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Rocksmith: Hier machen echte Saiten die Musik

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Test Rocksmith | Musikspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Rocksmith: Hier machen echte Saiten die Musik

12.10.2012, 11:04 Uhr | Andreas Sturm (vb / jr), Medienagentur plassma

Rocksmith: Hier machen echte Saiten die Musik. Das Musikspiel Rocksmith ist für PC, PS3 und Xbox 360 erhältlich (Quelle: Ubisoft)

Das Musikspiel Rocksmith ist für PC, PS3 und Xbox 360 erhältlich (Quelle: Ubisoft)

Weg mit den alten Plastik-Gitarren und her mit einer richtigen Klampfe! Mit Rocksmith wagt Ubisoft den Quantensprung vom Gitarren-Controller zum echten Instrument. Mit dem mitgelieferten Kabel lassen sich E-Gitarren und -Bässe, die mit einem Tonabnehmer ausgestattet sind und an einen herkömmlichen Verstärker angeschlossen werden können, problemlos an Computer oder Konsole stöpseln. Das innovative Musikspiel für PC, PS3 und Xbox 360 soll jedem interessierten Spieler helfen, ein Instrument zu erlernen. Klappt das - und macht das auch Spaß? Wir haben unser Wohnzimmer in einen stickigen Proberaum verwandelt.

Hilfe für Musikschüler

Prima: Rocksmith wendet sich nicht nur an geübte Gitarristen. Selbst der blutigste Anfänger wird mit viel Ausdauer mit der Handhabung des Musikinstruments vertraut gemacht. Kurze Videos erklären, wie man ein Plektrum hält, die Gitarre stimmt oder gefühlvoll die Saiten zupft. So führt Rocksmith den Spieler schrittweise an die Materie heran, animiert zum Üben und bietet einen funktionierenden, sich an das Können des Spielers anpassenden Schwierigkeitsgrad. Macht der dieser Fortschritte, werden automatisch mehr Noten hinzugefügt, und das Ganze wird komplexer. Obendrein locken einige Belohnungen in Form technischer Hilfsmittel, zum Beispiel Verzerrer für rockige E-Gitarren-Sounds.

Die Karriere beginnt im Kraftwerk

Hat man mit Unterstützung des Spiels sein Instrument gestimmt, steht der virtuellen Musiker-Karriere nichts mehr im Weg. Diese beginnt im Kraftwerk, einem kleinen Veranstaltungsort, und bringt den Spieler später auf großen Bühnen. Doch dafür muss man viel üben, um die Zielpunktzahl zu erreichen. Wird diese nicht erreicht, schlägt Rocksmith - je nach Können des Spielers - weitere Übungsmethoden vor. Hat man seine Fähigkeiten schließlich verbessert und das Publikum begeistert, winkt nach dem Event eine Zugabe. Zu jeder Veranstaltung bekommt man eine Songliste vorgeschlagen. Die ist aber nicht in Stein gemeißelt: Bei Nichtgefallen tauscht man einzelne Titel kurzerhand aus.

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Klassiker der Rockgeschichte

Spielerisch orientiert sich Rocksmith an vergleichbaren Musikspielen wie Guitar Hero oder Rock Band. Wie auf einem Fließband kommen dem Spieler Noten entgegen, die er im richtigen Moment mit der richtigen Saite treffen muss. Das Publikum bleibt dabei unscharf im Hintergrund. Bei der Mischung der über 50 Songs hat Hersteller Ubisoft eine prima Auswahl getroffen: Von den Rolling Stones, The Animals und Eric Clapton über Nirvana bis hin zu den Red Hot Chili Peppers ist allerlei Rock-Prominenz vorhanden. Wem das nicht genug ist, der braucht keine Trübsal zu blasen: Zusätzliche Download-Inhalte sind schon angekündigt.

Mit Entenjagd zu besserer Technik

Mit "Gitarcade" stehen zudem noch eine ganze Reihe von Minigames zur Auswahl, die spielerisch die Handhabung des Instruments unterstützen. Da gibt es beispielsweise den Modus Super-Duck, in dem man durch die Bewegung über den Gitarrenhals die entgegen kommenden Enten abschießt und so die grundlegende Technik des Bundwechsels erlernt. Tonleitern, den Anschlag und Riffs lassen sich in diesem Bereich ebenfalls sehr gut üben. Der Fleiß des Spielers wird belohnt: Wie auch im "Amp-Modus" schaltet man mit wachsenden Erfolgen Zubehör für das Spiel frei.

Zusammenspiel bis zur kleinen Band

Alleine spielen macht schon Laune, doch erst im Multiplayer-Modus kommt echtes Band-Feeling auf. Zwei Spieler können hier gemeinsam den gleichen Song spielen. Gerade das Zusammenspiel von E-Gitarre und Bass lässt dabei so richtig Spaß aufkommen. Dafür müssen die beiden Teilnehmer nicht einmal auf dem gleichen Niveau spielen, denn jeder Rocksmith-Nutzer hat seinen eigenen Spielstand. Dank Mikrofon-Unterstützung darf sogar noch ein dritter Spieler in die kleine Band einsteigen, bekommt für seinen Gesang jedoch keine Punkte. Schade: Ein Zusammenspiel über das Internet ist nicht möglich.

Was uns gefällt

Es ist nicht nur der Einsatz echter Instrumente, die Rocksmith von bisherigen Musikspielen abhebt. Es ist vor allem die sinnvolle Gestaltung des Schwierigkeitsgrades, der sich automatisch den Fortschritten anpasst und so Frust meistens vermeidet. Langwierige Griff-Übungen verpackt das Spiel wohltuend in motivierende Minigames - die muss man allerdings erst einmal freispielen. Technisch überzeugt Rocksmith ebenfalls; der Anschluss der Gitarre und die Erkennung klappen problemlos.

Was uns nicht gefällt

Das hier ist ist kein Spaßprogramm für den schnellen Song-Contest zwischendurch: Die Verwendung einer echten Gitarre macht Rocksmith zu einem Lernspiel. Dadurch bleibt der Party-Effekt wie bei den herkömmlichen Gitarren-Controllern auf der Strecke. Und so gut die Idee mit der flexiblen Schwierigkeitsgrad-Anpassung im Prinzip auch ist: Ab und an würde man als Spieler gern selbst entscheiden, ob man doch noch weiter üben möchte und wann man einen Gang mehr einlegt.

Fazit

Das Musikspiel-Genre hat sich weiterentwickelt: Rocksmith ist ein gelungener Versuch, daraus ein Gitarren-Lernspiel zu entwickeln. Es macht Spaß, es spornt an und hilft dem Schüler sehr behutsam bei der Beherrschung des Instruments. Zwar ersetzt das Spiel keinen richtigen Lehrer, die Fortschritte, die man mit ihm erzielt, können sich dennoch hören lassen. Wer Lust hat, ein Instrument zu erlernen, ist hier in jedem Fall gut aufgehoben. Party-Spaß à la Guitar Hero sollte man aber nicht erwarten.

Infos zum Spiel

Titel: Rocksmith
Genre: Musikspiel
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft San Francisco
Release: Im Handel
Preis: zirka 70 Euro (PC), zirka 80 Euro (Konsolen) / Mit Gitarre: zirka 180 Euro (PC), zirka 200 Euro (Konsolen)
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Gut

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