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Puzzlespiel Quantum Conundrum: All die Dimensionen

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Test Quantum Conundrum | Puzzlespiel | PC, PS3, Xbox 360  

Quantum Conundrum: Der Weg in neue Dimensionen

08.08.2012, 12:52 Uhr | Michael Förtsch (vb / jr), Richard Löwenstein

Puzzlespiel Quantum Conundrum:  All die Dimensionen. Quantum Conundrum (Quelle: Square Enix)

Quantum Conundrum (Quelle: Square Enix)

Mittlerweile dürfte jeder von Valves Überraschungserfolg Portal und dem noch erfolgreicheren Nachfolger Portal 2 gehört haben: Einem Ego-Shooter ohne richtige Waffe, dafür mit Portalen, kniffligen Rätseln und verrücktem Supercomputer. Jetzt versucht Kim Swift, die Miterfinderin des Kult-Games, diesen Erfolg zu wiederholen. Und zwar mit einem ähnlich gewieften Game, das Portal im Geiste treu bleibt, aber das wichtigste Spielelement weglässt: die Portale. Herausgekommen ist "Quantum Conundrum" für PC, PS3 und Xbox 360. Und auch dieses das Ego-Puzzlespiel weiß mit Witz und Geist zu verzücken.

In höhere Sphären katapultiert

Die Ausgangssituation könnte glatt aus einem Pixar-Animationsfilm stammen. Als zwölfjähriges Bürschchen marschiert man in ein gigantisches Herrenhaus, um dem guten Onkel Professor Fitz Quadwrangle einen Besuch abzustatten. Der weißbärtige Erfinder weiß davon nichts und arbeitet gerade an einem Experiment, das just zum Eintreffen schiefläuft. Resultat? Es macht Bumm, und der zerstreute Professor findet sich in einer Parallel-Dimension wieder. Seine einzige Chance ist sein namenloser Neffe, den er per Funksprechuhr und Gegensprechanlage durch das irrsinniges Labyrinth lotst, das sein Haus darstellt. Heureka!

Der magische Handschuh

Anstelle einer Portal-Kanone wie im geistigen Urahn bekommt der Knirps in Quantum Conundrum nach einer kurzen Einführung in die Steuerung den sogenannten IDS-Handschuh in die Hand gedrückt. Mit dem kann der Spieler aus Ego-Sicht blickend die Naturgesetze auf vier Arten verändern. In der sogenannten "Flausch"-Dimension wird alles zehn Mal leichter, im "Schwer"-Modus zehn Mal schwerer. Dann lässt sich noch die Zeit verlangsamen oder auch einfach mal so die Gravitation umkehren. Entsprechend sind die Puzzle in den 51 Rätselräumen allesamt herrliche Physikspielereien. Mal überraschend einfach, mal etwas schwerer - aber leider nie richtig hart.

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Safe, flausche dich!

Beispiel gefällig? Bitteschön. Ein Safe steht auf einem Ventilator und soll auf die nächsthöhere Ebene gebracht und auf eine Schalter-Platte gelegt werden. Also einfach den Flausch-Modus aktivieren, schon schwebt er federgleich nach oben. Um eine Fensterscheibe zu zerbrechen, wird der Safe im Flausch-Modus geworfen und dann auf die "Normal"-Dimension gewechselt, in der der Stahlschrank das dicke Glas zum Splittern bringt. All diese simplen Elemente verbinden sich im Spielverlauf zu umfangreichen Kniffeleien samt Hüpfakrobatik, die beim ersten Blick schon mal verdammt kompliziert ausschauen: Schalter, Verbindungskabel, Laserstrahlen, Abgründe müssen in der richtigen Reihenfolge und Gewichtung zusammengebracht werden. Doch wer Portal kennt und dort gelernt hat, um mehr als nur eine Ecke zu denken, der findet sich sofort zurecht. Wer nicht, der lernt zügig, dass auf ein anfängliches "Hä - Wie soll das gehen?" meist ein "Ach so! Ja logisch!" folgt.

Detailfrage

Das alles macht Rätselfreunden Spaß. Schade hingegen, dass sich die Optik im Spielverlauf kaum ändert. Viele Räume gleichen sich - und das gilt auch für die Gegenstände. Auch dass der erwähnte Handschuh nicht wie etwa die Portal-Kanone im Sichtfeld erkennbar ist, enttäuscht etwas. Dennoch: Quantum Conundrum bietet viele interessante Details. Etwa, dass im "Flausch"-Modus schwere Gegenstände tatsächlich wie Plüsch wirken. In der "Schwer"-Dimension hingegen ist alles aus Metall zu sein scheint: Sogar Personen auf Bildern werden da zu Robotern. Fantastisch! Dazu meldet sich zwischendrin immer wieder der Professor, der mit mal mehr mal weniger lustigen Sprüchen die leider etwas platte Story vorantreibt - ebenso wie das kleine Alien Ike, das dem Helden teils als Helferchen zur Seite steht.

Was wir mögen

Mit seinen Rätseln schlägt Quantum Conundrum schon mal in die richtige Kerbe und kann Portal-Fans knapp sieben Stunden unterhalten. Das Spiel mit den Dimensionen und dem sich hierdurch verändernden Look gefällt. Zudem versprüht die Grafik durchaus Animations-Film-Charme.

Was wir nicht mögen

Leider sind viele Hüpfpassagen Teil der Puzzles, was auf Dauer etwas ermüdet. Dazu ist die Optik zwar stimmig, doch fehlt den Räumen Abwechslung: Alles schaut gleich aus. Zudem vermag das Ende des Abenteuers nicht zu überzeugen, da es einem unterschwellig schon mal auf einen Download-Inhalt verweist. Die Tonspur gibt's leider nur in Englisch mit deutschen Untertiteln, die gut, aber nicht durchgehend amüsant übersetzt sind.

Fazit

Spielwitz, Charme und Rätseleispaß - damit kann Quantum Conundrum durchaus aufwarten. Doch wer auf ein neues Portal hofft, der wird enttäuscht. An die Klasse des Kultgames kommt das hier einfach nicht heran. Dennoch: Wer sich einige genüssliche Rätselstunden gönnen will, der kann unbesorgt zugreifen. Vor allem bei einem Verkaufspreis, der zwischen 11 und 15 Euro liegt.

Infos zum Spiel

Titel: Quantum Conundrum
Genre: Puzzlespiel
Publisher: Square Enix
Hersteller: Airtight Games
Release: Im Handel
Preis: Ab 11 Euro
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Nicht eingestuft
Wertung: Gut

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