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Spieletest zum Adventure Geheimakte 3 von Deep Silver für PC

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Test Geheimakte 3 | Adventure | PC  

Braut sucht Bräutigam

14.09.2012, 14:36 Uhr | Medienagentur plassma (jr / ams), Medienagentur plassma

Spieletest zum Adventure Geheimakte 3 von Deep Silver für PC. Geheimakte 3 (Quelle: Deep Silver)

Geheimakte 3 (Quelle: Deep Silver)

Die draufgängerischen Abenteurer Nina Kalenkow und Max Gruber haben sich in den bisher zwei famosen Teilen der "Geheimakte"-Adventure-Reihe die Füße wundgelaufen und die grauen Zellen der Spielers zum Qualmen gebracht. Nun soll "Geheimakte 3" für den PC wieder für vergnügliche Rätselstunden sorgen und an die beträchtlichen Verkaufserfolge der Vorgänger anknüpfen. Reicht's erneut zum großen Hit?

Hochzeit mit Hindernissen

Nina und Max wollen es wagen: Mit dem Gang zum Traualtar soll eine gemeinsame Zukunft beginnen. Doch natürlich kommt erstens alles anders, und zweites, als man denkt: Vor Ninas Augen wird der arme Max von einem maskierten Sonderkommando aus der gemeinsamen Berliner Wohnung verschleppt. Hat seine Entführung womöglich etwas mit dem mysteriösen Fund zu tun, auf den Max wenige Wochen zuvor bei Ausgrabungen in der Türkei gestoßen ist? Und wieso wird Nina ständig von diesen diesen Albträumen geplagt? Fragen über Fragen - und der ideale Auftakt für ein spannendes Abenteuer in klassischer "Point & Click"-Machart.

Wo ist Max?

Nach dem dramatischen Anfang stellt sich dem Spieler vor allem eine Frage: Wo zum Teufel steckt Max? Nina begibt sich augenblicklich auf Spurensuche, durchstöbert die Wohnung und das Museumsbüro nach Hinweisen. Die gefundenen Dokumente führen sie zunächst zum Nabelberg in die Türkei, wo sie Emre, den Kollegen von Max, aus einem verschütteten unterirdischen Gang befreien muss. Klasse: Die Story bleibt stets packend, wirft ständig neue Fragen auf und überrascht mit unerwarteten Wendungen und Enthüllungen.

Hotspot-Hilfe

Auf den Schauplätzen findet der Spieler zahlreiche Objekte, die er betrachten oder einsammeln kann. Dazu ist glücklicherweise keine aufwändige Sucharbeit nötig, denn per Mausklick oder Leertaste lassen sich alle Hotspots in der Szenerie übersichtlich anzeigen. Um in der Handlung voranzukommen, müssen bestimmte Gegenstände miteinander verknüpft werden. Das ist auch meistens logisch gelöst, so dass man mit etwas Nachdenken schnell weiß, was zu tun ist. Beispiel: Ein an einem Seil befestigter Haken muss mit Stoff umwickelt werden, damit er beim Wurf in ein Fenster keinen Lärm verursacht und die Wachen nicht alarmiert. Wer trotzdem einmal nicht weiterkommt, darf sich vom Spiel Tipps geben lassen. Außerdem warten noch zahlreiche Schalter- und Logikknobeleien auf den Spieler.

Reisen durch Zeiten und Welten

Auf der Suche nach Max, die den Spieler quer über die Kontinente führt, entwickelt sich eine Mystery-Story rund um die größte Verschwörung unserer Zeit. Dabei lüftet man die Geheimnisse untergegangener Völker, von Archimedes und der gefährlichen Zahl Pi. Nina reist jedoch nicht nur durch die Welt, sondern auch durch die Zeit. Sie macht , macht zum Beispiel einen Abstecher ins Florenz der Renaissance, wo sie Leonardo da Vinci begegnet. Löblich: An einigen Stellen des Spiels sind unterschiedliche Lösungswege möglich. Durch seine Entscheidungen beeinflusst der Spieler den Lauf der Geschichte und bekommt so eines der vier möglichen Enden zu Gesicht.

Was im Müll liegt, muss wichtig sein

"Eine Fahrradspeiche. Für sich eigentlich nutzlos, aber da sie im Müll lag, muss sie wichtig sein", denkt sich die rothaarige Detektivin. Gerne nimmt sich das Spiel selbst auf die Schippe. Auch wenn sich in einer Strategieeinlage zwei kleine Roboter rundenbasiert bekriegen, kommt der Humor nie zu kurz. Vor allem Ninas selbstironische Kommentare und Anspielungen auf bekannte Spiele- oder Fernsehserien sind immer wieder für einen Lacher gut.

Altbewährte Optik

Die Schauplätze sind zwar zahlreich und detailliert gezeichnet und bieten schöne Hintergründe, dennoch wirkt die Grafik insgesamt steril und etwas altbacken. Die Zwischensequenzen, beispielsweise die Verhaftung von Max zu Beginn oder ein Auto-Verfolgungsrennen, zeichnen sich ebenfalls nicht gerade durch hochauflösende Bilder aus. Wenn das Auto nach dem Sturz von der Klippe nur wenige Beulen vorweisen kann, dann wirkt sich das negativ auf die Glaubwürdigkeit des Spiels aus. An anderen Stellen verwendeten die Entwickler anstatt solcher Animationen nur hässliche schwarze Masken, um Veränderungen anzudeuten.

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Was wir mögen

Professionelle Synchronsprecher und versierte Kino-Drehbuchautoren sorgen dafür, dass die Handlung von Geheimakte 3 den Spieler bis zum Abspann fesselt. Geschickt werden Mystery und historische Fakten miteinander verwoben; ständig konfrontiert einen das Spiel mit neuen Überraschungen. Da man im Spielverlauf fünf verschiedene Charaktere steuert und das intelligente Rätseldesign spaßige Denkarbeit garantiert, kommt auch nie Langeweile auf. Trotz der actionreichen Hatz rund um den Erdball bleibt aber immer genug Zeit für den typischen Humor der Adventure-Serie. Aufgrund der eher simplen Kopfnüsse eignet sich das Spiel besonders für Einsteiger; Profis wählen daher den an bestimmten Stellen des Spiels angebotenen höheren Schwierigkeitsgrad.

Was wir nicht mögen

Auf den ersten Blick sieht Geheimakte 3 dank der liebevoll gezeichneten Hintergründe ansprechend aus. Doch die veralteten Charakteranimationen stören den grafischen Gesamteindruck: Die Figuren bewegen sich teilweise sehr steif, selbst das Kombinieren von Objekten wird nicht flüssig dargestellt. Und die Interaktionen, in denen der Spieler Gegenstände zur Rätsellösung verwendet, sind entweder nicht zu erkennen oder nur spartanisch dargestellt. Die Gesichter der Charaktere könnten ebenfalls lebendiger wirken. Schade für Adventure-Veteranen: Der Spielumfang ist mit sechs bis acht Stunden ziemlich mager ausgefallen.

Fazit

Der dritte Teil der Geheimakte-Serie ist kein Genre-Meilenstein, aber ein durchweg solides Point & Click-Erlebnis, das vor allem Einsteiger gefallen dürfte. Kritisierten viele Spieler in den Vorgängern noch die mitunter abstrusen Rätsel, so ist den Entwicklern aus Halle diesmal ein ausgewogenes Rätselabenteuer gelungen: spannend, nie unfair und immer mit stimmiger Atmosphäre. Der Spaß ist allerdings nur von kurzer Dauer, zudem könnte die Technik besser sein. Insgesamt eine runde Sache, aber eben auch kein Kracher wie Daedalics Adventure-Überflieger "Deponia".

Infos zum Spiel

Titel: Geheimakte 3
Genre: Adventure
Publisher: Deep Silver
Hersteller: Animation Arts
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro
System: Windows-PC
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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