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Dishonored im Test: Der Tod schleicht sich an

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Test Dishonored: Die Maske des Zorns | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Der Tod schleicht sich an

09.10.2012, 11:57 Uhr | Richard Löwenstein (ams / jr), Richard Löwenstein

Dishonored im Test: Der Tod schleicht sich an. Dishonored Actionspiel PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Bethesda)

Dishonored Actionspiel PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Bethesda)

Ein bisschen Bioshock und etwas Metal Gear: Was würde bei so einer exotischen Mischung wohl entstehen? Wer die Antwort wissen möchte, der hat zwei Möglichkeiten. Er kann zurückblicken ins Jahr 1998, als viele Spieler mit dem spannungsreichen PC-Game "Dark Project: Der Meisterdieb" des Nachts um die Häuser gezogen sind. Oder man wirft einen Blick auf das Actionspiel "Dishonored: Die Maske des Zorns". Das sieht aus wie ein Ego-Shooter, fühlt sich aber eher an wie ein Schleich-Abenteuer mit Puzzle-Elementen. Hinter dieser hochkarätigen Neuerscheinung für Xbox 360, PS3 und PC steht wieder einmal US-Hersteller Bethesda, der sich als Herausgeber der Spiele-Reihen "Fallout" und "The Elder Scrolls" bereits einen großen Namen gemacht hat.

Wehe wenn du einmal atmest

Der Name des mit Dishonored befassten Entwicklungs-Studios Arkane dürfte dagegen nur den wenigsten Gamern ein Begriff sein. Dabei haben das Team und etliche seiner Mitarbeiter Im Hintergrund bereits viel große Entwicklungs-Arbeit geleistet, beispielsweise für "World at War" und "Bioshock 2". Mit "Dishonored" tritt das in Lyon und Austin beheimatete Studio selbst ins Rampenlicht. Als Grundlage dient ein facettenreiches Fantasy-Szenario mit zahlreichen Steampunk-Elementen. Den Ausgangspunkt bildet die Fantasie-Stadt Dunwall. Einst ein verschlafenes Küstenstädtchen, ist sie durch die industrielle Revolution zum Moloch heran gewachsen. Jetzt ist Dunwall geprägt durch Hydraulik und Eisen sowie Dampfmaschinen und Menschen, die sich mit skurrilen Atemmasken vor giftigen Dämpfen schützen. Wer die Dämpfe dennoch einatmet, mutiert zum hirnlosen "Weiner".

Vom Helden zum Verfolgten

Das Intro-Video führt in die Geschichte des Spielhelden ein. Sein Name: Corvo Atano. Eine Verschwörung führt dazu, dass Corvo des Mordes an der Regentin bezichtigt wird - und so beginnt eine gnadenlose Flucht vor den Häschern des Regimes. Bereits die erste halbe Stunde bildet den Charakter des Gameplay deutlich ab. Ein großer Teil der Spannung wurzelt im klassischen Unterdrückungs-Szenario. Plakate unterstreichen die Ausgangssperren, Stimmen aus Lautsprechern tränken die Straßen mit Furcht. Wer sich hier bewegt, muss auf der Hut sein. Muss den Schatten nutzen, sich leise bewegen, Hindernisse unauffällig umgehen. Man steuert Corvo aus der Ich-Perspektive. Die Maske, die er trägt, verfügt über eine praktische Zoomfunktion, mit deren Hilfe man beispielsweise Patrouillen und deren Routen näher begutachten kann. Im Lauf der Zeit kommen weitere Tricks und hilfreiche technische Updates dazu, die Corvo dabei helfen zu überleben.

Intelligenter Ego-Shooter

Um Wachen zu umgehen, sind Dächer und Mauervorsprünge oft das probate Mittel. Auch die überall in der Stadt herumwuselnden Ratten machen sich mitunter nützlich: Wer es auf irgendeinem Weg schafft, mit Hilfe so eines Tieres eine Lichtschranke auszulösen, der stiftet Verwirrung unter den Patrouillierenden und kann im Zuge dessen an ihnen vorbeischlüpfen. Gelegentlich allerdings ist Gewalt unvermeidlich. "Dishonored" scheut vor brutalen Darstellungen keineswegs zurück. Den Tod via Klinge, Pistole, Armbrust oder Granate verbreiten, das ist erlaubt und manchmal notwendig. In erster Linie lebt das Spiel aber von Klugheit und fühlt sich oft eher wie ein Puzzlegame als wie ein reinrassiger Ego-Shooter an.

Rätsel und Okkult

Die Missionen folgen geradlinig aufeinander, die Wege zur Lösung jedoch sind vielfältig. Um einen Oberaufseher zu meucheln, kann man beispielsweise den Wein des Opfers verseuchen. Oder aber ihn in den Keller locken und dort um die Ecke bringen. Oder aber das "Ritual des Ketzers" entschlüsseln, damit… aber das wäre zu viel verraten. Tatsache ist, dass die Lösungs-Suche oft über Rätselhaftes und Okkultes führt. Geheimnisvolle Runen beispielsweise dienen als Tuning für Körper und Geist. Wer´s draufhat, übernimmt zeitweise die Kontrolle von Ratten, Wolfshunden und anderen Menschen. Von Spielstunde zu Spielstunde kommt man mehr und mehr Rätseln auf die Schliche. Viele Antworten entschlüsseln letztlich das Mysterium des Helden selbst. Parallel dazu öffnet sich die Stadt Dunwall und wird zu einem offenen "Sandkasten", durch den man sich frei bewegen kann.

Steampunk-Romantik

Die Erkundung lohnt. Die viktorianische Architektur vermittelt das Gefühl einer mittelalterlich geprägten Enklave. Die Entwickler haben sich hier offenbar vom alten London inspirieren lassen. Dunwall ist ein dunkler Ort, vermittelt Tristesse und Hoffnungslosigkeit. Nebelschwaden wabern über imposanten Brücken, Regenbäche tropfen auf die Leichentücher der in den dreckigen Gassen aufgebahrten Pestopfer. Irrsinnige Gestalten in der Kanalisation oder an den Wänden der Armenhäuser angebrachte Sprüche schüren Angst: "Die Ratten werden unsere Babys fressen". Typisch für den Steampunk-Stil: Das düstere Szenario wird durch allerlei Hightech angereichert: Stützpunkte sind durch elektrische Blitzpfeiler gesichert, mit Hydraulik-Rüstungen bewehrte Soldaten marschieren durch die Gassen. Dass das furchteinflößend, aber stimmungsvoll aussieht, das zeigt unsere Foto-Show.

Was wir mögen

Die Spielwelt wirkt sehr lebendig und enthält sehr viel Entdeckenswertes sowie auch etliche überraschende Lösungswege. Hervorhebung verdienen außerdem die stimmungsvolle Musik und die sehr gute deutsche Vertonung.

Was wir nicht mögen

Einige Statisten und Gegner treten einen Tick zu häufig vor die Kamera, außerdem wiederholen sich manche Gesprächsfetzen. Schade auch, dass die englische Tonspur nicht auf dem Datenträger enthalten ist.

Fazit

"Dishonored: Die Maske des Zorns" bietet spannungsreiche und intelligente Action-Unterhaltung für Erwachsene. Das Steampunk-Szenario ist audiovisuell hervorragend umgesetzt, und die Lösungswege fordern den Intellekt des Spielers heraus. Unschön ist eigentlich nur der wiederholte Besuch bekannter Gebiete. Davon abgesehen wird man im Rahmen der Kampagne 14 bis 20 Stunden lange hervorragend unterhalten.

Infos zum Spiel

Titel: Dishonored - Die Maske des Zorns
Genre: Actionspiel
Publisher: Bethesda
Hersteller: Arkane Studios
Release-Termin: 12. Oktober 2012
Preis: zirka 50 Euro (PC), zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360)
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 18 Jahre
Wertung: Sehr gut

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