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Borderlands 2: Preview zum Ego-Shooter für PC, PS3 & Xbox 360

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Preview Borderlands 2 | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Grenzenlose Action

18.06.2012, 14:20 Uhr | Markus Würstle / Richard Löwenstein (jr / ams) , Richard Löwenstein

Borderlands 2: Preview zum Ego-Shooter für PC, PS3 & Xbox 360. Borderlands 2 (Quelle: 2K Games)

Borderlands 2 (Quelle: 2K Games)

Über 870 Fantastillionen mögliche Waffenkombinationen: Soviel die Grenzen zum Absurden weit überschreitende Feuerkraft verspricht der US-Hersteller 2K Games für seinen bevorstehenden Ego-Shooter "Borderlands 2". Zum Glück ist das ein sehr theoretischer Wert, den man nicht in der Praxis ausprobieren muss. Trotzdem: Wer soviel Zunder aushalten kann und außerdem eine Vorliebe für Rollenspiel-Elemente und Games im Comic-Look hegt, der sollte sich im Spätsommer einige Wochen freihalten. Ab Mitte September gibt's viel zu feuern auf PC, PS3 und Xbox 360.

Kampf dem Unterdrücker

Niederträchtigkeit, dein Name ist Handsome Jack. Fünf Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten "Borderlands" hat sich der Mittdreißiger mit dem einprägsamen Ziegenbärtchen die Führungsposition des allseits bekannten Waffenherstellers Hyperion unter den Nagel gerissen und sich auch gleich eigenmächtig zum Alleinherrscher über den Planeten Pandora aufgeschwungen. Als Rückendeckung dient ihm eine gigantische Mondbasis. Von dort aus pumpen Produktionsstraßen schier endlosen Roboter-Krieger-Nachschub in die Welt. Diese Terminator-Truppe nutzt Jack zur Unterdrückung der Bevölkerung. Es ist am Spieler, den Diktator in seine Schranken zu weisen. Er kann die Aufgabe alleine angehen. Oder Unterstützung suchen.

Grafik wie aus einem Comic

Nachdem das erste "Borderlands" bei Fans und Kritikern auf Wohlwollen stieß, überrascht es kaum, dass Teil zwei an Grundsätzliches anknüpft. Auch "Borderlands 2" versteht sich als temporeicher Ego-Shooter, der außergewöhnlichen Tiefgang mit hoher Spielfreude verknüpft. Der visuelle Stil bleibt ein entscheidendes Merkmal: Figuren und Kulissen sehen aus, als wären sie einem Comic entsprungen. Helden und Gegner, Waffen und Explosionen sind durch markante Linienführung, ausgeprägte Schattierungen und knallbunte Flächen gekennzeichnet. Das Gefüge wirkt noch einen Hauch gefälliger als im Vorgängerspiel.

Zahllose Waffen-Kombinationen

Bis zu vier Mitspieler können gemeinsam die komplette Kampagne auseinandernehmen. Suchtgefahr ergibt sich aus hunderten Sammelobjekten. Sie sind Teil des mit "vielseitig" sehr verkürzt beschriebenen Waffen-Aufrüstsystems in "Borderlands 2". Jede Waffe definiert sich aus Lauf, Griff, Korpus, Zielfernrohr und vielen weiteren Eigenschaften. Durch zufällige Kombination dieser Bestandteile und Merkmale ergeben sich laut Hersteller "870 Fantastillionen verschiedene Waffensysteme". Jeder Bleispritze ist anzusehen, von welchem der acht Waffenhersteller sie stammt. Maliwan-Kanonen etwa sind durch Hightech und Elementar-Eigenschaften geprägt; Jakobs-Flinten erinnern an Wild-West-Geräte; Banditen-Büchsen bestehen aus zusammengesuchten Abfallteilen. Tediore wiederum stellt Wegwerf-Kaliber her. Man schleudert sie nach Gebrauch dem Gegner an den Kopf , wo sie explodieren - wie gemein.

Verschiedene Charakterklassen

Vier Charakterklassen stellen sich in Borderlands 2 zur Verfügung. Axton ist der typische Soldat: ein erfahrener Allround-Spezialist mit futuristischem Rüstzeug für jede Gefechtssituation. Wer brachiale Feuerkraft bevorzugt, wählt Salvador - ein sogenannter "Gunzerker". Das Kraftpaket kann zwei Waffen gleichzeitig einsetzen. Zer0 wiederum gleicht einem Ninja: Schnell und wendig im Nahkampf; hinterhältig beim Einsatz von Holo-Kopien seiner selbst; tödlich am Abzug seiner Fernwaffen. Last, not least bleibt Maya, die sogenannte Sirene. Sie baut im Spielverlauf allerlei magische Fähigkeiten aus und vermag beispielsweise ihre Gegner kurzzeitig in eine lähmenden Energiekugel zu schließen.

Überzeugende Künstliche Intelligenz

Beim Probespiel fällt auf, dass die Computergegner gewitzter vorgehen als im ersten "Borderlands". Das Wachpersonal positioniert sich hinter Deckung und gibt mechanischen Kollegen den Vortritt. Gerade im Online-Game mit einem Mitspieler ergibt das zündende Gefechte. In einer Szene verschanzen sich einiger Angreifer hinter einem "Gun Loader", einem mannshohen Blechkamerad mit tödlichen Gatling-Kanonen. Der Mitspieler ist mit Salvador unterwegs. Er erzielt wohlplatzierte Treffer auf den Extremitäten des Gun Loaders, setzt ihn mit der elektrisch geladenen Torgue-Uzi matt. Danach durchschlagen die Projektile aus Salvadors Vladof-Säure-MG die Rüstung eines Soldaten. Zwei Kameraden hechten unter panischem Geschrei zur Seite, als eine Granate hinter ihre Deckung - ein Kistenstapel - purzelt. Ein großartig inszeniertes Actionballett, das einen häufig tief durchatmen lässt.

Was wir mögen

Die Grafik im Comic-Stil macht einen handwerklich hervorragenden Eindruck. Wer genau hinguckt, sieht sogar die Falten in der Kleidung knittern. Das Gameplay nimmt sich selbst glücklicherweise nicht allzu ernst: Diverse Sprüche und Animations-Gags lockern das Spielgeschehen auf.

Was wir nicht mögen

Bisher gibt es wenig zu meckern. Allenfalls die Umriss-Zeichnung der Figuren scheint etwas arg dick zu geraten. Das wirkt ein bisschen schwerfällig im Zusammenhang mit dem temporeichen Gameplay.

Fazit

Ende 2009 hat sich das erste "Borderlands" als eine der Action-Überraschungen des Jahres bewiesen. Es sieht ganz danach aus, als mache das Nachfolge-Spiel alles noch ein bisschen größer, schöner und explosiver. Nicht zuletzt das variable Waffensystem könnte bei experimentierfreudigen Zeitgenossen eine gewisse Suchtgefahr heraufbeschwören.

Infos zum Spiel

Titel: Borderlands 2
Genre: Ego-Shooter
Publisher: 2K Games
Hersteller: Gearbox
Release: September 2012
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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