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Gamescom 2012: Viel gratis und noch mehr Action

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Gamescom 2012  

Gamescom: Viel gratis und noch mehr Action

21.08.2012, 15:17 Uhr | Olaf Bleich (ams / jr), Medienagentur plassma

Gamescom 2012: Viel gratis und noch mehr Action. Gamescom 2012: Viel gratis und noch mehr Action (Quelle: Medienagentur plassma)

Gamescom 2012: Viel gratis und noch mehr Action (Quelle: Medienagentur plassma)

Über 600 internationale Aussteller, rund 5300 Journalisten und mehr als 275.000 Besucher - in Zahlen gefasst fällt die Bilanz der Gamescom 2012 positiver aus als im Vorfeld befürchtet. Die Meinungen über die inhaltliche Qualität der wichtigsten europäischen Spielemesse gehen allerdings auseinander. Während die Veranstalter Koelnmesse und BIU sich zufrieden zeigten, kritisiert die Presse die Ideenarmut der Entwickler und den Fokus auf Actionspiele. Ein Trend war unübersehbar: Immer mehr Hersteller setzten auf Free-to-Play und möchten mit attraktiven Gratis-Games Spieler für sich gewinnen, die dann gerne bereits sind, Zusatzinhalte gegen Aufpreis zu erwerben. Die Branche steht am Scheideweg, zwischen Innovation und Altbewährten. Das ging auch an wichtigen Firmen wie Electronic Arts, Capcom, Square Enix, Trion World und Astragon nicht spurlos vorüber.

Electronic Arts

Panzer, Maschinengewehre und Fußball: Bei EA stand die Veranstaltung eindeutig unter dem Motto "Feuer frei." Der Publisher mit dem größten Stand der Messe protzte mit riesigen Bauten für Ego-Shooter wie "Battlefield 3" und "Medal of Honor: Warfighter". Abseits davon tobten sich die jüngeren Spieler beim Torwandschießen in der "Fifa 13"-Area aus. Auch für Electronic Arts gewinnt der Free-to-Play-Markt immer mehr an Bedeutung hinzu - und so verwandelt man "Command & Conquer: Generals 2" kurzerhand in ein Gratis-Strategiespiel, um die "digitale Revolution voranzutreiben. Interessanterweise bedeutet das zugleich den Verzicht auf eine Solokampagne und den bisher immer mitgelieferten Singleplayer-Modus - die Geschichte wird abgespeckt. Hinzu kommen kooperative und kompetitive Skirmish-Matches - weitere Multiplayer-Ausstattung soll folgen.

Trion Worlds

Bei Trion Worlds huldigte man ebenfalls dem Free-to-Play-Boom. Gleich vier hochkarätige Gratis-Spiele ("Defiance", "End of Nations", "Storm Legion") führten das imposante Aufgebot an. Ganz vorne mit dabei: "Warface". Der Ego-Shooter basiert auf der renommierten Cry Engine des Frankfurter Entwicklers Crytek ("Crysis") und bietet knackige PvP-Schlachten (Spieler gegen Spieler) in höchster Grafikqualität. Einen Innovationspreis wird das Spiel zwar nicht gewinnen, aber Trion Worlds demonstriert erfolgreich, dass Free-to-Play-Games nicht zwangsläufig hässlich oder billig sein müssen.

Square Enix

Die Macher von "Tomb Raider" und "Hitman: Absolution" gaben sich auf der Gamescom 2012 eher konservativ. Square Enix setzt auf seine großen Marken: Bereits im November geht der Auftragskiller Agent 47 in "Hitman: Absolution" auf Beutetour. Wegen des hohen Gewaltanteils dürfen daran allerdings nur erwachsene Gamer teilnehmen. Anfang kommenden Jahres folgt der Relaunch des berühmten "Tomb Raider"-Franchises. Dabei verfolgt man eine durchaus vielversprechenden Ansatz: Spiele-Ikone Lara startet als naiver Jungspund ins Abenteuer und muss viel Schmerz, Leid und Tränen investieren, bevor sie als echte Action-Heldin reüssieren kann. Für alle Rollenspieler hat Square Enix mit "Final Fantasy XIV: A Realm Reborn" zudem ein MMOG im Portfolio, welches allerdings von Branchenkennern eher kritisch beäugt wird.

Astragon

Klein, aber fein: Der Mönchengladbacher Publisher Astragon hatte mit dem "Landwirtschaftssimulator 2013" und dem Adventure "Jack Keane und das Auge des Schicksals" lediglich zwei Titel im Aufgebot. Allerdings glänzten beide Spiele mit hoher Qualität, und gerade der "Landwirtschaftssimulator" erwies sich als ein echter Publikumsmagnet. Vielleicht lag es aber auch an den in Dirndl gekleideten Messe-Hostessen...

Capcom

Für Capcom war die Gamescom 2012 ein besonderes Event. Zum einen veranstaltete der japanische Entwickler erstmals eine offizielle Pressekonferenz im Vorfeld der Messe und stellte dort unter anderem das auf Action getrimmte ehemalige Survival-Horror-Game "Resident Evil 6" und die vielversprechende Neuankündigung "Remember Me" vor. "Remember Me" spielt in einer Neo-Version von Paris im Jahr 2084, wo man in der Rolle der Heldin Nilin auf der Suche nach dem eigenen Gedächtnis ist. Die Besonderheit: Erinnerungen sind in dieser Zukunftsvision keine persönliche Sache mehr, sondern können gehandelt, gestohlen und manipuliert werden. So ist Nilin etwa darauf spezialisiert, in das Gehirn anderer Menschen "einzubrechen. Zum anderen feierte die legendäre "Street Fighter"-Serie ihr 25-jähriges Jubiläum. Frohnatur und Producer Yoshinori Ono verbreitete unter den Journalisten Stimmung - stilecht verkleidet als Zottelbiest Blanka.

Fazit

Viele gute Spiele, aber wenige echte Highlights: Die Branche stagniert ebenso auf hohem Niveau wie die Besucherzahlen der Gamescom. Echte Innovationen sind Mangelware, und ob Free-to-Play der Heilsbringer gegen schwindende Umsätze sein wird, wenn jeder Publisher dieses Schiff entert, werden erst die kommenden Monate zeigen. 2012 erwartet Gamer daher alles in allem ein berechenbares Weihnachtsgeschäft mit bekannten Marken, allen voran "Resident Evil", "Fifa", "Hitman" und "Medal of Honor".

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