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Diablo 3: Spieler-Accounts angeblich gehackt - Blizzard empfiehlt Schutzmaßnahmen

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Diablo 3: Spieler-Accounts angeblich gekapert

22.05.2012, 11:59 Uhr | jr / ams

Diablo 3: Spieler-Accounts angeblich gehackt - Blizzard empfiehlt Schutzmaßnahmen. Diablo 3 (Quelle: Blizzard)

Diablo 3 (Quelle: Blizzard)

Die Chancen dafür, dass Blizzard mit seinem Action-Rollenspiel Diablo 3 bald ruhiges Fahrwasser ansteuert, könnten besser stehen. Nachdem zunächst die massiven technischen Schwierigkeiten zum Launch für Verärgerung bei den Fans sorgten, häufen sich in den Foren zum Spiel Berichte, nach denen in den letzten Tagen Spieler-Accounts gekapert und geplündert wurden. Betroffen waren anscheinend vor allem High-Level-Charaktere, die über eine erkleckliche Summe Gold und spezielle Items verfügten. Blizzard hat sich inzwischen bei den Betroffenen entschuldigt, sieht die geschilderten Attacken aber im üblichen Rahmen nach dem Release eines neuen Games. Aktivitäten jenseits des üblichen "Passwort-Diebstahls" habe man bisher nicht festgestellt. Wer glaubt, Opfer eines Hacker-Angriffs geworden zu sein, sollte sich schnellstens zur Seite "Help! I got Hacked!" begeben und die dortigen Sicherheitshinweise befolgen.

Gamer-Accounts im Fokus

Die Userberichte in den Foren deuten zur Zeit darauf hin, dass die Hacker die beim Log-in automatisch generierte Session-ID auslesen und dann versuchen, eine laufende Sitzung zum Beispiel durch Server-Überlastung infolge eines DDOS-Angriffs abzuschießen. Das Problem dabei: Die Session-ID bleibt in diesem Fall solange gültig, bis der Nutzer sich mit seinen korrekten Zugangsdaten erneut authentifiziert und sich ins Spiel einloggt. Erst dann wird eine neue Session-ID vergeben und die vorherige verworfen. Solange die alte ID noch gültig ist, greifen die üblichen Schutzmaßahmen - also das Battle.net-Log-in oder die Passwortabfrage mit dem Authenticator - nicht, da diese Prozedur zuvor ja schon absolviert wurde. Fliegt man unvermittelt aus seiner Diablo 3-Sitzung und hat auch sonst das Problem, das sich das Surfen im Internet extrem zäh anfühlt, dann sind zwei Maßnahmen ratsam. Zum einen sollte man einen Router/Modem-Neustart durchführen, um beim Internet-Zugang eine neue dynamische IP-Adresse zu generieren. Danach gilt es, sich mit seinen korrekten Zugangsdaten via "Battle.net" in in Diablo 3 einzuloggen und aus Sicherheitsgründen das Zugangspasswort zu ändern. Letzteres ist generell in regelmäßigen Abständen zu empfehlen. Es gibt aber auch Stimmen, die einen "SQL Injection"-Angriff (dabei wird der Versuch unternommen, durch die Ausnutzung von Sicherheitslücken Datenbank-Informationen auf externe Rechner zu übertragen) auf Blizzards "Battle.net"-Server vermuten und einen Zusammenhang zwischen dem Start der Angriffe und dem Wartungs-Shutdown der europäischen "Battle.net"-Server am Wochenende sehen.

Schutzmaßnahmen

Blizzard verweist in diesem Zusammenhang auf seine Passwort-Dienste "Authenticator" und "Mobile Authenticator", mit deren Hilfe die Spieler den Schutz ihrer Profile verbessern könnten. Hilfreich zur Kontrolle des eigenen Accounts soll auch der neu eingeführte SMS-Dienst "Battle.net SMS Protect" sein. Dieser erlaubt es, von unterwegs auf das User-Profil zuzugreifen und gegebenenfalls das Passwort zu ersetzen. Genauso ist es möglich, sich eine Kurzmitteilung schicken zu lassen, wenn "SMS Protect" wichtige Veränderungen am Gamer-Profil feststellt. Community-Manager "Bashiok" alias Micah Whiple hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und beteuert, dass man das Problem der geschädigten Accounts sehr ernst nehme und alles unternehmen würde, um die Vorfälle und die Umstände ihres Auftretens gebührend zu untersuchen. Inzwischen berichtet eine Journalistin der Zeitung "The Examiner", dass ihr Account trotz der Verwendung des Authenticators gehackt wurde. Sie vermutet eine Sicherheitslücke im System, da Accounts gehackt worden seien, während die User eingeloggt waren. Betroffene Spieler sollen sich nun bei Blizzard melden, um ihren Account um einige Stufen zurücksetzen zu lassen und so wenigstens einige Items und etwas Gold zu retten. Mehrfach gehackte Accounts sollen angeblich zukünftig aus Sicherheitsgründen vom geplanten Echtgeld-Auktionshaus ausgeschlossen werden.

"Global Play"-Feature ist live

Immerhin - es gibt auch positive Nachrichten zu Diablo 3 zu vermelden. Wie Blizzard jetzt mitgeteilt hat, wurde das "Global Play"-Feature live geschaltet. Damit kann man ab sofort auf Servern in aller Welt die Solokampagne in Angriff nehmen und dabei Items sammeln, Freundeslisten kreieren sowie das goldbasierte Auktionshaus nutzen. Das Echtgeld-Auktionshaus will Blizzard wie gestern vermeldet ab dem 30. Mai peu á peu in allen Regionen ausrollen. In Kürze soll ein weiterer Patch für Diablo 3 erscheinen, der allerdings keine gravierenden Änderungen mit sich bringt, sondern lediglich kleiner Bugs behebt.

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