23.08.2012, 12:02 Uhr | jr / ams
Logo des Publisher Ubisoft (Quelle: Ubisoft)
Ubisoft-Chef Yves Guillemot schätzt die Raubkopien-Quote bei normalen PC-Spielen auf satte 95 Prozent - für die Spiele-Publisher ein ökonomisches Desaster. Als Ausweg, um ein in naher Zukunft drohendes Austrocknen des PC-Spiele-Markts zu verhindern, setzt er auf das "Free-to-Play"-Konzept.
Guillemot argumentiert, dass herunterladbare Free-to-Play-Spiele für die Publisher ökonomischer seien als Boxed-Games im Retail-Vertrieb, weil sie bei geringeren Kosten durch den Wegfall von Verpackung und Vertrieb zumindest den gleichen Gewinn ermöglichten. So könne man auch in Ländern aktiv werden, in denen die hohe Raubkopierer-Quote bislang ein Engagement unmöglich gemacht habe. Ein weiterer Vorteil sei, das man mit Erweiterungen und Item-Selling ein Free-to-Play-Game auf unkomplizierte Art und Weise länger am Leben erhalten und damit mehr und höhere Einkünfte generieren könne. Das allein selig machende Mittel für die Games-Branche seien Free-to-Play-Games aber nicht. Hier sieht Guillemot die Spielkonsolen-Hersteller mit ihren Next-Gen-Konsolen PS4, Xbox 720 und Wii U in der Pflicht, für eine Belebung des Marktes zu sorgen.
Quelle: jr / ams
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