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Nintendo 3DS XL: Größer ist besser

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Nintendo 3DS XL: Größer ist besser

25.07.2012, 14:23 Uhr | Richard Löwenstein (vb / jr), Richard Löwenstein

Nintendo 3DS XL: Größer ist besser. Nintendo 3DS XL (Quelle: Nintendo)

Nintendo 3DS XL (Quelle: Nintendo)

Der Schock folgt nach einer halben Stunde. Bis dahin ist alles Sonnenschein, der erste Kontakt mit der neuen Hosentaschen-Kreation namens Nintendo 3DS XL erfolgreich verlaufen. Das XL-Kürzel steht für eine Veränderung der Maße. Heißt in diesem Fall: Größeres Gehäuse, ein Plus bei der Bildschirmdiagonale und ein leistungsstärkerer Akku. Knapp anderthalb Jahre hat sich Nintendo Zeit gelassen für das ansonsten technisch weitgehend unveränderte Update des vertrauten Handheld. Klappdeckel, ein 3D-fähiger Bildschirm, ein Touchscreen, alles wie gehabt. Es passen alle Software-Module für DS und 3DS. Nur erlebt man sie eben anders, zumindest eine halbe Stunde lang. Aber dazu später mehr. In der Foto-Strecke gibt's alle Infos und Bilder zum Handheld.

Überzeugende Handhabung

Wie das eben so ist bei einer neuen Konsole: Das große Kribbeln stellt sich schon bei Berührung der Verpackung ein. Wo ist denn nur die Lasche, die den Weg zum Inhalt freigibt? Große Freude, wenn das Gerät aus dem Karten geschält ist und in der Hand liegt. Ganz schön groß ist er, der 3DS XL. Mit etwas mehr als 15 Zentimetern in der Breite, fast zehn Zentimetern Tiefe und knapp zwei Zentimetern Höhe nimmt das Gerät ungefähr soviel Platz ein wie ein Taschenkalender und trägt seinen Namen vollkommen zurecht. Dank seiner schmalen Silhouette passt das Gerät gerade noch so eben in die Hosentasche. Der mattlackierte Kunststoff fasst sich angenehm an, Verarbeitung und Anmutung laden zum Ausprobieren ein. Zwei Finger schieben den Deckel nach oben. Mit Vertrauen erweckenden "Klick" rastet er in einer Schräglage von zirka fünf Grad ein. Kompliment an Handhabung und Balance: In geöffnetem Zustand schmiegt sich der XL gut in die Hände, neigt nicht zum Kippen.

Mehr 3D-Effekt

Die Abstände zwischen den Tasten sind größer als beim Standard-3DS. Das kommt Erwachsenen entgegen, die das Steuerkreuz, den Analogstick, die zwei Schulter- und vier Aktionstasten des Vorgängermodells zu filigran finden. Dass die Bildauflösung nach wie vor bei nur 400 x 240 Bildpunkten liegt, fällt bei DS-Software auf. Auf dem knapp fünf Zoll durchmessenden 3D-Bildschirm - dem oberen - sind grobe Bildpunkte deutlich zu sehen. Speziell für den 3DS entwickelte Software löst dagegen Verblüffung aus. Auf dem großen XL-Bildschirm kommen räumliche Effekte viel spektakulärer rüber als auf dem Bildschirm des Standard-3DS. Schon die im Raum schwebenden Symbole der Benutzerführung machen Staunen. Wenn einen die kesse Nicki beim ersten Besuch des "Nintendo-Briefkastens" - einem freundesbasierten-E-Mail-System - vor einer Wandtafel stehend begrüßt und die Merkmale erklärt: Da müsste man schon ein Herz aus Stein haben, um vor der charmanten Machart und dem plastischen Eindruck nicht angetan zu sein.

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Mehr Speicher, besserer Ton

Für Besitzer eines "alten" 3DS sind die beiliegenden AR-Games alte Hüte. Sie kennen die Software schon und ahnen sicher auch, dass sie mit der Kamera Fotos schießen, und mit dem Mikrofon Stimmen und Musik aufnehmen und verfremdet wiedergeben können. Dass Nintendo eine größere SD-Karte mit jetzt vier GB Speicherkapazität beilegt, kommt der Fotofunktion natürlich entgegen. Insbesondere von den wiederum sehr plastischen, aber eben auch speicherhungrigen 3D-Fotos lassen sich jetzt mehr als genug unterbringen. Ein Plus an Räumlichkeit ist auch beim Ton erlebbar. Da die Lautsprecher ein kleines Stück auseinander gerückt sind, kommen Soundeffekte deutlich eindringlicher und stereoskopischer rüber als beim 3DS. Gut so!

Kein Netzteil dabei

Zurück zum Anfang des Textes: Warum setzt denn nun eine halbe Stunde nach Inbetriebnahme des 3DS XL Ernüchterung ein? Ganz einfach: Weil bereits zu diesem frühen Zeitpunkt die Power-LED rot blinkt und damit signalisiert, dass der eingebaute Akku seine Kräfte aufgebraucht hat. Was unweigerlich passiert, weil ab Werk der Akku nicht voll aufgeladen wird. Wer nun die Suche nach einem Ladekabel oder einem Netzteil aufnimmt, wird seinen Augen kaum trauen: Nintendo verkauft den 3DS XL tatsächlich ohne Lademöglichkeit. Kein Netzteil und kein USB-Ladekabel weit und breit. Offizielle Begründung: Nur so könne man den Verkaufspreis von 200 Euro unterbieten. Außerdem geht man bei Nintendo offenbar davon aus, dass die meisten XL-Interessenten über einen DS oder 3DS verfügen und dessen Netzteil am 3DS XL weiter nutzen. Das wiederum ist ziemlich mutig und kostet mindestens Sympathien.

Kleine Konsole, großer Spaß

Das Ganze ist Neukunden gegenüber eine Zumutung: Wer vorher noch nie einen DS oder 3DS besessen hat oder beim Kauf des XL kein extra Netzteil für rund zehn Euro dazu erwirbt, der hat nach einer halben Stunde ausgespielt. Länger hält die Erstaufladung des Akku nicht durch. Einmal voll geladen, schafft der 3DS XL dann immerhin fünf bis sechs Stunden Dauerbetrieb, je nachdem, ob die Stromfresser WLAN und 3D aktiviert sind oder nicht. Der Akku hält damit gut und gerne 20 Prozent länger durch als beim 3DS.

Was wir mögen

Gut zu wissen: Das System lässt vielfältige Alters-Einstellungen zu. Beispielsweise können Eltern den 3D-Effekt stilllegen, wenn ihren Sprösslingen davon schwindlig wird. Gut auch: Es laufen alle Spielmodule für den DS und 3DS. Es gibt reichlich Games für Kinder und Erwachsene, tolle Neuerscheinungen und Oldies zu Flohmarkt-Preisen. Kurz: alle Features, die schon beim 3DS begeistert haben, begeistern auch beim 3DS XL. Plus neuer Bildschirm, satterer Klang und stärkerer Akku. Darüber hinaus wurde der Bildschirm kräftig entspiegelt.

Was wir nicht mögen

Im Vergleich mit dem Basis-3DS kommt der 3D-Effekt beim XL-Modell deutlich besser zur Geltung, ist jedoch weiterhin stark vom Blickwinkel abhängig. Bereits kleine Kopfbewegungen nach links und rechts können den Eindruck zerstören, weil das Bild dann "zerhackt" wirkt. Man gewöhnt sich aber daran und weiß bald, in welcher Kopf- und Körperhaltung der 3D-Effekt optimal funktioniert.

Fazit

Dass Nintendo bei einer 200 Euro teuren Unterwegs-Konsole ausgerechnet die Beigabe des zur Akku-Aufladung notwendigen Netzteils scheut, ist unschön. Davon abgesehen handelt sich um ein gut aussehendes, komfortables, technisch überzeugendes und insgesamt durchdachtes System, das trotz seiner gewachsenen Dimensionen immer noch halbwegs mobil bleibt. Ob man als Besitzer des Basis-3DS den neuen XL braucht, muss jeder selbst entscheiden. Wirklich viel Neues ist bis auf den größeren, technisch überarbeiteten Screen nicht dran. Aber für sich betrachtet kann das Fazit beim 3DS XL nur lauten: kleiner Unterhalter ganz groß.

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