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Spieletest zur Wirtschaftssimulation Port Royale 3 von Kalypso für PC, PS3 und Xbox 360

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Test Port Royale 3 | Wirtschafts-Simulation | PC, PS3, Xbox 360  

Durch die Karibik mit ´ner Buddel voll Rum

22.05.2012, 14:52 Uhr | Andreas Sturm (jr / ams), Medienagentur plassma

Spieletest zur Wirtschaftssimulation Port Royale 3 von Kalypso für PC, PS3 und Xbox 360. Port Royale  3 (Quelle: Kalypso Media)

Port Royale 3 (Quelle: Kalypso Media)

16. Jahrhundert, Segelschiffe und Karibik - das verbindet man doch gleich mit Seeräuber-Romantik im Stil von Johnny Depps "Captain Jack Sparrow". Und genau dahin entführt Publisher Kalypso Media die Spieler mit der neuen PC-Handelssimulation "Port Royale 3". Gut, es geht nicht immer so actionreich zu wie in den "Fluch der Karibik"-Filmen, und auch der Trailer zum Spiel wirkt spektakulärer als das eher ruhige Spielgeschehen. Ordentliche Seeschlachten kann man hier aber trotzdem genießen. Und vor allem regen Handel treiben, eigene Rum-Brennereien bewirtschaften und immer wieder Schnäppchen machen. Das macht dank zweier umfangreicher Solo-Kampagnen, viel spielerischer Freiheit und reichlich Tiefgang jede Menge Laune und lässt einen die etwas angestaubte Technik glatt vergessen.

Ohne Palast keine Hochzeit

Die Rahmenhandlung von Port Royale 3 bildet den Auftakt zu einem ausgedehnten Südsee-Abenteuer: Als junger Abenteurer gilt es, in der Karibik Ruhm und Reichtum zu ernten und das Herz einer hübschen, aber nicht ganz einfach zu handhabenden Gouverneurstochter zu erobern. Doch ohne prall gefülltes Portemonnaie und einen Palast in der Hinterhand braucht man bei der Dame gar nicht erst anzutanzen und um ihre Hand anzuhalten. So muss sich der Spieler denn auch gleich zu Beginn des Spiels entscheiden, ob er seinen Reichtum als ehrlicher Händler oder als nicht immer ganz so ehrlicher Abenteurer scheffeln will. Hübsch gezeichnete Zwischensequenzen unterstützen die stimmungsvolle Story.

Händler oder Abenteurer?

Die beiden unterschiedlichen Kampagnen nehmen je rund 15 Spielstunden in Anspruch. Hier lernt man dann, wie die Warenkreisläufe funktionieren und wie man effektive Handelsrouten einrichtet, um immer Nachschub für die Hafenstädte heranzuschippern. Und Piraten sind auch mit von der Partie - echte Halunken mit Augenklappe und Haken-Arm, gegen die man stilechte Seeschlachten austrägt. Doch egal, ob man als Händler oder Abenteurer ins Spiel startet, man bleibt nicht stur auf seine Karriere festgelegt und kann sich immer entscheiden, worauf man momentan seinen Schwerpunkt setzen will. Neben der Piratenbekämpfung und dem Aufbau eines florierenden Wirtschaftsimperiums hat der Spieler mit Seeblockaden oder Naturkatastrophen noch weitere Herausforderungen zu meistern. Höhepunkt ist aber das freie Endlosspiel mit den Wirtschaftskräften. Hier kann man sich als cleverer Wirtschaftsstratege beweisen.

Auf Schnäppchenjagd

Gibt es auf einigen Inseln preisgünstiges Zuckerrohr? Nichts wie hin, um günstig einzukaufen und andernorts teuer zu verkaufen! Auf dem Weg sollte man auch noch nach billigem Holz Ausschau halten und alles in die Schnapsbrennerei nach Port Royale bringen. Der Rum lässt sich dann auch wieder in anderen Hafenstädten der Karibik für gutes Geld verhökern. Wer dann noch den Gewinn gleich in eigene Rumbrennereien investiert, ist auf dem richtigen Weg. Hat man zuvor seinen Beliebtheitsgrad gesteigert, kommt man auch gleich viel leichter an eine Konzession. Um sich um solche Feinheiten kümmern zu können, ist es ratsam, seine Handelsrouten zu automatisieren - dann muss man sich nicht mehr um jeden Konvoi persönlich kümmern.

Herrscher der Warenkreisläufe

Das Gameplay von Port Royale 3 funktioniert intuitiv: Alle Güter, von den täglich benötigten Waren wie Getreide oder Holz bis zu den Luxusartikeln, hat man stets kompakt in der Übersicht. Löblich: Der Handelsrouten-Assistent hilft Neueinsteigern, die Wirtschaftskreisläufe im Handumdrehen zu installieren. Schnell kann man mit seinen Handelsrouten dank sorgfältiger Prüfung von Angebot und Nachfrage wirtschaftlich erfolgreich sein. Die Prozesse lassen sich zudem automatisieren, indem man der KI Strategien vorgibt, nach denen sie die Handelsrouten erstellen soll.

Auch im Multiplayer-Modus gute Handelsware

Technisch wirkt Port Royale 3 etwas angestaubt, setzt auf dem bewährten Stil des Vorhängers, sieht aber kaum besser aus. Die mäßig dargestellten Kampfeffekte werden aber durch eine interessante Geräuschkulisse stimmungsvoll in Szene gesetzt, so dass es dennoch Spaß macht, dem Kanonenhagel zuzusehen. Wer mag, kann die Karibik nun auch mit seinen Freunden erobern. Der neue Multiplayer-Modus erlaubt bis zu drei Mitspieler und ermöglicht es, von kurzen Partien bis zur wochenlangen Geschäftemacherei oder in Seegefechten gegeneinander anzutreten. Zum Glück lässt sich der Spielstand jederzeit speichern.

Was wir mögen

Durch die beiden Solo-Kampagnen wird man direkt und sehr durchdacht in das Wirtschafts- und Kampfsystem des Spiels eingeführt. Das freie Spiel fesselt enorm und fordert Perfektionisten dazu heraus, das eigene Handelsnetz immer weiter zu optimieren. Überhaupt ist der Umfang gewaltig: Über 60 Städte der Karibik warten darauf, mit 16 verschiedenen Schiffen erkundet zu werden. Neben der ausgefeilten Wirtschaftsstrategie locken Spezialaufträge der Administratoren oder Vizekönige der vier Kolonialmächte, die den Spieler mit noch mehr Ruhm und Goldstücken belohnen.

Was wir nicht mögen

Grafisch ist das Spiel nicht auf dem aktuellsten Niveau. Auch die Seegefechte hätten noch ein wenig Feinschliff vertragen. Da man nur eines von drei Kampfschiffen selber steuern kann, übernimmt der Computer die anderen beiden. Doch die KI hat nur ein Ziel: Feuern. Das gilt selbst, wenn die eigenen Schiffe in die Schusslinie geraten. Die diversen Miniaufgaben sorgen im Spiel zwar für Abwechslung, wiederholen sich aber leider sehr schnell. Ein wenig mehr Vielfalt wäre wünschenswert gewesen.

Fazit

Die deutschen Entwickler von Gaming Minds entern mit Port Royale 3 erfolgreich das hierzulande so beliebte Wirtschaftssimulations-Genre. Vieles erinnert zwar an den Quasi-Vorgänger "Patrizier 4" aus gleichem Hause, dennoch ziehen das liebevolle Karibik-Setting und die ausgeklügelte Spielmechanik sowohl fortgeschrittene Finanztüftler als auch Neueinsteiger in ihren Bann. Strategie, Handelssimulation und Abenteuer - dieses Spiel bietet von jedem etwas und dies in einer überaus gelungenen Mischung. Hier kann man getrost Beute machen!

Infos zum Spiel

Titel: Port Royale 3
Genre: Wirtschafts-Simulation
Publisher: Kalypso Media
Hersteller: Gaming Minds
Release: Im Handel
Preis: zirka 30 Euro (PC-Version)
System: Windows-PC / PS3, Xbox 360 (ab 30.08.2012)
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Sehr gut

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