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Gamescom 2012: Bitkom konstatiert Umbruch im Gaming-Markt

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Gamescom 2012: Bitkom konstatiert Umbruch im Gaming-Markt

14.08.2012, 10:05 Uhr | jr / tz, dapd

Gamescom 2012: Bitkom konstatiert Umbruch im Gaming-Markt. Gamescom 2014 (Quelle: Kölnmesse)

Gamescom 2014 (Quelle: Kölnmesse)

Die Hersteller von Computerspielen haben es derzeit nicht leicht. Es spielen zwar immer mehr Menschen, aber was und wie gespielt wird, ändert sich rasant. Einen tiefgreifenden Umbruch im Gaming-Markt konstatiert der IT-Branchenverband Bitkom im Vorfeld der Spielemesse Gamescom in Köln (15. bis 19. August 2012) Weitere Infos zur Spielemesse gibt es in unserem Gamescom-Special.

Beschleunigter Wandel im Spielemarkt

Wie schwierig die Lage zur Zeit für einige Firmen ist, zeigte sich darin, dass Ende April in Deutschland mit "dtp entertainment" einer der größten heimischen Spiele-Hersteller Insolvenz anmelden musste. Der Wandel im Gaming-Markt lässt sich an mehreren Punkten festmachen. So werden Spiele immer häufiger online verkauft, statt als physische Produkte über den klassischen Handel, und gespielt wird statt mit dem PC oder der Konsole immer mehr auf Mobilgeräten. Zudem verlagert sich die Nachfrage vom Actionspiel hin zum Knobelspiel, wie Ralph Haupter vom Bitkom-Präsidium erklärte.

Frauen machen mobil

Was derzeit vor allem boomt, sind Onlinegames und Spiele in Sozialen Netzwerken. So bringt es der britische Onlinespiele-Hersteller "King.com" inzwischen allein bei Facebook mit seinen Games auf mehr als elf Millionen Spieler täglich. Seinen Erfolg verdankt das Unternehmen einer Gruppe von Spielern, die es "vor zehn Jahren noch gar nicht gab", wie Marketing-Chef Alex Dale in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd in Frankfurt am Main erklärte. "Es sind die Frauen zwischen 30 und 55 Jahren. Das sind 70 bis 75 Prozent unserer Nutzer." King.com bietet sogenannte Casual Games an. Das sind kostenlose, aber werbefinanzierte kleine Gelegenheitsspiele, bei denen weniger die Action, sondern Puzzleaufgaben oder Knobeleien im Vordergrund stehen. Eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom zur Computerspielmesse Gamescom zeigt, wie wichtig inzwischen die kostenlosen Spiele sind. Demnach nutzen knapp zwei Drittel der Spieler (63 Prozent) kostenlose Spielangebote im Internet, fast die Hälfte (41 Prozent) spielt sogar ausschließlich diese kostenlosen Games. Klassische Spiele-Hersteller haben es schwer, gegen diesen Trend zu bestehen. 

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