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Far Cry 3: Welcome to the Jungle

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Preview Far Cry 3 | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Far Cry 3: Welcome to the Jungle

11.10.2012, 14:19 Uhr | Volker Bonacker / jr

Far Cry 3: Welcome to the Jungle. Far Cry 3 Ego-Shooter von Ubisoft für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Ubisoft)

Far Cry 3 (Quelle: Ubisoft)

Es muss nicht immer Krieg sein. Mit Far Cry 3 tritt Ubisoft auf PC, PS3 und Xbox 360 den Beweis an, dass im Ego-Shooter-Genre eben doch noch etwas geht: Ein neues Szenario, ein unverbrauchter Held und Anleihen aus anderen Spielen zeigen, wie der moderne Actionspiel-Hit auszusehen hat. Ob die Rechnung angesichts mächtiger Konkurrenten aufgeht? Wir haben einen Nachmittag lang Probe gespielt und seither keine Zweifel mehr: Das hier wird das Action-Highlight des Jahres.

Der Wahn

Unsere Preview-Reise startet direkt am Anfang von Far Cry 3: Jason Brody, bis dato alles andere als ein typischer Held, befindet sich mit Freunden im Inselurlaub. Party machen, Jetski fahren und am Strand abhängen stehen auf dem Programm. Von Trouble keine Spur, als Jason und sein Bruder sich gegenseitig beim Fallschirmspringen filmen. Schnitt. Dunkelheit, Nacht, ein Gefangenenlager. Jason gegenüber sitzt der Bruder, beide sind gefesselt. Vor dem Käfig aus Bambusstäben steht ein leicht untersetzter Typ mit Mohawk-Schnitt und blankem Wahn im Blick: Vaas, Herrscher über dieses Eiland, macht mit deutlichen Worten klar, was das Leben der beiden Geiseln ab sofort wert ist - nämlich gar nichts. Stellt sich nur die Frage: Wie um alles in der Welt sind Jason und Bruder in diese Malaise hineingeraten?

Rache üben

Ehe das beantwortet wird, steht die Flucht auf dem Programm - sie dient auch als Tutorial zum Spiel. Das Entkommen geht zwar denkbar knapp vonstatten, doch wenige Minuten später findet sich Jason tatsächlich in Freiheit, irgendwo in einem tropischen Paradies. Der Preis dafür: Seine erste tödliche Auseinandersetzung, denn während der Flucht muss der untrainierte Tourist einem der Geiselnehmer den Garaus machen. Das läuft nicht unblutig ab. Genau davon sprachen die Macher bereits in unserem First-Look, als sie ankündigten, einen Ego-Shooter-untypischen Helden schaffen zu wollen, der den Spieler fühlen lassen wird, dass er noch nie getötet hat, dass er hier nicht hingehört, dass er das alles nicht will. Blöd nur, dass es für Reue nun zu spät und die Umkehr unmöglich ist.

Es gibt viel zu tun

Zunächst findet Jason jedoch neue Freunde. Einige Inselbewohner sind offenbar nicht gewillt, sich weiterhin von Vaas terrorisieren zu lassen. Es gibt Widerstandskämpfer, und einer davon nimmt den Ex-Touristen unter seine Fittiche. Dennis, so der Name der Hornbrillen tragenden Freundes, scheint zumindest dem Aufnäher auf seinem olivgrünen Hemd nach ein ehemaliger Marine-Infanterist zu sein. Er erklärt Jason weitere Überlebensgrundlagen. Etwa Funktürme erklimmen und sabotieren, um weitere Teile der Karte sichtbar zu machen. Oder feindliche Lager infiltrieren, die danach in den Besitz der Rebellen wechseln und als Schnellreisepunkt zur Verfügung stehen. Allein diese beiden Jobs könnten schon für Langzeitbeschäftigung sorgen - doch es gibt noch viel, viel mehr zu tun, so man den Weg zur Rache nicht geradlinig gehen will.

Besser wegrennen

Nachdem wir Jason eine Waffe besorgt haben, infiltrieren wir zunächst eines der feindlichen Lager. Hier zeigt sich der erste große Unterschied von Far Cry 3 zu anderen Shootern: Jason ist kein Bildschirm-Rambo, der brüllend gegen Horden feindlicher Soldaten angeht. Stattdessen genügen wenige Schüsse, um den Helden ins digitale Jenseits zu befördern. Es gilt also, mit Bedacht vorzugehen. Ducken, schleichen, die Umgebung im Auge behalten, auf das leiseste Anzeichen einer Veränderung achten und Gegner einen nach dem anderen ausschalten - darum geht es hier. Da kriegt man zum Beispiel hin, indem man per Steinwurf Gegner von ihrer Position weglockt.Wenn dann Jason langsam an sie heranschleicht und ihnen im richtigen Moment die Lichter ausknipst, hat man ein Problem weniger. Geht die Nummer schief und es kommt zum Feuergefecht, gilt: Besser schnell wegrennen als noch schneller umgelegt werden.

Erfahrung sammeln

Räumt man die gegnerischen Lager lautlos aus, gibt's als Belohnung mehr Erfahrungspunkte, als wenn Jason mit wehenden Fahnen einmarschiert wäre. Die Erfahrungspunkte wiederum werden in neue Fähigkeiten investiert: Schnellere Heilung, neue Moves oder bessere Attacken - mit der Zeit verbessern wir Jason wie in einem Rollenspiel Stück für Stück. Das spornt dazu an, die Jobs so gut wie möglich zu erledigen, um noch den einen oder anderen Erfahrungspunkt extra einzuheimsen.

Peta wird's freuen

Soll es das nicht sein, warten weitere Nebentätigkeiten: Jetski-Slalom auf Zeit bringt Geld, Messerwerfen auf Zielscheiben ebenfalls. Das Bare investiert Jason am Automaten oder beim Waffenhändler in bessere Waffen oder Aufsätze für diejenigen, die er bereits erworben hat. Will man die Ausrüstung des Ex-Touristen verbessern, geht's auf die Jagd. Verschiedene Tiere bevölkern die Insel und um neue Gegenstände zu erschaffen, muss ihnen Jason an den Pelz. Die Häute zweier erlegter Schweine etwa werden zu einer neuen Geldbörse verarbeitet, die noch mehr Platz hat als die aktuelle, während andere Items dafür sorgen, dass Jason nicht nur eine, sondern zwei, drei und zuletzt vier Waffen tragen kann. Stets gilt es dabei jedoch, die benötigten Leder heranzuschaffen - und das werden mit der Zeit natürlich mehr und mehr. Auch hiermit kann man also die eine oder andere Spielstunde totschlagen. Wer's ein wenig ziviler mag, sammelt stattdessen Kräuter und bastelt daraus Tränke, die etwa Jasons Gesundheit regenerieren oder seine Kampffähigkeiten temporär verbessern.

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Mein Freund, der Tiger

Zurück zur Hauptmission: Wir müssen einen nicht ganz zurechnungsfähigen Arzt namens Dr. Earnhart ausfindig machen und dafür ein großes Stück über die Insel zurücklegen. Auf dem Weg wird ein weiterer Funkturm erstiegen und nochmals ein feindlicher Außenposten ausgeräumt. Dieses Mal geht die Sache deutlich einfacher von der Hand, denn Jason bekommt tierischen Beistand: Im Lager gefangen ist ein Tiger. Wer den Käfig des Raubtieres aufschießt, darf anschließend in aller Ruhe aus der Entfernung zuschauen, wie der wildgewordene Räuber sämtliche Wachen im Lager ausschaltet. Taktisches, bedachtes Vorgehen lohnt also ein weiteres Mal.

Wochenlange Beschäftigung

Beinahe hätten wir Dr. Earnharts Haus auch erreicht, wäre da nicht noch ein weiterer Nebenauftrag dazwischen gekommen und damit auch die Einsicht, dass es einfach zu viele reizvolle Tätigkeiten auf diesem Eiland gibt. Dieses Mal soll ein Pirat ausgeschaltet werden. Die Mission gibt vor, dass dies nur mit dem Messer geschehen darf. Kleinere Jobs wie dieser bringen Erfahrungspunkte und Geld und sorgen dafür, dass auch beinahe drei Stunden nach Beginn unseres Spiels noch nicht das geringste über Vaas, seine Motivation oder die Hintergründe der Entführung bekannt wurden. Es ist klar, wohin die Reise geht: Ubisoft will Einzelspieler wochenlang beschäftigen und ist in dieser Hinsicht auf bestem Weg. Zuletzt haben wir den Doc übrigens gefunden und in einer psychedelischen Mission inklusive "Apocalypse Now"-artiger Drogenreferenz einen besonderen Pilz für ihn aufgetrieben.

Was uns gefällt

Far Cry 3 bedient sich munter bei verschiedenen Rollenspiel-Elementen wie einem Erfahrungspunkte-System, einem Skilltree, einem Ausrüstungsmenü und der Möglichkeit, Gegenstände und Tränke selbst zu erschaffen. Dazu gesellen sich verschiedene Typen von Nebenmissionen, die zwar im Ablauf stets ähnlich sind, aber deshalb noch lange nicht einfach. Vor allem das Kampfsystem hat für die eine oder andere Umgewöhnung gesorgt: Wer ansonsten nur Call of Duty und Battlefield zockt, wird sich hier zunächst erst einmal umschauen. Und das ist gut so, zeigt es doch, dass der Shooter eben noch mehr zu bieten hat als immer gleiche Kriegs-Spielchen.

Was uns nicht gefällt

Technisch ist Far Cry 3 absolut auf der Höhe der Zeit, in Sachen Sound und Grafik gibt es nichts zu bemängeln. Nervig war lediglich, dass die Interaktion mit herumliegenden Gegenständen nicht immer so funktioniert hat wie gedacht. Ein ums andere Mal erschien die "Drücke X, um zu interagieren"-Meldung erst, nachdem wir die betreffenden Gegenstände von allen möglichen Perspektiven aus umlaufen hatten. Derartige Bugs sind bis zum Release aber sicher ausgebügelt - wir meckern also auf hohem Niveau.

Fazit

Der Inseltrip mit Far Cry 3 verspricht ein äußerst interessantes Spielerlebnis zu werden. Wochenlange Beschäftigung ist dank Tätigkeiten-Vielfalt sichergestellt, der technische Unterbau zeitgemäß, und obendrauf gibt's noch einen Mehrspieler-Modus und ein Ranglisten-System. Was will man mehr? Eigentlich nur, dass Ubisoft die Geschichte um Jasons Rachefeldzug spannend inszeniert und an dieser Stelle die gleich hohe Qualität bietet, die die Macher auch abseits der Hauptstory parat halten. Sollte das gelingen, wird der Titel für den Ego-Shooter des Jahres 2012 schon Ende November vergeben.

Infos zum Spiel

Titel: Far Cry 3
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Montreal
Systeme: PC, PS3, Xbox 360
Release: 29. November 2012
Preis: zirka 50 Euro (PC), zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360)
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Einschätzung: Sehr gut

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