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Resident Evil 6: Action garniert mit vielen Schock-Momenten

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Test Resident Evil 6 | Survival-Horror | PC, PS3, Xbox 360  

Resident Evil 6: Action garniert mit Schock-Momenten

07.10.2012, 10:27 Uhr | Markus Würstle / vb, ams, Richard Löwenstein

Resident Evil 6: Action garniert mit vielen Schock-Momenten. Resident Evil  6 Survival-Horror-Spiel von Capcom für PC, PS3 und Xbox 360. (Quelle: Capcom)

Resident Evil 6 Survival-Horror-Spiel von Capcom für PC, PS3 und Xbox 360. (Quelle: Capcom)

Neu und doch traditionell. Actionreich und doch Horror pur. Zugänglich und doch fordernd. Dieser Spagat will Resident Evil 6 für Xbox 360, PS3 und PC gelingen. Eine Art Resident Evil-Best-Of sollte es laut Capcom werden, mit neuen Gameplay-Elementen und gleichzeitig Treue zu bewährten Serienkonventionen. Wie immer, wenn man sich zu viel vornimmt, gilt auch hier: Es hat nur teilweise geklappt. Warum der sechste Teil des einstigen Survival-Horror-Primus trotzdem mehr Fans zufrieden stellen könnte als sein Vorgänger, verraten unser Test und die Foto-Show zu zu Resident Evil 6.

Tod dem Präsidenten

Leon Scott Kennedy, ein guter Freund des US-Präsidenten Adam Benford, sieht sich gezwungen, diesen zu erschießen, als der mächtigste Mann der Welt nach einer Bio-Terror-Attacke zu einem willenlosen Zombie mutiert. Seine Gier nach menschlichem Fleisch bringt ihn sogar so weit, Leons neue Partnerin, die Geheimdienstlerin Helena Harper, anzugreifen. Kaum ist das Staatsoberhaupt tot, tun sich Fragen über Fragen auf: Warum musste der Präsident sterben? Steckt das undurchschaubare Neo-Umbrella-Konglomerat hinter dem Bio-Anschlag? Was hat es mit dieser mysteriösen "Familie" auf sich, die immer wieder im Zusammenhang mit Derek C. Simmons, des Präsidenten persönlicher Berater in Fragen nationaler Sicherheit, Erwähnung findet? Haben er oder die Geheimorganisation etwas mit dem Anschlag zu tun, bei dem der neuartige C-Virus verbreitet wurde?

Zu zweit gegen die Seuche

Die Hatz nach Antworten beginnt in der fiktiven Universitätsstadt Tall Oaks. Die erinnert Kenner augenblicklich an Raccoon City, den Ursprungsort des T-Virus-Ausbruchs und Schauplatz der drei ersten "Resi"-Teile. Doch Tall Oaks ist nur eine von mehreren Stationen des Spiels - und Leon und Helena sind nur zwei der insgesamt sieben spielbaren Charaktere in Resident Evil 6. Denn statt eines einzelnen Handlungsfadens spinnt Entwickler Capcom gleich vier Parallel-Stories zu einem großen Ganzen zusammen. Während Leon und Helena in Tall Oaks agieren, müssen sich Chris Redfield und sein Kompagnon Piers Nivans in der chinesischen Großstadt Lanshiang, Jake Muller und Sherry Birkin im Ostblock-Staat Edonia und Solo-Agentin Ada Wong der Zombie-Meute erwehren. Abgesehen von Adas sind alle anderen Kampagnen wie schon Teil fünf zu zweit im lokalen oder Online-Koop-Modus spielbar.

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Aus Vier mach Eins

So unterschiedlich die Schauplätze, so verschieden auch die Spielweise der einzelnen Kampagnen. Sind Leon und Helena atmosphärisch und Gameplay-technisch noch sehr nah an "Resident Evil 4", begrenzen sich Chris‘ und Piers‘ Erlebnisse ausschließlich auf durchschlagende Dauerfeuer-Action. Angst, Grusel und Furcht sucht man bei den beiden vergebens. Geiseln befreien, verwundete Soldatenkumpane retten, aus der Deckung heraus Stellungen verteidigen - vielfach könnte man glauben, es handle sich bei der Chris-Kampagne um einen Kriegs-Shooter Marke Modern Warfare. Klar, die Geschichte soll bis zum Schluss fesseln, dich durch hunderte Explosionen und ständiges Krachbumm immer weiter anstacheln. Je weiter man allerdings voranschreitet, umso mehr Fragen werden aufgeworfen und umso weiter driftet die Story in Richtung Belanglosigkeit ab – auch dank pathetischer Dialoge im B-Movie-Stil.

Andere Länder…

Auch in Jakes und Sherrys Geschichte kämpft die Story mit unlogischen Versatzstücken, erzählerischen Löchern und abstrusen Wendungen, die man bis zur finalen vierten Kampagne größtenteils weder überschauen noch durchblicken kann. Das liegt besonders daran, dass die vier Szenarien zeitlich ineinandergreifen und teils zum selben Zeitpunkt stattfinden. Dramaturgisch mag das in Hollywood-Filmen funktionieren, wenn man allerdings über 20 Stunden aufbringen muss, um endlich einen Einblick in einen Großteil der Zusammenhänge zu erhalten, ist das anstrengend und wenig spannend. Trotzdem lohnt sich dieser dritte Kampagnen-Teil – nicht nur, weil dadurch der vierte und letzte Abschnitt mit Ada Wong freigespielt wird, sondern weil sie insgesamt weniger aggressiv-draufgängerisch als die von Chris und Piers daherkommt. Was sich hingegen nicht recht einfügen will, sind Quicktime-Reaktionstests, die auch in allen anderen Kampagnen vermehrt vorkommen.

…und doch alles gleich

Wie schon erwähnt, schafft es Ada Wong in der vierten Kampagne, zumindest einen Teil der zuvor aufgeworfenen Fragen rund um Simmons, den Seuchenausbruch und die an vielen Stellen gerade einmal beiläufig erwähnte "Familie" sowie den Neo-Umbrella-Konzern zu enträtseln und doch noch etwas Sinn ins Storychaos zu bringen. Besonders Fans der Resi-Klassiker wird es freuen zu hören, dass sich wenigstens die erste Hälfte dieses Abschnitts wie eine Hommage an das Resident Evil der 90er Jahre spielt, bevor auch hier die Action-Dampframme über alles andere hereinbricht. Die wahre Stärke Adas liegt im Lösen zahlreicher Schalter- und Schieberätsel, um beispielsweise an zerbrochene Teile eines Emblems zu gelangen, das zusammengesetzt eine massive Tür zu öffnen vermag. Problem: Leider kommt diese sehr willkommene Abwechslung erst hier richtig zu tragen - und damit viel zu spät.

Was wir mögen

Durch die vier unterschiedlichen Kampagnen gibt es immer wieder etwas Neues zu sehen und vor allem die Spielzeit profitiert davon. Die Grafik - insbesondere bei Licht- und Schattenspiel - ist ansehnlich und die Bildwiederholrate geht selbst bei vielen Untoten auf dem Bildschirm nicht nennenswert in die Knie. Einige Abschnitte schaffen es sogar, richtige Resident Evil-Atmosphäre aufzubauen…

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Was wir nicht mögen

...die aber leider an vielen Stellen wieder in Actioneinlagen untergeht. Der schlauchartige Levelaufbau dürfte nicht jedermanns Sache sein und schränkt die Bewegungsfreiheit stark ein. Auch der Koop-Modus ist wie schon in Teil Fünf Geschmackssache - wenn auch ordentlich gemacht - und verschluckt einen Großteil des Horror- und Angstgefühls.

Fazit

Riesiger Umfang, aber wenig Horror. Auch Teil Sechs der Resident Evil-Reihe ist mehr ein actionreicher Shooter als ein Survival-Horror-Game - mit wenigen Ausnahmen als echte Lichtblicke. Fans werden den C-Virus-Ausbruch mit gemischten Gefühlen ergründen.

Infos zum Spiel

  • Titel: Resident Evil 6
  • Genre: Survival-Horror / Shooter
  • Publisher: Capcom
  • Hersteller: Capcom
  • Release: Im Handel
  • Preis: zirka 60 Euro
  • System: PC, PS3, Xbox 360
  • USK-Freigabe: ab 18 Jahren
  • Wertung: Befriedigend

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