Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Reportage 25 Jahre Metal Gear Solid: Happy Birthday, Snake

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Reportage 25 Jahre "Metal Gear Solid"  

Happy Birthday, Snake!

06.08.2012, 12:43 Uhr | Medienagentur plassma (jr / ams), Medienagentur plassma

Reportage 25 Jahre Metal Gear Solid: Happy Birthday, Snake. 25 Jahre Metal Gear Solid: Happy Birthday, Snake (Quelle: Konami)

25 Jahre Metal Gear Solid: Happy Birthday, Snake (Quelle: Konami)

Einige Spiele-Legenden begleiten uns schon seit vielen Jahren durch die digitale Welt. Neben Super-Mario, Lara Croft oder Sonic gehört auch Schleich-Spezialist Solid Snake zu diesem alten Eisen. Vor 25 Jahren entwickelte Stardesigner Hideo Kojima, mittlerweile Vizepräsident des japanischen Entwicklers Konami, das erste "Metal Gear", aus dem sich eine der bekanntesten Spiele-Reihen mit inzwischen über 31 Millionen verkauften Exemplaren entwickeln sollte. Da ist es an der Zeit, einen intensiven Blick auf die Actionspiel-Legende zu wagen.

Aller Anfang ist schwer

Die Geschichte von Solid Snake beginnt 1986. Das japanische Entwicklerstudio Konami plant ein neues Actionspiel für den in Japan populären MSX2-Computer und holt dafür den jungen Spiele-Designer Hideo Kojima ins Boot. Nach einem kindertauglichen Abenteuerspiel ("Yumetairiku Adventure") und einem Actionspiel, das nie fertig gestellt wird ("Lost World"), übernimmt er Planung, Skript und Regie für einen Action-Titel vor dem Hintergrund des Kalten Krieges: "Metal Gear". Das Spiel erscheint 1987 für den MSX2, jedoch zunächst nicht in Europa. Kritiker lieben das neue Spielsystem, in dem nicht das Schießen, sondern unentdecktes Vorankommen im Vordergrund steht. Der kommerzielle Erfolg bleibt jedoch aus, obwohl das Spiel heutzutage als Begründer des Stealth-Shooter-Genres gilt.

Der Kampf um einen Nachfolger

Nach dem mäßigen Erfolg des ersten Spiels ist Kojima eigentlich an keiner Fortsetzung interessiert. Erst als 1990 der eher maue Ableger "Snake’s Revenge" erscheint, lässt er sich von dem dafür zuständigen Entwickler - selbst ein großer Fan des Originals - zu einem zweiten Teil überreden. Aber auch "Metal Gear 2: Solid Snake" muss noch mit der schlichten grafischen Darstellung auskommen, die damals möglich ist. Europäer ziehen erst 1988 in der NES-Fassung mit Solid Snake los - aufgrund der starken inhaltlichen Einschnitte hat Schöpfer Kojima jedoch keine hohe Meinung von der Portierung.

Spiele 
Werden Sie Fan!

Gewinnspiele, News, Trailer, Onlinegames und mehr: Besuchen Sie uns auf Facebook und... Das Spiele-Portal von t-online.de bei Facebook

Snake startet durch

Der große Durchbruch gelingt der Serie erst 1998 mit dem Erscheinen von "Metal Gear Solid" für die Playstation. Erstmals schleicht der Spieler durch eine beeindruckende 3D-Welt und wird Teil einer filmreifen, konspirativen Geschichte rund um Solid Snake und dessen Kampf gegen die fiktive Terroristengruppierung Foxhound, die sich auf der Insel Shadow Moses verschanzt hat. Das Agenten-Epos steht wochenlang auf Platz eins der weltweiten Spiele-Charts, wird über sechs Millionen Mal verkauft und von Kritikern mit Lob überschüttet. Spätestens mit diesem Teil sichert sich Kojima für immer seinen Platz in der "Hall of Fame" der Games-Geschichte.

Was macht die Serie so erfolgreich?

Das Besondere an der Metal Gear-Reihe ist vor allem die ruhige, aber entschiedene Kampfhaltung. Während die meisten anderen Shooter Waffen sprechen lassen und das Ganze häufig zum Selbstzweck mutiert, pirscht sich der Held hier möglichst lautlos an seine Gegner heran, versteckt sich in Pappkartons, kriecht in Lüftungsschächte und passt den richtigen Moment ab, um sich ungesehen am Feind vorbei zu schleichen. Er lenkt Wachposten ab, indem er Pornoheftchen auf dem Boden ablegt oder Schranktüren öffnet, in denen ein Pin-up-Poster hängt. Taktisches und wohlüberlegtes Vorgehen ist bei den Spielen essenziell. Dabei wird Snake von einer Hightech-Ausrüstung unterstützt, bei der selbst James Bond neidisch würde: Tarnanzüge, Personenradar, Bewegungsmelder oder ferngesteuerte Spionage-Roboter gehören zum Arsenal.

Spiele, die Geschichte schreiben

Der zweite Grundstein des Erfolgs ist die spannende Geschichte rund um den übermächtigen Widersacher Metal Gear, die sich durch alle Teile der Serie zieht. Die facettenreiche Spielhandlung mit ihren jähen Wendungen und dramatischen Charakterdarstellungen würde jedem Hollywood-Streifen gut zu Gesicht stehen. Dazu wird der Spieler mit philosophischen Fragen über Krieg und Frieden, nukleare Bedrohungen oder ethische Gesichtspunkte des Terrorismus oder der Gentechnik konfrontiert. Entwickler Hideo Kojima schafft es bei jedem weiteren Teil, seiner Serie treu zu bleiben und gleichzeitig etwas Neues hinzuzufügen, um das Schleichen und Kämpfen abwechslungsreicher zu gestalten.

Technische Evolution

Bei 25 Jahre alten Spielserien ist der technische Fortschritt logischerweise deutlich spürbar. Zu den Anfängen von Metal Gear kämpften die Entwickler noch mit den Limits der 8-Bit-Technologie - heutzutage bieten Spiele eine beinahe fotorealistische Grafik. Zu Beginn gab es noch nicht mal scrollende Screens, und Gegner, die Snake entdeckt hatten, wurden mit einem Ausrufezeichen über dem Kopf gekennzeichnet. Im zweiten Teil bekamen die Spieler ein Radarsystem spendiert, mit dem die Position der Gegner angezeigt wurde - dafür erweiterte sich im Gegenzug auch deren Sichtfeld.

Beginn des 3D-Zeitalters

In Metal Gear Solid stellte die drastische Umstellung von 2D auf 3D das Entwicklerteam vor hohe Herausforderungen. Zwar bot sich mit der neuen Playstation-Konsole die perfekte Plattform, um die Visionen Kojimas endlich ausleben zu können. Man konnte dank des CD-Mediums eine komplette Synchronisation verwirklichen, die allerdings nur im englischen Original brillierte, da Konami die deutsche Sprachausgabe in den Sand setzte. Gleichzeitig war der Druck enorm, da mit den neuen Hardware-Möglichkeiten auch die Erwartungen der Spieler stiegen. Ein zentrales Thema war die Kamera: Einerseits setzte man auf die bekannte Vogelperspektive, per Tastendruck konnte der Spieler jedoch auch in die Ego-Perspektive umschalten und das Geschehen durch Snakes Augen sehen oder in bestimmten Situationen die 3rd-Person-Sicht nutzen, um den Überblick zu behalten.

Schöner schleichen

Auf der PS2 erfolgte mit "Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty" dann ein weiterer technischer Aufschwung. Die Konsole ermöglichte deutlich schönere Optik durch realistische Licht- und Schatteneffekte. So musste der Spieler nun erstmals auch auf Snakes Schatten achten, der ihn in prekären Situationen verraten konnte. Aufwändige Motion-Capturing-Technik sorgte zudem für eine glaubhafte Charakteranimation, die im Nachfolger "Metal Gear Solid 3: Snake Eater" noch verfeinert wurde. Auf der PS3 ("Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots") wurde dann weiter an Details geschraubt: Derart perfekt choreographierte Zwischensequenzen, brillant animierte Figuren und täuschend echte Mimik wie hier findet man selbst in aktuellen Titeln nur selten.

Die Charaktere

Kernstück der verworrenen und dramatischen Geschichten des Metal Gear-Universums sind seine Charaktere. Die wichtigste Figur ist unumstritten Solid Snake, ein ehemaliger Green Beret, der sich nach dem Golfkrieg der Spezialeinheit Foxhound unter dem Kommando des Big Boss anschließt. Der Spieler trifft den vermeintlich emotionslosen Killer bereits im ersten Metal Gear-Spiel, als er das Verschwinden des Spezialagenten Gray Fox in Outer Heaven aufklären und dessen Mission zu Ende führen muss. Die Schlüsselfigur aller Teile ist jedoch Big Boss, der schon im zweiten Teil die Seiten wechselt und zum Drahtzieher eines gefährlichen Militärregimes aufsteigt - und damit zum Gegenspieler von Solid Snake. Später stellt sich heraus, dass Big Boss alias Naked Snake der Vater von Solid Snake und seinen beiden Brüdern (Liquid Snake und Solidus Snake) ist, die ebenfalls in terroristische Akte verwickelt sind. Nach und nach erfährt der Spieler, dass die drei Snake-Brüder das Ergebnis eines Gen-Projekts aus den 70er Jahren sind und als perfekte Soldaten aus der genetischen Masse von Big Boss kreiert wurden. In "MGS3: Snake Eater" begibt sich der Spieler tiefer in die konfuse Familiengeschichte und steuert Big Boss in seinen frühen Einsatzjahren.

Feinde vom Feinsten

Der ewige Widersacher von Solid Snake ist schließlich der mechanische Metal Gear, der in den Teilen jeweils in unterschiedlicher Form auftaucht, aber immer einen harten Gegner darstellt. Und da wären natürlich noch die brillant inszenierten Bossgegner wie Sniper Wolf, Fatman, The End, The Fear oder Shagohod - und alle anderen, die es mindestens genauso verdient hätten, genannt zu werden. Neben den hier erwähnten gibt es noch zahlreiche andere Charaktere, die in den Spielen für Tiefe und Dramatik sorgen: Dr. Naomi Hunter, Meryl Silverburgh, Mei Ling, Dr. Hal "Otacon" Emmerich, Mei Ling, Sergei Gurlukovich… . Fakt ist: Kojima skizziert seine oft extravaganten Charaktere so genial wie ausschweifend, webt komplexe Beziehungsnetze und Verwirrspiele, die sich teilweise über mehrere Serienteile erstrecken. In Metal Gear ist am Ende nichts so, wie es scheint - es gibt kein Schwarz und Weiß, kein Gut und Böse, sondern nur Kojimas schier unerschöpfliche Kreativität.

Blick in die Zukunft

Obwohl Hideo Kojima schon oft über das Ende der Serie sinniert hat, ließ er sich über die Jahre hinweg immer wieder zu einem weiteren Teil überreden. Inzwischen hat das Studio schon die Arbeit am fünften Hauptteil der Serie begonnen. "Metal Gear Solid 5" soll in Afrika spielen und wird vermutlich für die nächste Konsolengeneration entwickelt werden. Weiterhin gibt es Überlegungen, soziale Elemente in das Spiel zu integrieren und die Social- und Core-Games miteinander zu verschmelzen. Kritiker und Spieler sind jedenfalls gleichermaßen gespannt darauf, wie es mit der Serie weitergeht, die Fans schon seit einem Vierteljahrhundert begleitet.

Fazit

Die erfolgreiche Metal Gear-Reihe bleibt dem Spieler vor allem wegen der komplexen Geschichte, den facettenreichen Charakteren und der taktischen Schleicheinlagen im Gedächtnis. Immer wiederkehrende Spielelemente und Figuren, die maximale Ausnutzung der jeweiligen Plattform, auf der ein Metal Gear-Spiel erscheint, und die sich kontinuierlich erweiterten Aktionsmöglichkeiten des Spielers sorgen dafür, dass es in Kojima-Sans Kosmos nie langweilig wird. Fans und Kritiker lieben Metal Gear gleichermaßen und verzeihen sogar die teilweise mäßigen Ableger, die über die Jahre erschienen. Auf die nächsten 25 Jahre - und viele weitere Meilensteine aus Hideo Kojimas kreativer Feder!

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Verliebte Follower 
Hübsche Schwedin verdreht den Männern den Kopf

Die schöne Pilotin sorgt im Internet nicht nur wegen ihres Jobs für Furore. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal