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Pikmin 3 für Wii U: Die neue Generation der Blumenkinder

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First Look Pikmin 3 | Wii U | Action-Adventure  

"Pikmin 3": Die neue Generation der Blumenkinder

03.08.2012, 14:49 Uhr | jr / vb, Richard Löwenstein

Pikmin 3 für Wii U: Die neue Generation der Blumenkinder. Pikmin 3 (Quelle: Nintendo)

Pikmin 3 (Quelle: Nintendo)

Eines der ersten Exkluslv-Games für Nintendos kommende Wii U-Konsole wird ein total schräges Knobelgame. Eines, in dem Blumen mit großen neugierigen Augen zwischen riesigen Insekten hin- und herhecheln. Die Rede ist von den "Pikmins", den Blumenkindern. Sie sind herrlich knuffig, wunderbar und unfassbar unselbständig. Sie folgen der Trillerpfeife des gestrandeten Raumfahrer Olimar wie die Ratten dem Flötenspieler. Sie hören nur die Kommandos ihres Herrn, und gehen für ihn bis in den Tod. Dass das oft passiert, wissen Nintendo-Kenner - immerhin ist das Konzept der Pikmin-Reihe alles andere als neu. Seit Erscheinen von Teil zwei auf der Gamecube-Konsole sind knapp neun Jahre vergangen. Da ist es schon überraschend, wie sehr Nintendo in Pikmin 3 an Althergebrachtem festhält.

Blumenkinder ploppen aus dem Boden

Im Zentrum des Interesses steht erneut ein Astronaut - er trägt bisher offiziell noch keinen Namen, sieht aber aus wie der aus Teil eins und zwei bekannte Olimar. Erneut steuert er eine herrlich bunte Welt an, in der alles riesig wirkt. Zerfledderte Papiertüten und rostige Metallstangen stecken Grenzen ab, Batterien ragen wie Türme aus dem Boden, Maulwurfslöcher wuchern wie Schluchten im Boden. Die eigentlichen Helden des Spiels sind wieder die Pikmins - nervöse Kreaturen, die im Boden heranwachsen und mit putzigem "Plopp" ans Tageslicht hüpfen. Diese Pikmins vermehren, gruppieren, an Gefahren vorbeilotsen und zur Schatzsuche abkommandieren, das ist die Aufgabe des Spielers. Das klingt einfach, ist es aber keineswegs. Denn aus simplen Transportier-Beeren-von-A-nach-B-Aufgaben werden bald anspruchsvolle Herausforderungs-Verkettungen. Verschiedene Pikmin-Klassen müssen dann Hand in Hand arbeiten: Die einen kämpfen den Weg frei, die anderen bauen im Weg liegende Felsen ab, während die dritte Fraktion aus Treibholz eine Brücke zusammenzimmert. Der Spieler muss die Übersicht behalten und Aufgaben mit überlegtem Timing delegieren.

Das große Massensterben

Lässt man die Pikmins allein, tun sie erst Mal nichts. Der Spieler steuert lediglich Olimar, den Raumfahrer, über den Analogstick auf dem Wii U-Gamepad oder der Wii-Fernbedienung. Die Pikmins folgen indirekt: Durch Kippen des Gamepads oder der Fernbedienung wird ein Cursor über den Bildschirm gelenkt, mit dem man das Ziel markiert. Die B-Taste löst einen schrillen Pfiff aus. Daraufhin sammeln sich die kleinen Racker und folgen Olimar zum Ziel. Sollen sie Früchte ernten, Hindernisse abbauen oder Angreifer besiegen, muss der Spieler den Cursor erneut auf dieser Objekte lenken und per B-Taste das Aktions-Kommando auslösen. Ab da passiert alles weitere automatisch. Drei Pikmins schultern zum Beispiel eine Orange und wuchten sie zu Olimars Raumschiff. Der Spieler entscheidet darüber, in welcher Reihenfolge er wie viele Pikmins zu welchen Aufgaben abkommandiert. Unvermeidlich, dass die meisten Pikmins nicht lange leben. Wasserpegel steigen, Lavaseen blockieren den Weg, übermächtige Mutanten-Marienkäfer wollen ihren Hunger stillen. Dauernd ist Gefahr im Verzug, auf vielfältige Weise gerät man unter Zeitdruck.

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Wenige Neuerungen

Aus Teil drei der Pikmin-Reihe zeigt Nintendo bisher lediglich zwei kurze Kapitel: Ein sieben Minuten umfassendes Training und einen fünf Minuten langen Bossgegner-Kampf gegen den "Armored Mawdad": Ein Ungetüm irgendwo zwischen Kellerassel, Tausendfüßler und Walfischmaul. In diesen beiden Kapiteln fallen im Vergleich zu den zwei Vorgänger-Spielen weder dramatische Neuerungen noch überraschende Elemente auf. Dass die Grafik auf modernen Full-HD-Standard angepasst wurde, ist keine Überraschung. Hier und da zeigen lodernde Flammen und glitzernde Brandung, dass die Wii U beachtliche, natürlich wirkende Grafikeffekte draufhat. Ein Grafikmonster ist das Spiel aber nicht. Die Steuerung geht per Fernbedienung flüssig von der Hand, löst aber keinerlei Aha-Momente aus. Es ist immerhin davon auszugehen, dass die Orientierung leichter fallen wird als bei den Vorgängern. Immerhin dient das Display des Gamepad als Umgebungs-Karte. Das sollte etwaigen Verirrungen in den weitläufigen Landschaften entgegen wirken.

Was uns gefällt

Das Gameplay erinnert an Action-Puzzeleien alter Schule wie zum Beispiel an Psygnosis Klassiker "Lemmings". Die Qualitäten sind dieselben: Das Spiel ist relativ schnell zu beherrschen, deshalb kann man sich gut auf die Herausforderungen des Gameplays konzentrieren. Hier bieten die dramatischen Bossgegner-Kämpfe durchaus spannungsreiche Höhepunkte.

Was uns nicht gefällt

Die Ladepausen bei der Demoversion sind arg lang und stören den ansonsten sehr schönen Spielfluss. Bisher macht das Spiel noch kaum Gebrauch von den Fähigkeiten der Wii U-Konsole. Sogar die besonderen Fähigkeiten des Wii U-Gamepad liegen weitgehend brach. Die Steuerung klappt jedenfalls auch mit der konventionellen Wii-Fernbedienung prima.

Fazit

Es ist ein bisschen wie mit der Raupe und dem Schmetterling: Die Puzzlespiele aus der "Pikmin"-Reihe wirken auf den ersten Blick unattraktiv. Doch je länger man sich damit befasst, desto mehr treten witzige Ideen und ein fieser Humor zutage. Summa summarum bekommt man in Pikmin 3 mal entspannende, mal temporeiche und hin und wieder sogar verblüffend kluge Unterhaltung geboten. Akzente setzt die bisher gezeigte Version jedoch nicht, und auch als technisches Schaustück für die Power der Wii U scheidet das dritte Pikmin wohl aus: Es sieht aus wie Teil zwei in HD-Auflösung und steuert sich auch so.

Titel: Pikmin 3
Genre: Action-Abenteuer
Publisher: Nintendo
Hersteller: Nintendo
Release: Ende 2012
Preis: Noch nicht bekannt
System: Wii U
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Ersteindruck: Gut

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