stimmung. Zwar verliert der Spieler den Kampf zwangsläufig, aber der Einstieg ist so gekonnt wie spektakulär inszeniert und weckt Lust auf die kommenden Stunden.

Held Marke Eigenbau

Bevor es im Spiel selbst dann richtig zur Sache geht und man seinen ersten Kampf mit dem Drachen austrägt, gilt es, sich im umfangreichen Editor seinen ganz persönlichen Recken zusammenzubasteln. Unter anderem darf man Geschlecht, Stimme, Körperbau und Gesicht bestimmen. Wer sich damit nicht lange aufhalten will, lässt vom Spiel auf Knopfdruck einen zufälligen Charakter kreieren. Danach entscheidet man sich für eine Klasse. Hier sind konventionelle Fantasy-Archetypen wie Kämpfer, Waldläufer oder Magier im Angebot. Diese unterscheiden sich vor allem in Bewaffnung und einzelnen Fähigkeiten. Der Kämpfer stürzt sich mit Panzerung und Schwert ins Abenteuer, der Waldläufer setzt dagegen auf Bogeneinsatz sowie kleinere Säbel, und der Magier heizt seinen Gegner mit Zaubersprüchen ein.

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Schlaufe Helfer

Eine wichtige Rolle spielen die KI-Begleiter, die so genannten "Pawns", die der Computer übernimmt. Der Spieler hat stets seine Pawns im Schlepptau, die ihm im Kampf gegen allerlei Kreaturen wie Goblins, Chimären, Greifen oder Drachen hilfreich zur Seite stehen und dabei größtenteils automatisch agieren. Und das ziemlich clever: Angriffe werden eigenständig und nicht in Suizid-Manier ausgeführt; der Magier balanciert etwa geschickt zwischen Angriff, Heilung und dem Management seiner Ressourcen. Alternativ kann man mit den KI-Kumpels direkt interagieren und ihnen Kommandos erteilen.

Jeder Pawn tickt anders

Die Pawns haben jeweils eigene Stärken und Schwächen und eignen sich für bestimmte Aufgaben besonders gut. Manche sind kompetente Kämpfer, andere sind findige Magier oder können Auskunft darüber geben, wo die Schwachstellen eines Gegners liegen. Die KI-Kumpels rekrutiert der Spieler über so genannte "Rift Stones" in einer Gilde. Damit man stärkere Pawns an seine Seite bitten kann, ist aber ein entsprechender Rang vonnöten - mächtigere Pawns gibt es also nicht sofort. Kurz nach Spielbeginn erstellt man seinen Hauptbegleiter, der dem Spieler von nun an über das gesamte Spiel folgt und an seiner Seite kämpft. Das funktioniert ähnlich wie beim Hauptcharakter. Idealerweise gibt man dem Haupt-Pawn eine ergänzende Klasse. Hat man etwa selbst einen Kämpfer gewählt, bietet sich der Waldläufer an, der zusätzliche Angriffskraft im Kampf spendiert.

Dynamische Kämpfe

Apropos Kampf: Die Echtzeit-Gefechte spielen sich schön actionreich, sind aber dank gewitzter Feinde nie anspruchslos. Es gibt verschiedene Angriffe, darunter einfache Hiebe oder komplexere Kombinationen. Die Pawns mischen fleißig mit, treffen gut und halten dem Spieler den Rücken frei. Mit jedem erledigten Feind sackt man Erfahrungspunkte ein, die man später in neue Fähigkeiten (wie zum Beispiel einen Pfeilhagel) investieren kann. Der Spieler kann neue Talente aber auch von anderen Personen lernen - gegen eine kleine Gebühr, versteht sich.

Lebendige Spielwelt

Der Rollenspiel-Anteil von Dragon’s Dogma kommt vor allem in den Städten zur Geltung, in denen man mit NPCs ("Non-Player Characters") plaudert und sich in speziellen Shops neue Ausrüstung besorgt. Schön für Entdecker: Die Spielwelt ist nicht linear angelegt. will heißen: Man erforscht die XXL-Areale nach Lust und Laune. Dabei sorgt ein dynamischer Tag-Nacht-Wechsel im 24-Stunden-Zyklus für zusätzliche Atmosphäre, wobei der Spieler je nach Tageszeit auf andere Monster trifft und die Bewohner selbstständig ihren Tätigkeiten nachgehen. Aber nicht nur spielerisch, auch audiovisuell ist Dragon’s Dogma ein Highlight: Die "MT Framework"-Engine zaubert sehenswerte Umgebungen, knackige Kampf- und Zaubereffekte sowie geschmeidige Charakteranimationen auf den Bildschirm. Passend dazu gibt’s hunderte komplett vertonte NPCs und einen stimmigen Soundrack, der sich perfekt in das Fantasy-Szenario einfügt.

Was uns gefällt

Dragon’s Dogma hat viele gute Zutaten im Gepäck. Dazu gehören das ausgereifte Pawn-System, die actionreichen, aber nie drögen Kämpfe, die vor allem gegen dicke Endgegner mächtig Spaß machen, oder die frei erkundbare Spielwelt mit ihrem Tag-Nacht-Zyklus. Wer Fantasy mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Capcom verspricht insgesamt rund 200 Stunden Spielzeit - für genügend Unterhaltung sollte also in jedem Fall gesorgt sein.

Was uns nicht gefällt

Trotz des guten Grafik-Gesamteindrucks muss Capcom noch ein wenig an der Technik feilen. Beim Probespiel fielen einige Ungereimtheiten - etwa sporadische Clipping-Fehler und holprige Animationen - auf. Die Umgebungen dürften obendrein gerne noch etwas detailreicher sein. Schade auch, dass kein Multiplayer-Modus geplant ist. Man darf sich die Pawns anderer Spieler zwar online "ausleihen" und mit ins eigene Abenteuer nehmen, aber das ist nur ein sehr schwacher Trost für die fehlende Koop-Action.

Fazit

Anspruchsvolle, gut in Szene gesetzte Kämpfe mit taktischer Note, dazu viel Freiheit beim Erkunden der großzügigen Spielwelt, eine starke Präsentation und eine tadellose KI: "Dragon's Dogma" macht sehr vieles richtig. Spannend zudem: Jede Entscheidung des Spielers soll sich auf den Fortgang der Story auswirken. Versprochen haben das schon viele. Wie gut dieses System letztendlich tatsächlich funktioniert, können Xbox 360- und PS3-Spieler ab dem 25. Mai selbst ausprobieren.

Infos zum Spiel

Titel: Dragon's Dogma
Genre: Rollenspiel
Hersteller / Publisher: Capcom
Release: Im Handel
Preis: zirka 55 Euro
System: PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Einschätzung: Sehr gut

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