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The Last of Us: Mann und Mädchen gehen durch die Endzeit

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First Look The Last of Us | Survival-Horror | PS3  

Mann und Mädchen gehen durch die Endzeit

26.07.2012, 12:23 Uhr | vb / jr

The Last of Us: Mann und Mädchen gehen durch die Endzeit. The Last of Us (Quelle: Naughty Dog / Sony)

The Last of Us (Quelle: Naughty Dog / Sony)

Noch nie war die Apokalypse so schön und gleichzeitig so bedrückend. Ein parasitärer Pilz ist der Menschheit in dem für 2013 angesetzten, PS3-exklusiven The Last of Us zum Verhängnis geworden. Wer sich infiziert hat, mutiert zur hirnlosen Bestie - fast ganz tot, aber auch irgendwie lebendig. Und das passierte vielen. Über die Jahre eroberte die Natur die alsbald menschenleeren Städte zurück und erschuf ein wildes Paradies. Wunderschön auf der einen Seite, voller Gefahren auf der anderen - denn die Überlebenden kämpfen in dem Survival-Horror-Spiel nicht mit-, sondern gegeneinander. Und haben dabei scheinbar jede Menschlichkeit verloren. In diese tödliche Nach-dem-Ende-Welt entsendet Naughty Dog- die Macher des Hit-Erfolgs Uncharted - die Spieler.

Verlassen und verrottet

Zwanzig Jahre sind seit der ersten Infektion durch den Cordyceps-Pilz vergangen. Eine Kuriosität der Natur, die einst nur Ameisen und Käfer befiel. Er setzt sich auf ihnen fest, erlangt Kontrolle über ihr Handeln und wuchert auf ihrem Körper. Bei den Menschen war es nicht anders: Auf Kopf, Armen und Beinen bildeten sich zunächst flechtenartige Male, die schnell zu dickblättrigen Wucherungen wurden. Dann fraßen sich die Pilzfasern ins Hirn. Der Infizierte wurde ein Sklave des Parasiten und hatte nur noch ein Ziel: die Infektion weiterzutragen. Die Gesunden flüchteten sich in militärisch gesicherte Lager, in denen sie nun seit zwei Dekaden unter strikter Kontrolle leben wie in einem Gefängnis. Kaum jemand will sich der draußen lauernden Gefahr stellen.

Flucht durch die USA

Dennoch willigt der Halsabschneider Joel in die Bitte eines sterbenden Freundes ein: Er soll sich um die 14-jährige Ellie kümmern und mit ihr aus dem Lager fliehen. Die Flucht gelingt und führt beide auf eine gefährliche Reise durch die USA. Der Spieler übernimmt dabei die Kontrolle über den bärtigen Joel, der anfänglich wenig von der KI-gesteuerten Ellie begeistert ist. Doch die Streifzüge, etwa durch das von Bäumen, Sträuchern und Moos überwucherte Pittsburgh, führen beide zusammen. Nicht zuletzt, da sie immer wieder um ihr Überleben kämpfen müssen. Allerdings nicht vornehmlich gegen die hässlichen Pilzzombies, sondern vor allem gegen andere Überlebende: Gesetzlose, Banditen. Cormac McCarthys preisgekrönter Abgesang auf die Menschheit, das 2007 erschienene Buch "The Road", lässt schön grüßen.

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Mensch gegen Mensch

Die Bedrohung ist in "The Last of Us" allgegenwärtig und erzeugt eine klaustrophobische Grundstimmung. So wird das ungleiche Paar beispielsweise auf einer Autofahrt von einer Horde Gangster überfallen. Doch mündet das nicht in Uncharted-ähnliche Schießereien, in denen Magazin nach Magazin in Horden von Gegnern gejagt wird. Vielmehr muss Joel vorsichtig agieren. Er geht hinter Deckungen in Sicherheit, knockt die in Lumpen gekleideten Typen mit harten Schlägen durch ein Kantholz aus dem Hinterhalt aus. Nur selten wird wie bei einem Kampf in einem halb verfallenen Appartementhaus ein Revolver gezückt. Denn wenn, dann muss jeder Schuss sitzen, schließlich ist Munition äußerst selten. Ein Action-Game ist das hier nicht, vielmehr eine Überlebenssimulation.

Beinahe Vater und Tochter

Die brutalen und traumatischen Erfahrungen schweißen das Duo mehr und mehr zusammen. Zu Beginn nur eine Zweckgemeinschaft, entwickelt sich bald eine echte Freundschaft. Mit der Zeit fasst Ellie Vertrauen zu Joel, der seinerseits erkennt, dass das junge Mädchen für ihn mehr ist als nur ein Auftrag. Sie einfach sich selbst überlassen? Das bringt er nicht übers Herz. Beide wachsen mit- und aneinander. Aus der ängstlichen Ellie wird eine Kämpferin, die Joel im Kampf mit Backsteinen und frechem Mundwerk zur Seite steht. Im Tagedieb erwächst ein väterliches Herz; er lernt, am Lagerfeuer grillend mit dem anhänglichen Jungspund zu lachen und zu weinen.

In die Wildnis

All das findet in einer unglaublichen Umgebung statt: Den Vereinigten Staaten, die von der Natur zurück erobert wurden. Wo einst Autos dahinfuhren, fließen nun Flüsse. Auf Dächern von Hochhäusern wachsen wilde Gärten. Hirsche, Hasen und Wölfe haben sich Parkhäuser und Bahnstationen zu eigen gemacht. Eine wilde und wunderschöne Kulisse, die das US-Studio Naughty Dog auf den Bildschirm zaubert. Und die nicht ohne Grund an das sträflich missachtete "Enslaved - Odyssey to the West" erinnert, ist doch dessen Lead Designer mittlerweile bei den Uncharted-Machern an Bord gegangen. Trotz aller Schönheit: Überall können die Pilz-Infizierten lauern. Nur selten soll der Spieler auf sie treffen. Doch wenn, dann soll ihn Angst und Schrecken übermannen. Der pure Überlebenswillen soll ihn packen, wenn die entstellten Wesen schreiend und kreischen auf ihn zu stürmen, ihn wie von Sinnen packen, beißen und kratzen wollen, um die Pilzsporen in seine Haut zu pressen.

Allein unter Feinden

Dennoch wollen die Macher "The Last of Us" nicht als Zombie-Spiel verstanden sehen. Es ist kein "Resident Evil" und auch nicht vergleichbar mit "Silent Hill", sondern in seinem Grundton menschlicher, nahbarer und tiefgründiger. Vor allem aber mutiger. Hier gibt es keine massentaugliche Dauer-Action, sondern das Ganze läuft gefühlsbetont, experimentell ab. Und ist auch darauf angelegt, dass der Spieler sich darauf einlässt, nicht ständig mit reizüberflutenden Bildern bombardiert zu werden, sondern vielleicht auch einfach mal eine halbe Stunde unterwegs zu sein, ohne dass etwas passiert. Um einfach nur zu lauschen, was Joel und Ellie so reden, und um dabei die Schönheit der virtuellen Natur zu genießen.

Was wir mögen

Bisherige Informationen und Eindrücke deuten auf eine großartige und bewegende Geschichte hin, inklusive fantastischer Charaktere. Die Grafik überwältigt und zaubert wunderschöne Bilder auf den Schirm. Vor allem die Animationen und die lebendig-natürlichen Regungen in den Gesichtern von Ellie und Joel sind fast erschreckend real.

Was wir nicht mögen

Ein Koop-Modus im Story-Modus? Gibt's trotz Helden-Doppel nicht. Dafür planen die Macher einen separaten Mehrspieler-Part. Schwierigkeitsgrad und Umfang sind noch vollkommen unbekannt.                                                          

Fazit

Was hier bei den Machern von Uncharted entsteht, könnte etwas ganz Großes werden, das nicht nur in grafischer Sicht Maßstäbe setzt, sondern auch in der Hinsicht, wie wir virtuelle Charaktere erleben und mit ihnen fühlen. Und sollte das nicht gelingen, wird The Last of Us zumindest eine großartige Geschichte erzählen und den Spieler in eine fantastische Endzeit-Welt entführen.

Infos zum Spiel

Titel: The Last of Us
Genre: Survival-Horror
Publisher: Sony
Hersteller: Naughty Dog
Release-Termin: 2013
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS3
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr Gut

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