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Spieletest zum Aufbaustrategiespiel Anno 2070: Die Tiefsee für PC

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Test Anno 2070: Die Tiefsee | Aufbau-Strategiespiel | PC  

Das Aufbau-Strategiespiel geht auf Tauchstation

09.10.2012, 12:37 Uhr | Medienagentur plassma (jr / ams), Medienagentur plassma

Spieletest zum Aufbaustrategiespiel Anno 2070: Die Tiefsee für PC. Anno 2070: Die Tiefsee (Quelle: Ubisoft)

Anno 2070: Die Tiefsee (Quelle: Ubisoft)

Die Mainzer Entwickler von Related Designs haben mit dem 2011 erschienenen Aufbaustrategie-Hit "Anno 2070" ihre Version der Zukunft abgeliefert: Eine futuristische Welt, deren Bevölkerung mit Klimawandel und veränderten Ökosystemen klarkommen muss. Diesen Gedanken treibt das erste Add-on "Die Tiefsee" auf die Spitze: Da die Ressourcen an Land immer knapper werden, verlagert sich das Geschehen unter Wasser. Hier schlummert geothermische Energie in rauen Mengen - und so muss der Spieler auf Tauchstation gehen und abbauen, was der Meeresboden hergibt. Das macht dank der erweiterten Tech-Fraktion, neuen Produktionsketten, frischen Quests und kleinen Verbesserungen reichlich Spaß - und zwar vor allem erfahrenen Aufbau-Profis. Denn das ohnehin schon komplexe Hauptprogramm wird durch die Erweiterung noch tiefgründiger, aber unterm Strich auch besser.

Es geht abwärts

Was einen tief unten im Ozean erwartet, erlebt man in der neuen Mini-Kampagne "Wunder in Gefahr" hautnah mit. Die haben erfahrene Spieler zwar in ein paar Stunden absolviert, dafür ist sie so unterhaltsam wie lehrreich. Die fünf Missionen fungieren im Grunde als Tutorial sowohl für die drei weiteren frischen Einzelszenarios "Zukunft der Forschung", "Umweltkämpfer" und "Monumentaliät" als auch für das spätere Endlosspiel. Hier bekommt der Spieler die wichtigsten Neuerungen und Funktionen des Add-ons erklärt. Mit Hiro Ebashi-San trifft man einen alten Bekannten aus Anno 2070 wieder, der im Ebashi-Graben ein geothermisches Kraftwerk gebaut hat. Das kann die Bevölkerung der "Anno"-Welt zwar prima für Energiegewinnung nutzen, birgt aber auch Gefahren: Explodiert ein solches Hightech-Gebäude, ist ein verheerender Tsunami die Folge. Diese neue Naturkatastrophe zerlegt sämtliche ungeschützten Bauwerke; das Land ist anschließend für einige Zeit unbewohnbar, bis die Wassermassen wieder abgeflossen sind. Die Schäden sind so dramatisch, dass ganze Ökosysteme zusammenbrechen. Zwar bekommt man den Tsunami in "Die Tiefsee" nicht sehr oft zu sehen, doch wenn er einschlägt, dann richtig.

Genies an die Macht

Wichtigste Neuerung der Erweiterung: Die Techs, neben den Ecos und den Tycoons die dritte Fraktion im Spiel, rücken in den Fokus des Geschehens. Sie sind das Bindeglied zwischen Inselstädten und Unterwasserwelt und bekommen deshalb eine dritte Zivilisationsstufe spendiert. Die Tech-Forscher entwickeln sich fortan zu Genies weiter, die den Spieler mit neuen Errungenschaften beglücken. Mehr als 30 neue Gebäude, zusätzliche Einheiten, 100 Gegenstände und erweiterte Forschungsbäume nimmt man gerne mit, zumal die Techs - genau wie Ecos und Tycoons - in der höchsten Forschungsstufe sogar ein eigenes Monument erschaffen können. Besitzt man ein solchen Prachtstück, ist die Errichtung von Stadtzentren nicht mehr notwendig, und man baut inselweite Gebäude. Allerdings verschlingt ein Monument Unsummen an Ressourcen und muss in mehreren Stufen erschaffen werden.

Vierstufige Produktionskette

Bis sich der Spieler über sein erstes Monument freut, geht jedoch viel Zeit für die Pflege der anspruchsvollen Techs drauf. Damit Forscher zum Genie aufsteigen, versorgt man sie zunächst mit ausreichend Immunpräparaten (Enzyme plus Korallen) und Neuroimplantaten (Mikrochips plus Schwämme). Hat man dann endlich ein Genie gezüchtet, möchte das erst einmal Laborinstrumente haben. Wuseln 600 Genies durch die eigene Siedlung, kommen schließlich Bionik-Anzüge ins Spiel. Die stellt der Spieler in einer vierstufigen Produktionskette her, die selbst alte Hasen ins Schwitzen bringt und vier Überwasser- und fünf Unterwasser-Anlagen kombiniert. Obendrein ist es erforderlich, dass man sowohl Ecos als auch Tycoons auf die Höchststufe erweitert hat, da beispielsweise Omega-Fettsäuren aus der Fettschmelze benötigt werden, die man in die Oxidationsanlage bringt. Anschließend geht’s ins Hydraulikwerk, in dem man Exoskelette produziert, die man wiederum in Kombination mit Biopolymer in die Bionik-Fabrik karrt, die schließlich endlich Bionik-Anzüge herstellt.

Noch mehr zu tun im Endlosspiel

Zugegeben, das ist eine Menge Stoff, den Related Designs hier auffährt. Doch Profis reiben sich begeistert die Hände - so sieht eine echte Herausforderung aus! Damit es genügend Möglichkeiten gibt, die Design-Neuerungen von "Die Tiefsee" auszuprobieren, packen die Entwickler gleich 150 Quests dazu. Die sind clever ins Endlospiel integriert, machen die Königsdisziplin von Anno 2070 noch besser. Im Zuge der Erweiterung ist mit dem Vorherrschaftsmodus zudem eine neue Mehrspielervariante für Anno 2070 erschienen, in der zwei Teams von je ein bis fünf Spielern um die Kontrolle mehrerer Regionen ringen. Um den spannenden Modus zu nutzen, benötigt man jedoch nicht das Add-on.

Einer für alle, alle für einen

Ebenfalls neu: U-Boote ermöglichen frische Handelsrouten, bringen die Waren des Spielers vom Inselkontor direkt in die Tiefsee-Kolonien. Überhaupt müssen die drei Fraktionen geschickt zusammenarbeiten, damit die komplexen Produktionsketten ineinander greifen. Per Energietransmitter verteilt man den in den geothermischen Kraftwerken gewonnen Strom auf Inseln oder andere Unterwasserstationen, Metallkonverter fördern das Edelmetall Platin, das auch an Land stets benötigt wird.

Komplexität leicht gemacht

Schön für Serien-Kenner: Wie in "Anno 1404: Venedig" übernimmt man die Inseln auf die friedliche Art. Diesmal muss sich der Spieler nicht die Mehrheit in der Ratsversammlung sichern, sondern auf dem Aktienmarkt. Jede Insel hat fünf Aktienpakete, die man schrittweise erwirbt (bei einer Abklingzeit von 10 Minuten). Sobald der Spieler mehr als die Hälfte besitzt, gehört ihm das Eiland. Kommt es aber doch mal zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Computer-Gegnern, greifen Hobby-Strategen auf neue militärische Mittel wie etwa unsichtbare Seeminen oder das Atlas-Trägerschiff zurück. Das alles erschlägt einen zu Beginn erst einmal etwas, geht dank der punktgenauen Mausteuerung aber so flüssig von der Hand, dass das Spiel nie in Arbeit ausartet. Zumal die Bedienung noch einen Tick komfortabler als im Hauptspiel ausfällt. zum Beispiel zeigt das Bau-Menü Abkürzungen zu den Zivilisationsstufen an. Ein Klick genügt, und man sieht beispielsweise, welche Gebäude und Ressourcen für die Erschaffung von Genies nötig sind.

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Was wir mögen

Das tolles Unterwasser-Szenario, die erweiterte Tech-Fraktion und neue Quests, Gebäude, Einheiten und Belohnungen: Im Endlosspiel ist Anno 2070 noch einmal eine ganze Ecke besser geworden. Obendrein flutscht die Bedienung wunderbar, und die Präsentation ist nach wie vor ein Genuss.

Was wir nicht mögen

Neulinge werden von der Optionsflut und den komplexen Mechanismen erschlagen. Die Mini-Kampagne ist zwar gelungen, hat aber lediglich Tutorial-Charakter. Drei neue eigenständige Einzelspieler-Missionen sind ebenfalls etwas wenig.

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"Anno 2070" taucht ab

Trailer zum Add-On "Die Tiefsee". zum Video

Fazit

Insgesamt ist "Anno 2070: Die Tiefsee" ein starkes Add-on. Die spielerischen Tugenden und die großartige Präsentation von Anno 2070 sind geblieben, die Neuerungen fügen sich nahtlos ein und erweitern Anspruch und Spielvergnügen. Im Paket mit dem Hauptprogramm das derzeit beste Aufbauspiel weit und breit und ein Muss für jeden "Annoholiker" - obwohl sich viele Spieler sicherlich eine vollwertigen neue Solo-Kampagne gewünscht hätten. Einsteiger sollten sich allerdings erst einmal mit dem Hauptspiel beschäftigen, die Erweiterung dürfte sie schlichtweg überfordern.

Infos zum Spiel

Titel: Anno 2070 - Die Tiefsee (Add-on zum Hauptspiel "Anno 2070")
Genre: Aufbaustrategie
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Related Designs
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 30 Euro
System: PC
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Sehr gut

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