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F1 2012 im Test: Formel 1-Rennsimulation von Codemasters überzeugt

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Test F1 2012 | Rennsimulation | PC, PS3, Xbox 360  

Besser als Schumi

20.09.2012, 15:04 Uhr | Medienagentur plassma (ams / vb), Medienagentur plassma

F1 2012 im Test: Formel 1-Rennsimulation von Codemasters überzeugt. F1 2012 (Quelle: Codemasters)

F1 2012 (Quelle: Codemasters)

Das wird kein einfacher Ritt. Wer bei Codemasters neuem Formel 1-Rennspiel abräumen will, muss fahren können und zum Leiden bereit sein. Denn nur wer die Zähne zusammenbeißen und um Erfolg kämpfen will, wer einen Adrenalin-Kick sucht und sich einem Geschwindigkeitsrausch hingeben mag, der fährt mit F1 2012 goldrichtig. Das Beste: Um Schumi auszubremsen, Vettel zu bezwingen und Alonso in seine Grenzen zu verweisen, braucht's nicht einmal einen Führerschein. Zur Teilnahme an der aktuellen Grand-Prix-Saison reichen PC, PS3 oder Xbox 360.

Lizenz zum Fahren

Oberflächlich betrachtet stecken keine allzu großen Überraschungen in F1 2012. Schnelles Rennen, Online-Wettkämpfe, solche Spielmodi fährt jedes Rennspiel auf. Der Karrieremodus ist ähnlich strukturiert wie im letztjährigen Serien-Ableger: Motorsport-Wochenenden in Folge, komplett mit Qualifying, ein bisschen Story-Drumherum und der Option, zwischen Teams zu wechseln. Ergänzend zu den genreüblichen Spielmodi schiebt F1 2012 weitere Varianten an den Start. Beispielsweise die "Koop-Meisterschaft", wo der Spieler im Team mit einem Online-Mitspieler gemeinsam eine komplette Saison durchlebt. Solopiloten mit wenig Zeit, aber großem Ehrgeiz könnten die "Saison-Challenge" zu schätzen lernen: Eine Art Mini-Weltmeisterschaft mit zehn Rennen á fünf Runden, bei der Podestplätze im laufenden Rennen bessere Startpositionen im Folgerennen sicherstellen.

Besiege die Champions

Eine Spielvariante mit Persönlichkeit verbirgt sich hinter dem "Champion-Modus". In gestellten Szenarien kämpft man direkt gegen sechs Formel 1-Weltmeister. In der ersten Herausforderung beispielsweise stellt sich Kimi Räikkönen höchstpersönlich via Polygon-Figur als Gegner vor. Danach wird man auf der belgischen Rennstrecke Spa kurz vor dem Fall der Zielflagge ins Rennen geworfen und soll seinen Teamkollegen - eben Räikönnen -  binnen drei Runden ein- und überholen. Apropos Räikönnen: F1 2012 basiert natürlich auf der offiziellen FIA-Lizenz und bietet als solche all die großen Namen des Formel 1-Zirkus auf. Ob man Ferrari, Mercedes, Red Bull oder eines der neun anderen Autos fahren will, ist jedem selbst überlassen. Die Gegner? Alonso, Schumi, Vettel und Co. Als Grundlage und Drumherum für die Rundrennen dienen die 20 Kurse der laufenden Saison. Darunter Hockenheim und der neue "Circuit of the Americas" in Texas. Eine sehr schöne Strecke mit mittelschnellen Kurven.

Große Optionen-Vielfalt

Das Spiel nutzt die großen Namen als Zugpferd für ein starkes Game mit großartiger Ausstattung. Die Steuerung ist konfigurierbar, man kann mit Bremsautomatik, Bremsunterstützung oder Rutschkontrolle fahren. Das Getriebe ist  manuell, halb- oder vollautomatisch schaltbar, eine Streckenkarte blendet sich klein oder groß, statisch oder in Fahrtrichtung rotierend ins Bild ein. Praktisch jede genreübliche Option ist vorhanden - und mehr. Die Ideallinie zum Beispiel gibt´s unter anderem als "plastische" Variante: Transparente Quader auf dem Asphalt zeigen den schnellsten Weg und geben durch ihr dynamisches Aussehen einen Hinweis darauf, ob man zu schnell, zu langsam oder genau richtig unterwegs ist: Bauen sich die Quader wie Mauern vor einem auf, geht man besser vom Gas.

Praxisnahe Fahrschule

Das ist nur eine von etlichen Feinheiten in F1 2012. Eine andere, sehr gute Idee - keineswegs neu, aber lange nicht gesehen - versteckt sich hinter der Option "Young Drivers Test". Im Rahmen einer elf Lektionen umfassenden Fahrschule bekommt der künftige Champion die wichtigsten Merkmale des Sports erklärt. Ein "Renningenieur" sagt ein paar Worte zum gefühlvollen Umgang mit Gas und Bremse, danach geht man auf die Strecke und probiert´s aus. Auf diese Weise geht einem selbst der Umgang mit komplizierten Techniken schnell in Fleisch und Blut über. Wer beispielsweise nach unzähligen RTL-Übertragungen noch nicht recht weiß, dass Formel-1-Piloten per KERS etwas mehr Schub herausholen, und per DRS zum Überholen ansetzen - all das lehrt einen die Schule von F1 2012 anschaulich und praxisnah.

Großartiges Fahrerlebnis

Auf der Strecke kommen Einsteiger genauso auf ihre Kosten wie Kenner des Genres. Wer sich das Leben etwas leichter machen will, kann mit aktiviertem Bremsassistent immer Vollgas fahren und sich auf den Verbleib auf der Strecke konzentrieren. Ist anspruchsvoll genug. Oder aber man lernt jede Bremszone auswendig und schaltet von Hand. Beides führt letzten Endes zu packenden Positionskämpfen. Grund dafür ist das beispielhafte Zweikampfverhalten der Computergegner. Noch in keinem anderen Rennspiel ist es zu derart spannungsreichen Rad- an Rad-Duellen gekommen.

Vorbildliche Computer-KI

Zentimeter für Zentimeter schiebt man sich an den Konkurrenten heran, fährt nebeneinander durch die Biegung, zippt auf die lange Gerade hinaus und bremst nebeneinander hart in die nächste Kurve. Manchmal geht das eine halbe Runde lang so dahin oder länger. Selbst  auf dem untersten der vier Schwierigkeitsgrade hat man nie das Gefühl, dass einen der KI-Pilot vorbei winken würde, dass er viel zu früh bremst oder übermenschlich spät. So haarscharf ist´s noch in keiner Simulation zugegangen. Fairness wird trotzdem groß geschrieben. Zu Rempeleien kommt es erstaunlich selten.

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Was wir mögen

Die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen, und das Fahrgefühl setzt Maßstäbe im Genre. Wesentlichen Anteil daran hat die Computer-KI: Während der spannenden Positionskämpfe vergisst man tatsächlich, das man es "nur" mit Hirnen aus Silizium zu tun hat. Die deutsche Version ist mit Fachkenntnis übersetzt und vertont.

Was wir nicht mögen

Bei Regenwetter lässt sich hin und wieder minimaler Zeilenversatz blicken, außerdem dauern die Ladepausen zu lang. Es gibt keine Fahrzeugklassen abseits der Formel 1 und im Karrieremodus keinerlei Wirtschafts- und Sponsoring-Elemente.

Fazit

Eine Sternstunde des englischen Rennspiel-Spezialisten Codemasters. F1 2012 zählt zu den besten Motorsport-Simulationen der letzten zehn Jahre. Die Produktion des Codemasters Studio Birmingham übertrifft in Sachen Ausstattung, Fahrerlebnis und Atmosphäre sogar Geoff Crammonds sagenhaften PC-Titel "Grand Prix 4". Ein Muss-Kauf für jeden Motorsport-Fan und Genre-Liebhaber.

Infos zum Spiel

Titel: F1 2012
Genre: Rennsimulation
Publisher: Codemasters
Hersteller: Codemasters
Release-Termin: 21. September 2012
Preis: zirka 50 Euro (PC), zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360)
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut

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