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Spieletest: EA kickt sich mit Fifa 13 an die Spitze

25.09.2012, 15:38 Uhr | Jens-Magnus Krause (ams / vb), Medienagentur plassma

Test: EA kickt sich mit Fifa 13 an die Spitze. Fifa 13 (Quelle: EA)

Fifa 13 (Quelle: EA)

Das Duell auf dem virtuellen Rasen findet auch 2012 zwischen Konami und Electronic Arts statt: Die Konkurrenz hat mit Pro Evolution Soccer 2013 bereits vorgelegt (hier unser Test) - schafft Fifa 13 den Ausgleich? Auf den Zweikampf der Fußball-Simulationen ist der Publisher immerhin top vorbereitet: Eine authentische Ballbehandlung, eine komplett neu programmierte künstliche Intelligenz der Mitspieler und rundum erneuerte Dribbling-Möglichkeiten sollen das für PC, PS3 und Xbox 360 erhältliche Sportspiel an die Tabellenspitze hieven. Die Verbesserungen und die aufgemotzten Spielmodi überzeugen. Aber reicht das zum Sieg? Wir stellen das Game in der Foto-Show ausführlich vor. Alle News, Infos und Updates gibt's im ständig aktualisierten Übersichtsartikel.

Realismus vs. Nervenkostüm

Fifa 13 basiert auf einer Hauptzutat des Fußballsports: der Unberechenbarkeit. Das spiegelt besonders die Ballannahme wieder. Denn auf dem Platz nehmen die Kicker das runde Leder nicht mehr bedingungslos fehlerfrei und wie einen Magneten an. Man muss diesen Faktor bereits bei der Dosierung der Passstärke einplanen, damit die Mitspieler die Lederkugel möglichst leicht weiterverarbeiten können. Gerade bei Spielern aus unterklassigen Ligen verspringt die Pille häufiger und man verliert umgehend den Ballbesitz. Das ist zwar unberechenbar und manchmal nervig, aber niemals frustrierend. Und es ist Fußball in seiner reinsten Form. Selbst Top-Spieler wie Lionel Messi sind keine Götter und verlieren den Ball mal. Gut so!

Wie im Wilden Westen

Neben der gerade beschriebenen "First Touch Ball Control" haben die Entwickler das aus "Fifa Street" bekannte "Complete Dribbling"  eingebaut. So hat man während eines Dribblings jetzt immer Blickkontakt zu seinem Gegner und kehrt ihm beim Tricksen nie den Rücken zu. Das fühlt sich an der Seitenlinie dann tatsächlich wie ein Duell im Wilden Westen an: Von Angesicht zu Angesicht. Um zu gewinnen, führt der Spieler neuerdings auch Körpertäuschungen aus, ohne die Laufrichtung des Balles zu verändern. Damit muss der Spieler Eins-gegen-Eins-Situationen nicht mehr wie noch im Vorgänger scheuen.

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Hohe Intelligenz – auch ohne Ball

Die realistische Ballannahme und das verbesserte Tricksen sind nicht die einzigen Neuerungen in Fifa 13. Besonders im Angriff fällt die komplett neu programmierte künstliche Intelligenz der Mitspieler auf. Dadurch erhält man im Angriff mehr Unterstützung: Die Teamkameraden stoßen in freie Räume vor, hinterlaufen den Spieler auf dem Flügel und bieten sich im Mittelfeld ständig an. So entstehen Tore, die es in den Vorgängern aufgrund mangelnder Programmierung nie gegeben hat. Die Folge: offene und spannende Spiele voller Angriffsmöglichkeiten.

Körperbetonter Kick

Insgesamt fühlt sich das Spiel noch mehr nach Fußball an. Das liegt daran, dass EA Canada die im Vorgänger neu integrierten Bewegungsabläufe der Spieler optimiert hat. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Balltreter auf dem Platz kollidierten und in die Luft flogen – oder unschöne Verrenkungen zeigten. Die Möglichkeit, den gegnerischen Stürmer auf Knopfdruck abzudrängen, zeigt ebenfalls die körperbetonte Spielart von Fifa 13. Teilweise sogar sogar etwas zu stark. Dann nämlich, wenn der Ball im Mittelfeld innerhalb von zehn Sekunden gefühlte sechs Mal den Besitzer wechselt. Da fragt man sich manchmal, warum man drei Mal in Folge den Ball erobert,  nur um ihn sofort wieder abzugeben.

Optische Genügsamkeit, akustische Leckerbissen

Grafisch hat sich das Spiel allerdings kaum weiterentwickelt. Schön ist aber, dass es neue Animationen gibt. So kann man einen verloren geglaubten Ball mit einer Grätsche vor der Aus-Linie retten. Oder der Stürmer ärgert sich sichtlich über eine vergebene Chance. Das ist alles keine Revolution, wirkt sich aber positiv auf die Atmosphäre aus. Bei der Klangkulisse hat sich dagegen einiges getan. Nicht nur, dass der Soundtrack satte 50 Lieder umfasst. Vor allem die Fan-Gesänge während einer Partie überzeugen. Sogar die Anhänger des aktuellen Zweitligisten FC St. Pauli grölen Original-Schlachtgesänge ins Rund. Gänsehaut pur!

Spielmodi für jeden

Fifa 13 ist auch für Spieler geeignet, die mehr als nur den schnellen Kick wollen. Die Spielmodi sind langfristig motivierend: Der Spieler kann mit seinem eigenen Spieler mehrere Saisons absolvieren und diesen stetig verbessern. Oder in einem Turnier-Modus um Pokale antreten. Multiplayer-Duelle – lokal oder via Internet – machen besonders viel Spaß. Neu: In den Ladezeiten absolviert man jetzt Geschicklichkeitsspiele. Mal muss der Spieler Flanken auf Zielscheiben schlagen, dann wiederum gezielte Torschüsse abfeuern oder um Hütchen dribbeln. Alles unter Zeitdruck, alles für Punkte. Damit levelt man sich in der weltweiten Fifa-Rangliste nach oben.

Was uns gefällt

Fifa 13 ist Fußball. Punkt. Von der Spielbarkeit und Unberechenbarkeit auf dem Platz über die grandios inszenierten Fan-Gesänge bis hin zu den Spielmodi und dem umfassenden Lizenzpaket. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Besonders die neue künstliche Intelligenz, die realistischere Ballannahme und die fairen Eins-gegen-Eins-Duelle machen Spaß. Auch das neue Menü-Design und die um Mini-Spiele erweiterten Ladebildschirme fügen sich nahtlos und fehlerfrei ein.

Was uns nicht gefällt

Was Fifa 13 dieses Jahr fehlt? Echte Innovationen. Die Verbesserungen im Detail sind schön und gut. Aber es gibt kein nennenswertes Highlight, keinen Überraschungseffekt. Eine böse Überraschung ist zusätzlich die verschachtelte Menüführung im Manager-Modus. Hier verliert der Spieler viel zu schnell den Überblick. Auch auf dem Platz sorgen die Ping-Pong-Einlagen im Mittelfeld für wenig Erheiterung. Das ist aber Meckern auf einem sehr hohen Niveau.

Fazit

Fifa 13 ist vielmehr eine Verbesserung eines Erfolgsrezeptes als eine komplette Neuentwicklung voller revolutionärer Funktionen. Und das ist gut so. EA Canada hat die nervigen Fehler des Vorgängers beseitigt und bereits gut funktionierende Ansätze perfektioniert. Im Großen und Ganzen ist das hier das aktuell beste Fußball-Erlebnis. Im Vergleich zu PES 2013 fühlt sich Fifa 13 aufgrund des höheren Spieltempos zwar etwas mehr nach Arcade an, ist in Sachen Präsentation, Lizenzen und Spielmodi aber klar einen Schritt voraus.

Infos zum Spiel

Titel: Fifa 13
Genre: Fußball-Simulation
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: EA Canada
Release-Termin: 27. September 2012
Preis: zirka 45 Euro (PC), zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360)
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 0 Jahre
Wertung: Sehr gut

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