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Videospiele-Werbung: Von Latex-Leichen und besorgten Müttern

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Reportage: Werbung für Games  

Videospiele-Werbung: Von Latex-Leichen und besorgten Müttern

01.06.2012, 11:03 Uhr | Sabine Schischka ( vb / jr), Richard Löwenstein

Videospiele-Werbung: Von Latex-Leichen und besorgten Müttern. Fallout 2 (Quelle: Interplay)

Fallout 2 (Quelle: Interplay)

Sie ist laut, sie ist lästig und beinahe jeder zappt beim Fernsehen weg, sobald sie anfängt: die Werbung. Kaum verwunderlich, schließlich sind viele Werbespots entweder langweilig oder dumm - im schlimmsten Fall sogar beides. Auch Videospiele sind vor schlechtem Marketing nicht gefeit, obgleich man mit Werbung für sie hierzulande vergleichsweise selten konfrontiert wird. Stecken aber gute Ideen und eine noch bessere Umsetzung dahinter, macht Videospiel-Werbung richtig Spaß. Wir stellen in der Foto-Show Beispiele für legendäre Spots und großartige Aktionen vor.

Die Macht des Viralen

Die beste Werbung ist die, die man zunächst nicht als solche erkennt. Das beweist Hersteller Electronic Arts im Jahr 2009 auf der Videospielmesse E3 in Los Angeles. Damals befindet sich ein Spiel in der Entwicklung, das insbesondere bei gläubigen Christen für Empörung sorgt: "Dante’s Inferno" macht die neun Kreise der Hölle nach der "Göttlichen Komödie" von Dante Alighieri spielbar. Was läge da näher, als den Protest gegn sich selbst zu inszenieren, um dem Spiel mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen? Eben. Als "Die Heilsprediger gegen virtuelle und ewige Verdammung" versammelten sich rund ein Dutzend vermeintliche Protestler, die mit Schildern mit der Aufschrift "Die Hölle ist kein Spiel" und "EA = Electronic Antichrist" für Furore sorgten und sogar Flugblätter an Passanten verteilten. Der Clou: Auf den Flugblättern war unter anderem der Link zur angeblichen Webseite der Heilsprediger angegeben, auf der sich auffallend häufig Verweise auf Dante’s Inferno fanden. Erst einige Zeit später gab EA zu, den Protestmarsch selbst inszeniert zu haben. Zu diesem Zeitpunkt war "Dante’s Inferno" bereits in aller Munde - virales Marketing vom Feinsten.

Berühmt und berüchtigt

Doch EA ging sogar noch weiter. Passend zu den insgesamt neun Kreisen der Hölle dachte sich der Publisher weitere perfide, aber überaus clevere Marketing-Schachzüge aus. So erhielten etwa ausgewählte Videospieljournalisten als Zeichen für den Kreis der Gier einen Scheck über 200 US-Dollar gesendet, man verbreitete Gerüchte über ein Wii-Spiel namens "Mass: We Pray" und trieb abseits davon allerhand viralen Schabernack. Mit Erfolg: Das Spiel war, obschon in Sachen Gameplay dann doch eher ein einfach gehaltener God of War-Klon, Marketing-technisch ein Abräumer. Und alle andere als ein Einzelfall: Aktionen zu Resident Evil und Killzone sorgten für ähnliche virale Effekte. Dass Werbung auch zu weit gehen oder zumindest ziemlich zotig sein kann, zeigen Aktionen der Unternehmen Acclaim und Sega. Wir lassen die schönsten Beispiele dafür in unserer Foto-Show noch einmal Revue passieren.

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