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Spieletest zum Action-Rollenspiel Diablo 3 für PC und Mac von Blizzard

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Test Diablo 3 | Action-Rollenspiel | PC, Mac  

Hinabgestiegen in die Hölle

18.05.2012, 12:43 Uhr | Simone Schreiber (jr / ams), Medienagentur plassma

Spieletest zum Action-Rollenspiel Diablo 3 für PC und Mac von Blizzard. Diablo  3 (Quelle: Blizzard)

Diablo 3 (Quelle: Blizzard)

Zwölf lange Jahre mussten Fans des Höllenfürsten warten, bis Hersteller Blizzard endlich den dritten Teil eines der erfolgreichsten Hack’n’Slay-Spiele aller Zeiten rausrückte. Die Wartezeit überbrückten die Spieler, indem sie die ersten beiden Teile noch zigmal durchspielten, die eigenen Erwartungen schürten und jeden Screenshot und Infohappen wie ein Schwamm aufsogen. Jetzt ist Diablo 3 für PC und Mac endlich da, und die große Frage lautet: Hat sich das Warten auf das Action-Rollenspiel wirklich gelohnt?

Krieger des Lichts

Diablo 3 beginnt genau wie seine Vorgänger: Das Böse ist erneut über die Welt Sanctuario hereingebrochen, und Dämonen, Untote und andere Monster streifen blutgierig durch Wälder und Wiesen. Ein mutiger Held muss her, um das Land von der Höllenbrut zu befreien und der Ursache für das Chaos auf den Grund zu gehen. Im düsteren Startbildschirm hat der Spieler die Wahl zwischen fünf Heldenklassen, alle mit eigenen Fähigkeiten, Ressourcen und Kampfstilen ausgestattet. Der Barbar ist beispielsweise ein dickhäutiger Nahkämpfer, der nahezu jeden Schlag wegsteckt und mit seiner Zweihandaxt gewaltig austeilt. Der beliebte Dämonenjäger benutzt zwei unterschiedliche Ressourcen für wirksame Angriffe mit seiner Armbrust oder taktische Fallen, während sich der Hexendoktor Hilfe aus dem Jenseits heraufbeschwört. Mönch und Zauberer komplettieren das Klassenangebot. Erstmals ist jeder Held wahlweise als Mann oder Frau auswählbar - hier zeigt sich der erste Fortschritt im Vergleich zu den Vorgängern.

Hacken und Erschlagen

Am grundlegenden Spielprinzip hat sich auf den ersten Blick nichts geändert. Der Spieler steuert seinen Helden mit den Maustasten durch die isometrische Spielwelt und benutzt selbige auch für die beiden wichtigsten Angriffe. Viel mehr als Laufen und Angreifen braucht man zunächst auch nicht, denn bei Diablo 3 ist und bleibt das "Hack & Slay"-Prinzip uneingeschränkt weiter gültig. Zu Beginn klickt man nur wild mit der Maus herum, bis die heranschlurfenden Zombies und ihre Kollegen aus derselben Preisklasse genug eingesteckt haben und irgendwann umfallen. Sobald die Gegner - und auch der eigene Held - stärker werden, ist etwas mehr Geschick gefragt. Hat man die Gegner zu Schwefel und Asche verarbeitet, wandern Erfahrungspunkte auf das Heldenkonto. Und nicht nur das: Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände, Tränke und Goldstücke prasseln zu Boden und können eingesammelt werden. Das eingesammelte Zeug sollte regelmäßig im Inventar begutachtet, akribisch mit der aktuell verfügbaren eigenen Ausrüstung verglichen und notfalls ausgetauscht werden. Überflüssiges kann bei den Händlern im Dorf vertickt oder in einer Truhe zum späteren Gebrauch zwischengelagert werden.

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So sieht "Diablo 3" aus

Sieben Minuten Gameplay aus der Beta-Version des Rollenspiels. zum Video

Magisch einfach

Das Zaubersystem wurde im Vergleich zu den Vorgängern und klassischen Rollenspielen stark vereinfacht. Das mühsame Verteilen von Statuswerten und Talentpunkten fällt komplett weg. Stattdessen lernt der Held nach und nach automatisch Fähigkeiten, die der Spieler dann je nach Situation in die Aktionsleisten verteilt. Dort ist allerdings nur Platz für maximal sechs Fähigkeiten, so dass man für jede Begegnung weise wählen muss. Bei Endgegnern sollte man beispielsweise vermehrt auf Verteidigungsmaßnahmen setzen, während sich im normalen Spielverlauf flächendeckende Fähigkeiten bezahlt machen. Zusätzliche Komplexität wird durch das Runensystem gewährleistet. Jede der im Schnitt 24 aktiven Fähigkeiten eines Helden kann durch jeweils fünf unterschiedliche Runen verstärkt und verändert werden, wodurch sich der Effekt jedes Mal ändert. Durch das Ausklügeln der besten Fähigkeiten-Kombinationen und Runen kommen so auch "Diablo"-Veteranen auf ihre Kosten, während Neulinge nicht durch ein umfangreiches Theoriesystem abgeschreckt werden.

Belial, Azmodan, Mephisto, Diablo?

Eine Geschichte von Dämonen, Engeln, Verrat und der Rettung der Welt bietet Diablo 3 natürlich auch. Diese wird vor allem in Zwischensequenzen erzählt, verblasst im allgemeinen Getümmel auf dem Schlachtfeld aber schnell. Wer neben dem Gemetzel etwas mehr über die Hintergründe zu den Dämonenfürsten Diablo, Baal und Mephisto und den zahlreichen geringeren Übeln erfahren möchte, findet in Sanctuario immer wieder Schriftstücke mit Zusatzinformationen. Damit der Spielfluss nicht stockt, werden diese mit viel Pathos vorgelesen. So kann man optional tiefer in die Spielwelt eintauchen - oder die Dokumente ignorieren und sich ganz dem forcierten Dahinscheiden von Dämonen widmen.

Gier statt Abwechslung

Auch bei den Aufgaben selbst ist genretypisch nicht viel Abwechslung drin. Die Quests variieren inhaltlich zwischen Finden (von Gegenständen und Personen) und Töten (von Dämonen, Untoten, Skelettkriegern und magisch belebten Viechern aller Art, die zwischen dem Helden und der Erfüllung seiner Aufgabe stehen). Irgendwann stehen nur noch das Aufleveln des Charakters und die Beute im Vordergrund. Wer jetzt meint, das tue dem Spielspaß Abbruch, täuscht sich jedoch gewaltig. Trotz oder gerade wegen dieser vermeintlichen Simplizität zieht Diablo 3 den Spieler in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los, bis das Spiel beendet ist - und das kann dauern. Die Kampagne ist auf "Normal" zwar nach etwa 15 bis 20 Stunden Spielzeit vorbei, vier unterschiedliche Schwierigkeitsgrade - es folgen "Alptraum", "Hölle" und "Inferno" - und nicht zuletzt der Koop-Modus halten Helden jedoch noch wochenlang auf Trab. Letzterer macht Diablo 3 erst wirklich spielenswert, denn mit jedem Verbündeten werden auch die Schergen der Hölle stärker. Mit jedem der maximal drei Mitspieler steigen also die Herausforderung und auch der Spielspaß. Und dank des neuen Beutesystems kommt man sich auch beim Plündern nicht mehr in die Quere.

Schaurige Umstände

Ein düsteres Flair stand bei den Diablo-Spielen schon immer im Vordergrund. Was Blizzard bereits 1996 im ersten Teil mit groben Pixeln schaffte, bringt das Entwicklerstudio eindrucksvoll mit verbesserter Grafik erneut fertig: Schummrige Keller, finstere Fährmänner, schaurige Untote an Galgen und das Gekrächze von Raben machen Sanctuario zu einem bedrohlichen Ort, an dem die Bewohner jegliche Hoffnung verloren haben. Auch die deutsche Sprachausgabe ist prima, obwohl sie stellenweise nicht ganz mit der englischen Synchronisation mithalten kann. Alles in allem ist die Präsentation von Diablo 3 aber sehr gelungen. Die Kamera folgt der Spielfigur stets automatisch und kann nicht frei positioniert werden. Dies ist aber kein Nachteil, da die fixe Perspektive hervorragend funktioniert und man jederzeit die optimale Übersicht hat.

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Das Intro von Diablo 3

Filmreifer Einstieg in das kommende Rollenspiel-Highlight. zum Video

Was wir mögen

Diablo 3 schafft, was kaum ein Nachfolger gebührend fertigbringt: Es mischt gekonnt viele bekannte Elemente mit einer Prise Neuerungen und stellt so alte Hasen und Neueinsteiger gleichermaßen zufrieden. Die Präsentation, die Atmosphäre, die Spielmechanik, der Koop-Modus und nicht zuletzt der Suchtfaktor ziehen den Spieler von der ersten Sekunde an in ihren Bann und lassen einen so schnell nicht wieder los.

Was wir nicht mögen

Im Einzelspielermodus wird Diablo 3 schnell eintönig und hat vor allem im zweiten Akt einige Durchhänger. Selbst im normalen Modus wird man zudem mit Gegenständen regelrecht überschüttet, so dass man die Dämonen-Schnetzelei des Öfteren unterbrechen muss, um in die Stadt zurückzukehren und das Inventar beim Händler zu verkaufen.

Fazit

Diablo 3 ist ein würdiger Nachfolger der erfolgreichen Serie und begeistert sowohl langjährige Fans als auch Neueinsteiger. Eine tiefgründige Geschichte, abwechslungsreiche Quests oder eine frei erkundbare Welt sucht man zwar vergebens. Doch Diablo kommt seit jeher ganz gut ohne diese Faktoren aus und punktet im dritten Teil erneut mit Atmosphäre, übermächtigen Endgegnern, einer simplen Spielmechanik und epischem Heldentum. Und das allerwichtigste: Es macht verdammt viel Spaß!

Infos zum Spiel

Titel: Diablo 3
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard
Release: Im Handel
Preis: zirka 55 Euro
System: Windows-PC, Mac
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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