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Borderlands 2: Rückkehr in die Grenzlande

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Test Borderlands 2 | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

"Borderlands 2": Rückkehr in die Grenzlande

21.09.2012, 10:54 Uhr | Michael Förtsch, Richard Löwenstein

Borderlands 2: Rückkehr in die Grenzlande. Borderlands 2 für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Gearbox / 2K Games)

Borderlands 2 für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Gearbox / 2K Games)

2009 gelang dem Entwickler Gearbox mit Borderlands, einer durchgeknallten Mixtur aus Ego-Shooter und Rollenspiel, ein Überraschungs-Erfolg. Knapp vier Jahre und über sechs Millionen verkaufte Exemplare später stürmt nun Borderlands 2 auf PC, Xbox 360 und PS3. Den Spieler erwartet erneut eine erquickende Reise in die Grenzländer, um Bösewicht Handsome Jack mal ordentlich die Leviten zu lesen.

Streben nach Macht

Es ist das "lila Gold", das immer wieder Abenteurer auf den unwirtlichen Planeten Pandora lockt: Ein Element namens Eridium, eine Energiequelle ungeahnter Macht. Auf die hat es auch der Waffenkonzern Hyperion abgesehen, geführt vom selbstgefälligen Verbrecher Handsome Jack, der den Rohstoff zur Waffenmodifikation einsetzen will. Dem verlockenden Ruf des Geldes und der Macht folgen aber auch Assassine Zer0, Kommando Axton, Waffennarr Salvador und Sirene Maya - die vier neuen Helden von Borderlands 2. Was sie nicht wissen: Sie laufen geradewegs in eine Falle von Jack: Denn statt die Abenteurer wie versprochen anzuheuern und fürstlich zu entlohnen, sitzen sie wenig später an Bord eines Hochgeschwindigkeitszuges, der bis auf den letzten Platz mit humanoiden Killerrobotern und einer Wagenladung Dynamit bestückt ist. Boom!

Teamwork

Als die Truppe wieder zu sich kommt, buddelt ein CL4P-TP Steward-Bot - ein einrädriger Roboter, der besser als "Claptrap" bekannt ist - im meterdicken Schnee ein kaltes Grab für die Draufgänger. Plötzlich bemerkt der kleine Metalleimer, dass die vier doch noch unter den Lebenden weilen und schmort vor Freude fast durch. Sofort schenkt das gutmütige Kerlchen den frischgebackenen Teammitgliedern ECHO-Kommunikatoren, die er, wie er selbst betont, "ganz sicher nicht den hier überall verstreuten Leichen abgenommen hat". Deren integriertes Display zeigt jeder Spielfigur neben einer Munitionsanzeige für Schusswaffen und Granaten auch die noch verbleibende Schild- und Lebensenergie, die gewählte Spezialfähigkeit, eine Minikarte der Umgebung, einen Erfahrungspunktebalken sowie das aktuelle Charakterlevel und eine Kurzübersicht zur momentan in Angriff genommen Mission. Kurzum: So ziemlich alles, was ein erfolgreicher Haudegen braucht, um Handsome Jack alleine oder mit bis zu drei Kumpels im bewährten Koop-Modus das Handwerk zu legen.

Unendliche Weiten

Bis es soweit ist, müssen jedoch dutzende Hürden überwunden und tausende Gegner in die ewigen Pandora-Jagdgründe geschickt werden. Bewaffnet mit Scharfschützengewehr, Schrotflinte, Maschinenpistole und ähnlichen Kalibern stellt man sich den abwechslungsreichen wie aggressiven Einheimischen der Borderlands. Da werden echsenähnliche Stalker von einem Raketenwerferprojektil in Stücke gerissen, Bullymongs - arktische Riesenaffen mit vier Armen - sacken unter dem dauerhaften Rattern eines Maschinengewehrs leblos in sich zusammen und Banditenschädel platzen durch perfekt gezirkelte Distanztreffer. Eine ziemliche Sauerei.

Zielen, abdrücken

Wer schon einmal Call of Duty und Konsorten gespielt hat, findet sich bei der Steuerung sofort zurecht. Kugeln zischen per gezogener rechter Schultertaste gen Feindmob, mit der linken Schultertaste zielt der Protagonist über Kimme und Korn. Die Aktionstasten dienen zum Springen, Nachladen, Waffenwechseln oder Ducken. Kurzes Reindrücken des rechten Analogsticks führt einen Nahkampfangriff aus - drückt man den linken durch, nimmt der Heroe die Beine in die Hand und sprintet los. Präzise, direkt, und leicht erlernbar.

Viel zu tun!

Wer neben den Haupt- auch die Nebenmissionen angeht und alle Gebiete akribisch durchforstet, kann beim ersten Story-Durchlauf gut und gerne mit einer Spielzeit von bombastischen 60 Stunden rechnen. Ja richtig, das sind zweieinhalb Tage Zocken nonstop! Tage, in denen man unter anderem von Gehilfen hintergangen wird, riesige Bossgegner wie einen monumentalen Hyperion-Roboter zum Teufel schießt und die wohl traurigste Geburtstagsparty der Welt miterlebt. Doch auch wer nur dem netten, aber irgendwie dann doch nebensächlichen roten Storyfaden folgen will, kalkuliert schon mal knapp 40 Stunden ein. Besonders hervorzuheben ist zudem die zu weiten Teilen hervorragend gelungene deutsche Übersetzung und Tonspur. Wenn Banditen als letzten Ausruf vor ihrem Tod dem erbarmungslosen Heldenquartett Sätze wie "Aber wir wollten doch Kuchen backen!" entgegen schmettern und für den hiesigen Kulturkreis sinnig übersetzte Missionsziele mit "Du hast die Haare schön" oder "Stein, Papier, Massenmord" betitelt werden, bleibt kein Zockerauge trocken. Auch der Rest der Soundkulisse überzeugt mit mal leiser, mal treibender Hintergrundbeschallung und wuchtigen Waffenklängen.

Was wir mögen

Was für ein Zeitfresser! Der Umfang von Borderlands 2 ist sprichwörtlich kolossal, ohne sich aber künstlich gestreckt anzufühlen. Wie schon im Erstling motivieren vor allem das Sammeln der Bazillionen von Waffen und der schräge Humor des Games. Die Comicgrafik ist Geschmackssache, aber definitiv ein Hingucker.

Was wir nicht mögen

Einige der zahlreichen Nebenmissionen wirken recht ähnlich. Wer nicht will, muss die ja aber auch nicht machen. Gelegentlich stört sich das Auge an nachladenden Umgebungstexturen.

Fazit

Kurz und knapp - denn wir wollen weiterspielen: Wer sowohl für Ego-Shooter als auch für Rollenspiele etwas übrig hat, kommt um den zweiten Trip in die Borderlands nicht herum. Claptrap wartet!

Infos zum Spiel

Titel: Borderlands 2
Genre: Rollenspiel / Ego-Shooter
Publisher: 2K Games
Hersteller: Gearbox
Release: Im Handel
Preis: zirka 45 Euro (PC) / zirka 60 Euro (Konsolen)
System: PC, Xbox 360, PS3
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren 
Wertung: Sehr gut

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