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Spieletest zu London 2012 Sportspiel für PC, PS3 und Xbox 360 von Sega

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Test London 2012 | Sport-Simulation | PC, PS3, Xbox 360  

London 2012: Höher, schneller, heiter

10.07.2012, 13:51 Uhr | Medienagentur plassma (jr / tz), Medienagentur plassma

Spieletest zu London 2012 Sportspiel für PC, PS3 und Xbox 360 von Sega. London 2012 (Quelle: Sega)

London 2012 (Quelle: Sega)

Die olympische Hymne ertönt, die Anspannung steigt. Per Knopfdruck taucht man in die Wellen des brandneuen Aquatics Centre von London ein - und dann beginnt das Muskeltraining: Mit dem Playstation Move-Bewegungscontroller in der Hand immer schön gleichmäßig mit den Armen rudern! Kraul-Bewegungen wie im Pool sind gefragt, um in "London 2012" - dem für PC, PS3 und Xbox 360 erhältlichen offiziellen Spiel zu den Olympischen Spielen 2012 - bei den Schwimmwettbewerben zu glänzen und Gold zu holen. Und damit ist auch schon klar: Wer bei dem von Sega publizierten Sport-Simulationsspiel in der Konsolenversion mit Kinect oder Move zu Werke geht, hat deutlich mehr Spaß als reine Pad-oder gar Tastatur-Sportler.

Nur echt mit Move und Kinect

In den insgesamt 46 zur Verfügung stehenden olympischen Disziplinen geht es vor allem um ein gutes Zeitgefühl und den richtigen Rhythmus. Die feinfühlige Erkennung von Move (PS3) und Kinect (Xbox 360) spielt dem virtuellem Athleten dabei klar in die Hände. Beim Diskus-Wurf müssen beispielsweise die exakte Drehung der Analogsticks sowie die Wurfrichtung stimmen. Das ist zwar alles auch mit einem Gamepad machbar, deutlich spaßiger wird es allerdings, wenn man selbst die Drehung mit seinem Arm ausführt. Beim Speerwerfen ist es ebenfalls um ein Vielfaches befriedigender, einen richtigen Wurf anzudeuten, sich nach hinten zu beugen und dann zu sehen, wie das Sportgerät bei 80 Metern einschlägt, als einfach nur den linken Stick nach vorne zu drücken.

Teilweise mit Pad besser spielbar

Mit dem Pad fällt es allerdings leichter, den Winkel zu bestimmen - dazu müssen bei Kinect und Move die Arme umständlich ausbalanciert werden. Richtig knackig: Die Disziplin Turnen, wo der Spieler die Wahl zwischen gestreckten Sprüngen ohne, mit halber oder ganzer Schraube hat und so unterschiedliche Punktzahlen einfährt. Dazu wollen vorgegebene Muster perfekt abgearbeitet werden, was nur mit Gamepad beziehungsweise den Aktionstasten auf dem Move-Controller machbar ist. Somit sind leider nicht alle Sportarten für die Bewegungssteuerung optimiert.

Stark inszeniertes Olympia-Erlebnis, aber wenig Lizenzen

Hersteller Sega besitzt zwar die offizielle Olympia-Lizenz, aber nicht die der Nationalteams. Möchte man also mit Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen ins Schwimmbecken abtauchen oder mit Timo Boll Schmetterbälle im Tischtennis spielen, wird man enttäuscht sein. Ansonsten inszeniert das australische Entwicklerteam Olympia 2012 aber als authentisches Erlebnis. Wer sich in London mal das neu gebaute Aquatics Centre angeschaut hat, wird das Schwimmstadion mit seinem futuristischem Design und dem Dach, das quasi in Wellenform ausläuft, sofort wiedererkennen.

Die Zuschauer jubeln mit

Gleiches gilt für das Olympiastadion, wo dem Spieler schon bei der herzlichen Begrüßung durch die - ausschließlich englischsprachigen - Kommentatoren 80.000 Fans zujubeln. Auch sehen die Zuschauer anders als in "PES 2013" oder "Fifa 13" nicht aus wie statische Pappfiguren, sondern fiebern förmlich mit, schwenken Fahnen und peitschen ihre Athleten nach vorn. Die Präsentation überzeugt in den meisten Disziplinen; bei einigen wie zum Beispiel den Kajak-Wettbewerben sind die täuschend echte Strömung und herrliche Wasseranimationen sogar richtige Hingucker.

Was wir mögen

Die tolle Olympia-Atmosphäre und Original-Stadien zählen ebenso zu den Pluspunkten von "London 2012" wie die unterhaltsamen, mitunter ziemlich anspruchsvollen Disziplinen. Die lassen sich größtenteils prima mit Move oder Kinect spielen. Das Paket an unterschiedlichen Sportarten stimmt ebenfalls: Ob Tischtennis, Schwimmen, Turmspringen oder Bogenschießen, hier dürfte jeder Sport-Fan aus seine Kosten kommen. Besonders viel Spaß macht der Multiplayer-Modus: Wenn bis zu vier Spieler im Party-Modus die Gamepads schwingen oder vor Kinect respektive mit Move rumhampeln, dann schnellt das Stimmungsbarometer nach oben.

Was wir nicht mögen

Bei den Lizenzen leidet London 2012 unter dem "PES-Syndrom": Es gibt keine Original-Athleten, man tritt ausschließlich mit Fantasie-Sportlern an. Das drückt etwas auf die Authentizitäts-Bremse. Schade auch, dass Sega kein Charaktersystem eingebaut hat, etwa um Werte wie Agilität, Kraft und so weiter zu steigern. Das hätte dem Sportspiel noch etwas mehr Tiefgang verliehen. Weiterer Kritikpunkte: Die Steuerung per Gamepad ist stellenweise etwas hakelig, zudem fehlen populäre Sportarten wie Basketball, Tennis, Eishockey, Reiten oder Fußball.

Fazit

Sportspiele drehen erst mit Freunden so richtig auf, und so gibt auch London 2012 vor allem im Mehrspieler-Modus richtig Gas. Doch auch Solisten kommen dank leckerer Grafik, gut eingebundener Bewegungssteuerung und reichlich Olympia-Atmosphäre auf ihre Kosten. Ein lohnendes, wenn auch nicht perfektes Gesamtpaket für alle, die schon ihr Ticket nach London gebucht haben.

Infos zum Spiel

Titel: London 2012 - Das offizielle Videospiel der Olympischen Spiele
Genre: Sport-Simulation
Publisher: Sega
Hersteller: Sega
Release: Im Handel
Preis: zirka 55 Euro (PS3, Xbox 360) / zirka 45 Euro (PC)
System: PS3, Xbox 360, Wii, 3DS
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Gut

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