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PES 2013: Test der Fußball-Simulation für PC, PS3 und Xbox 360

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Test PES 2013 | Fußball-Simulation | PC, PS3, Xbox 360  

Der Zweikampf des Jahres

21.09.2012, 11:44 Uhr | Jens-Magnus Krause (ams / vb), Medienagentur plassma

PES 2013: Test der Fußball-Simulation für PC, PS3 und Xbox 360. PES 2013 (Quelle: Konami)

PES 2013 (Quelle: Konami)

Die Rangelei um den Fußball-Thron ist eröffnet! Wie jedes Jahr werben Pro Evolution Soccer und Fifa um die Gunst der Spieler. Dieses Mal ist der japanische Entwickler Konami der Konkurrenz von Electronic Arts zumindest in Sachen Veröffentlichungspolitik einen Schritt voraus: PES 2013 ist bereits eine Woche früher als FIFA 13 erschienen. Schlecht getan hat diese Entscheidung dem Spiel nicht - denn das Ergebnis ist trotzdem eine ausgereifte Fußball-Simulation mit unzähligen Steuerungsraffinessen, allerlei Angriffsvariationen und authentischen Superstars wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Mario Gomez. Allerdings hinkt das neue PES dem Fifa-Widersacher vor allem in den Bereichen Präsentation, Atmosphäre und Original-Lizenzen hinterher.

Langsamer und befreit aufspielen

PES-Kennern fällt sofort auf: die Entwickler haben an der Geschwindigkeitsschraube gedreht, das Geschehen auf dem Platz läuft in diesem Jahr deutlich langsamer ab. Und das ist gut so, denn endlich kann der Spieler seine Dribblings, Pässe und Schüsse in aller Ruhe und dadurch viel genauer ausführen. Unterstützend kommt die verbesserte Reaktionszeit der virtuellen Profis auf dem Platz dazu. Dadurch kann man angenommene Bälle schneller weiter verarbeiten. Theoretisch zumindest. Denn die Ballannahme ist insgesamt heimtückischer: Bei zu festen Pässe haben die KI-Kollegen Probleme, den Ball unter Kontrolle zu bringen. Hier hilft wiederum die "Dynamic First Touch"-Möglichkeit. Damit muss der Kicker das runde Leder nicht erst stoppen, sondern kann es im Lauf annehmen und verwerten.

Die Qual der Wahl

Dank der verbesserten Steuerung bietet das Aufbauspiel mehr Optionen: Wer seinen Gegner gerne durch gekonntes Passspiel austrickst, auf Ballbesitz setzt und das Spiel breit macht, kann das in PES 2013 leicht umsetzen. Der englische "Kick & Rush"-Stil funktioniert ebenfalls prima: Mit einem Doppelpass und Bällen in den freien Raum prescht man nach vorne und sucht den direkten Abschluss. Dabei gleicht kein Angriff dem anderen, jedes Tor fällt auf eine andere Art und Weise. Das ist eine der großen Stärken der Konami-Simulation. Für welchen Spielstil man sich aber auch entscheidet: Die Mitspieler auf dem Platz bewegen sich in der Offensive dank optimierter Laufwege in freie Räume. Und in der Defensive machen sie die Räume eng.

Ausgetrickst und stehen gelassen

Eins-gegen-Eins-Situationen meistert der Spieler in PES 13 souverän: Man kann den Ball abschirmen, einen Rückpass spielen oder mit einem Dribbling am Gegenspieler vorbeiziehen. Letzteres funktioniert schön intuitiv: Drückt man zur rechten Zeit die Schultertasten am Controller, tunnelt man den verdutzten Gegner. Nicht nur in diesen Situationen erreicht die Steuerung einen ebenso komplexen wie feinfühligen Tiefgang, den es bis jetzt noch in keinem Fußballspiel gegeben hat.

Starke Ball-Physik, zu starke Stars

Der Spielspaß bewegt sich stets auf hohem Niveau. Das liegt vor allem an der korrekt arbeitenden Ballphysik. Pässe und Schüsse gelingen druck- und effektvoll mit richtiger Flugbahn. Was dagegen deutlich zu stark ist, nennt sich "Player ID". Dahinter verbergen sich die Eigenheiten von Star-Spielern. So erkennt man etwa Cristiano Ronaldo schon aus weiter Ferne an seinem Laufstil und Lionel Messi an seinen Hochgeschwindigkeits-Dribblings. Leider ist es nahezu unmöglich, diese Spieler mit fairen Mitteln vom Ball zu trennen. Ronaldo & Co. sind viel zu schnell, abschlusssicher und dribbelstark - und damit klar im Vorteil.

Defensiv aufgemöbelt bei zu vielen Pfiffen

Nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr hat der Spieler dieses Jahr mehr Möglichkeiten: Man kann dem Angreifer den Ball einfach vom Fuß stibitzen und diesen ins Leere laufen lassen. Dazu drückt man im richtigen Moment zwei Mal die X-Taste, und der Ball gehört dem Verteidiger. Das Grätschen hingegen ist weniger hilfreich, nicht selten segelt der Spieler am Ball vorbei. Wenn man dabei auch noch den Gegenspieler trifft, geht dies oft übel aus: Die Schiedsrichter zücken schon bei eher harmlosen Fouls die gelbe Karte. Und den Kurs "Passives Abseits" an der Schiedsrichter-Schule haben sie offenbar verpasst.

Schwachstelle Präsentation

PES 2013 überzeugt spielerisch auf ganzer Linie. Die Präsentation ist jedoch lückenhaft wie eine nicht eingespielte Vierer-Abwehrkette. Das Schwächeln beginnt bereits im unübersichtlichen, lieblos gestalteten Menü. Danach blenden die Entwickler im Ladebildschirm vor einem Spiel die Team-Logos ein, im Hintergrund sieht man das ausgewählte Stadion. Besonders hier bietet die Fifa-Konkurrenz mehr Abwechslung. Dort kickt der Spieler in Ladepausen auf einem Fußballplatz mit einem ausgewählten Spieler zum Zeitvertreib. An dieser Stelle ist PES 2013 heutzutage einfach nicht mehr auf dem Stand der Dinge. Beim Einlauf der Mannschaften klatschen die Zuschauer zwar, aber Hexenkessel-Atmosphäre? Fehlanzeige! Dafür fehlen zu viele Original-Fangesänge, laute Musik im Stadion und original Fan-Plakate. Die mageren Lizenzen sind ebenfalls ein Negativpunkt: Aus der Bundesliga laufen lediglich der FC Bayern und Schalke 04 auf dem Rasen ein.

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Was uns gefällt

Dank der verbesserten Steuerung fühlt sich die neueste PES-Version noch mehr wie realer Fußball an. Bälle verspringen wie in echt, man kann sie aber auch eleganter annehmen. Die zahlreichen Tricks und die neue Möglichkeit, Pässe und Schüsse völlig frei auszuführen, überzeugen zusätzlich. PES 13 ist spielerisch variabler als der Vorgänger und bietet tiefgehenden, komplexen Fußball-Realismus. Das motiviert vor allem diejenigen, die sich kontinuierlich verbessern möchten.

Was uns nicht gefällt

Spieltiefe hin oder her: Die angestaubte Präsentation, die inzwischen nicht mehr ganz zeitgemäße Grafik und die überstarken Star-Spieler setzen dem Titel zu. Und warum gibt es seit vielen Jahren kaum neue Fangesänge und Kommentatoren-Sprüche? Auch der Soundtrack wirkt eher wie eine Bravo-Hits-Sammlung und nicht wie ein sorgfältig ausgesuchter Fußball-Mix.

Fazit

Pro Evolution Soccer 2013 macht an der wichtigsten Stelle alles richtig: Die Steuerung funktioniert tadellos; der Spieler behält stets die Kontrolle über das Geschehen auf dem Bildschirm. Hier steht Fußball drauf, und genau das ist auch drin. Trotz schwächelnder Präsentation und fehlender Bundesliga erhält man eine Simulation, der auf dem Platz niemand etwas vormacht. Und genau darauf kommt es ja an.

Infos zum Spiel

Titel: PES 2013
Genre: Fußball-Simulation
Publisher: Konami
Hersteller: Winning Eleven Productions
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 45 Euro (PC), zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360)
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 0 Jahre
Wertung: Sehr gut

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