Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Shooter-Action von der Stange

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Shooter-Action von der Stange

17.09.2012, 17:33 Uhr | Olaf Bleich (ams), Medienagentur plassma

. Medal of Honor Warfighter (Quelle: EA)

Medal of Honor Warfighter (Quelle: EA)

Die Ego-Shooter-Schlacht entbrennt auch in diesem Winter: "Medal of Honor: Warfighter" vs. "Call of Duty: Black Ops 2". Zwei Spiele ähnlicher Machart: Laut, bombastisch und wenig innovativ. "Medal of Honor" versucht zumindest, sich von der Konkurrenz abzusetzen. Das Rezept der Entwickler von Danger Close Games: Weniger Hollywood-Bombast, dafür mehr Emotionen. Wir haben uns bereits in einer kurzen Einzelspieler-Demo einen Eindruck vom Spiel verschaffen dürfen. Screenshots aus dem Spiel gibt es außerdem in unserer Foto-Show.

Aus dem Soldatenleben gegriffen

Inspiriert durch reale Ereignisse: Diese Einblendung springt einem sofort beim Start der Demo-Mission von "Medal of Honor: Warfighter" ins Auge. Denn der Ego-Shooter wurde maßgeblich durch die Arbeiten echter Soldaten der Tier-1-Spezialeinheit beeinflusst. Trotzdem ist das Spiel keine Simulation, sondern ein rasantes Actionspiel und erinnert vom Gameplay her eher an "Call of Duty: Modern Warfare 3" als beispielsweise an die früheren "Rainbow Six"-Teile. Da wundert es niemanden, dass auch bei der Geiselbefreiung in der philippinischen Stadt Isabela City schnelle Reaktionen und ein gutes Auge überlebenswichtig sind. Die aus "Battlefield 3"bekannte Frostbite 2-Technologie zaubert dabei ein schönes Katastrophenszenario auf den Bildschirm: Die Stadt ist überflutet, Gebäude liegen in Trümmern. Die Einsatzkräfte rund um den aus dem Vorgänger bekannten US-Soldaten Preacher springen aus dem Helikopter.

Routiniertes Ballern

Kaum in der Lagerhalle angekommen, befindet man sich auch schon in einem Gefecht. Terroristen stürmen die Anlage, verschanzen sich hinter Kisten und eröffnen das Feuer. Allerdings reagieren sie nur bedingt intelligent: Sie strecken ihren Kopf zu häufig aus der Deckung, lassen sich zu leicht flankieren. Die eigenen Kameraden auf der anderen Seite spulen routiniert ihr Programm ab: Sie gehen in Deckung, feuern, und sobald alle Widersacher platt sind, geht die Tour weiter. Von echtem Teamwork keine Spur. Das Säubern der folgenden Straßenzüge erinnert ebenfalls stark an die Vorgänger. Der Level ist linear aufgebaut, und so folgt ein Feuergefecht dem nächsten. Auffällig: Erschossene Widersacher hinterlassen nur selten Munition. Stattdessen holt man sich neue Kugeln bei den Kameraden ab. Außerdem verreißt das Gewehr bei längeren Salven stark. Kurze Feuerstöße sind also die einzige Lösung.

Die Schattenseiten des Kriegs

Die Demo endet schließlich mit der Zerstörung der alten Stadthalle, in der die Provinzregierung ansässig ist. Per Lasermarkierung zerstört ein Helikopter den Eingang zunächst mit einer Raketensalve, ehe der Spieler selbst hinter dem Bordgeschütz hockt und die Terroristen mit dem MG jagt. Unser Eindruck bis hierhin: Das ist übliches Action-Niveau, grafisch schön inszeniert, aber spielerisch altbekannt. Immerhin werden die Zwischensequenzen in deutlich kritischerem Licht präsentiert, zeigen die Schattenseiten des Soldatenjobs. Besorgte Familien, einsame Frauen und kleine Kinder mit großen Kulleraugen sorgen beim Spieler für ein ungutes Gefühl. Tatsächlich funktioniert diese emotionale Komponente dank der detaillierten Sequenzen recht gut, auch wenn hier natürlich einige Klischees bedient werden.

Wir sind ein Team

Der Mehrspieler-Modus von "Medal of Honor: Warfighter" spielt sich anders: Das Programm steckt die Teilnehmer in Zweier-Teams. Durch die erzwungene Allianz ist der Partner jederzeit sichtbar, zudem tauschen die beiden Soldaten Munition und Granaten aus. Die Zusammenarbeit ist gerade auf den engen Karten wichtig. Die Kämpfe sind schnell, werden dominiert durch hektischen Häuserkampf. Geht einer der Spieler bei Beschuss zu Boden, kann ihm der andere aufhelfen oder fungiert als mobiler Respawn-Punkt zum Neueinstieg ins Spiel. Neben klassischen Team-Modi bietet "Medal of Honor: Warfighter" die neue Option "Homerun". Hier treten zwei Sechser-Mannschaften gegeneinander an und verteidigen jeweils eine Flagge. Das Problem: Es gibt keine Respawns oder Tickets. Wird ein Spieler getroffen, ist er für diese Runde raus. So entstehen kurze, aber ausgesprochen dynamische Partien. Eine clevere Idee, gerade für die E-Sport-Community.

Fazit

"Medal of Honor: Warfighter" wird sicherlich keine Ausgeburt an Kreativität oder gar Genialität. Hier bekommen Genre-Fans genau das geliefert, was sie in den vergangenen Jahren gekauft und für gut befunden haben: Eine actionreiche und effektbeladene Achterbahnfahrt, unterfüttert mit einigen emotionalen Klischees und schönen Momenten. Es ist allerdings fraglich, ob eine an echte Ereignisse angelehnte Geschichte samt Zwischensequenzen ausreicht, um einem "Call of Duty: Black Ops 2" den Rang abzulaufen. Der Ego-Shooter macht vom handwerklichen Standpunkt nichts falsch, spielt sich gut und dürfte Genre-Fans ordentlich unterhalten. Innovation sieht aber anders aus.

Infos zum Spiel

Titel: Medal of Honor: Warfighter
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Danger Close Games
Release: 25. Oktober 2012
Preis: zirka 65 Euro (Konsole), zirka 55 Euro (PC)
System: Windows-PC, Xbox 360, PS3
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Befriedigend (Singleplayer), Gut (Multiplayer)

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Vertrauensbruch 
Pflegerin ahnt nichts von der versteckten Kamera

Nach einem Anfangsverdacht installieren Verwandte das Gerät, die Aufnahmen sind erschreckend. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal