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Wii U: Weiße Peinlichkeit oder Tablet-Traum?

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Hands-on-Test: Das bringt die Wii U  

Wii U: Weiße Peinlichkeit oder Tablet-Traum?

02.07.2012, 11:53 Uhr | Medienagentur plassma (tz / jr), Medienagentur plassma

Wii U: Weiße Peinlichkeit oder Tablet-Traum?. Nintendo Wii U (Quelle: Medienagentur plassma)

Nintendo Wii U (Quelle: Medienagentur plassma)

Nintendos neue Spielekonsole erhitzt die Gemüter der Videospieler: Die Wii U. Bei der ersten Präsentation leisteten sich die Japaner etliche Patzer und stellten nur den Controller vor. Viele dachten im ersten Moment, Nintendo wollte einen iPad-Konkurrenten vorstellen. Mittlerweile steht fest, dass die Wii U eine Kombination aus Next-Gen-Konsole mit Mehrkernprozessor und Tablet-Controller ist. Aber was kann das Ding? Wird das hier die nächste Wii, ein Gerät für die Masse? Für Fitness-Gurus und Party-Tänzer? Oder wird es gar eine Konsole für Core-Gamer? Wir haben uns in Los Angeles die Wii U vorgenommen, analysieren Stärken und Schwächen des Systems und sagen, wie gut die ersten Games dafür - "Nintendoland", "Batman: Arkham City" und "Zombie U" - sind.

Nintendoland: Kreativität auf zwei Bildschirmen

Der größte Vorteil der Wii U ist sicherlich ihr kabelloser Tablet-Controller, der ein neues Spielgefühl ermöglicht. In "Luigis Mansion", einem der zwölf Minispiele für die Spiel-Sammlung "Nintendoland", spielt einer den Geist, der von allen anderen gejagt wird. Der Clou: Nur der Geist kann auf seinem Tablet-Controller erkennen, wo sich die Gegner befinden und entsprechend ausweichen. Die Jäger hingegen sehen lediglich ihre Spielfigur und die ihrer Mitspieler auf dem großen TV-Bildschirm. Der Spieler nutzt die alte Wiimote, die jedes Mal vibriert, wenn man sich dem Geist nähert. Ausschalten lässt der sich nur mit Taschenlampenlicht. Die Dinger brauchen allerdings Batterien, die nur hier und da mal im Level herumliegen und taktisch klug eingesetzt werden wollen.

Zurückhaltung bei den Publishern

Auch "New Super Mario Bros." punktet mit dem Tablet, da man sich gemütlich auf die Couch setzt und wie auf dem großen Nintendo 3DS XL Mario durch die Levels hüpfen lassen oder ihn durch Schütteln des Controllers in eine Seifenblase einsperren kann, mit der man weiter oben gelegene Ebenen erreicht. Alles ganz nett, recht kreativ, aber kein absoluter Hammer. Was fehlt, ist ein großer Blockbuster. Einer der zeigt, wie die Wii U neue Spielkonzepte mit Hardware-Power kombiniert. Mit offiziellen Ankündigungen zeigten sich auf der E3 die großen Spiele-Publisher von Ubisift über Warner Bros. bis hin zu Electronic Arts, Activision, Take 2 & Co. äußerst zurückhaltend. Und genau hier iegt der Hase im Pfeffer: Mit Eigenmarken allein kann Nintendo die Wii U nicht zum erfolg führen - dafür braucht es Third-Party-Toptitel. Je mehr, desto besser.

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ZombiU: Weggeguckt und erschreckt

Hier ist Mut gefragt, denn das Handling und das Bedienkonzept der Wii U machen durchaus Spaß und haben Potential. Ein weiteres Beispiel dafür ist der Horror-Schocker ZombiU, in dem der Spieler einen der wenigen Überlebenden eines Virus in London verkörpert. Hier gilt es, kleinere Rätsel zu lösen oder einen Türcode knacken, während von hinten bereits die Untoten angeschlurft kommen. Mit der richtigen Soundkulisse fühlt sich das herrlich gruselig an, weil der eigene Blick immer wieder hektisch vom Controller-Screen auf den TV-Schirm wandert.

Zu viel Gefummel?

Allerdings wird hier auch schnellklar, dass die Kombination Touchpad-Screen und großer Spielmonitor designtechnisch Raum für Herausforderungen bietet. So muss man vollkommen umständlich sein gesamtes Inventar per Fingerzeig umsortieren. Ist gerade die Munition für die Schrotflinte ausgegangen, reicht es nicht, schnell per Knopfdruck auf die nächste Waffe zu wechseln. Stattdessen muss erst die eine Knarre aus der Hand gelegt und die andere aus dem Inventar in die Schusshand gepackt werden. Das ist unnötig, könnte allerdings der sehr frühen Software-Version geschuldet sein. Schließlich hat das Wii U-Pad - genau wie der 3DS - auch vier Aktionstasten rechts neben dem 6-Zoll-Bildschirm. Zumindest eine optionale klassische Steuerung sollte also definitiv drin sein.

Batman: Da ist Bewegung im Spiel

Wir konnten außerdem "Batman Arkham City: Armored Edition" anspielen. Das ist eine spezielle Wii U-Version, die vor allem auf Bewegungssteuerung und Touchscreen-Gameplay setzt. So steuert der Spieler beispielsweise einen Batarang durch Neigen des Controllers. Komischerweise sieht man den aber nur auf dem Tablet-Screen, nicht auf dem Fernseher. Das ist eher ungünstig gelöst, weil es schwer ist, dem Wurfgeschoss zu folgen, während man den Controller bewegt. Ansonsten machte "Batman" einen runden Eindruck: Man kann beispielsweise eine Karte des sehr weitläufigen Gefängnisareals auf den Screen legen, sein Inventar komfortabel verwalten oder Waffen aufmotzen und erweitern.

Was uns gefällt

Der Tablet-Controller der Wii U sieht zwar recht klobig aus, ist aber sehr leicht. Deshalb bietet sich die Konsole hervorragend für kreative Mehrspieler-Gefechte an. Die haben besonders in Ubisofts ZombiU überzeugt, weil ein Spieler auf seinem Tablet strategisch clever Zombie-Einheiten platziert und der andere die Kerle mit dem Wiimote-Controller respektive dem Pro-Controller abschießen muss. Das funktioniert ergonomisch gut - Nintendo hat nämlich mehr oder weniger den Xbox-Controller kopiert und den rechten Analogstick weiter nach oben geschoben.

Was uns nicht gefällt

Die Wii U ist aktuell technisch eine Enttäuschung. Viele Konsolen-Fans hatten gehofft, dass Nintendo aus seinen Fehlern bei der Wii gelernt hat, doch das sieht nicht so aus. Batman lief zwar flüssig, war grafisch aber etwa auf dem Niveau der Xbox 360-Version. Nun ist "Arkham City" zwar eines der schönsten Xbox-Spiele, aber Microsofts Konsole hat immerhin schon satte sechs Jahre auf dem Buckel. Da sollte die Wii U doch massiv mehr Hardware-Power mitbringen. Schließlich kommt die Konsole erst Weihnachten 2012 in den Handel, und für 2013 werden bereits sehnsüchtig Xbox 720 und PS4 erwartet.

Fazit

Die Wii U hat reichlich Potenzial für kreative Spiele-Hits, nutzt das aber bisher noch nicht aus. Der Ansatz mit Mehrspieler-Titeln wie ZombiU und dem Zwei-Bildschirm-Konzept ist klasse, die Technik hingegen erstaunlich schwach. Besonders ZombiU fiel hier weit ab, während "Batman: Arkham City" sich in etwa auf dem Qualitätslevel der Xbox 360 bewegte.

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