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Halo 4 im Test: Comeback des Master Chief auf der Xbox 360 gelingt

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Test Halo 4 | Ego-Shooter | Xbox 360  

Das Comeback des Master Chief

17.12.2012, 11:54 Uhr | Micharl Förtsch (jr / ams), Richard Löwenstein

Halo 4 im Test: Comeback des Master Chief auf der Xbox 360 gelingt. Halo 4 (Quelle: Microsoft)

Halo 4 (Quelle: Microsoft)

Er ist nicht tot zu kriegen. Nach Erscheinen des dritten Ego-Shooters aus der Halo-Reihe verkündete Hersteller Microsoft, es wäre Schluss mit der Reihe und vor allem Schluss mit dem Master Chief. Jemand anderes als der Super-Soldat aus der Spartan-II-Serie müsse in ferner Zukunft mit futuristischer Waffenausstattung um das Überleben der Menschheit kämpfen. Alles ausgemachter Marketing-Unsinn: Eingepfercht in den vertrauten Kampfanzug des UNSC-Militärs kämpft John-117 alias "Master Chief" in Halo 4 erneut gegen fiese Alien-Angreifer aus den Tiefen des Universums. Dabei kommen dieselben Laser- und Energiewaffen wie immer zum Einsatz, der natürlich wieder exklusiv auf der Xbox 360 stattfindet.

Halo 4: Action ohne Überraschungen

Von der ersten Minute an tritt einem in Halo 4 Vertrautes entgegen. Erneut ist die Action mit einer Handvoll Videoszenen verknüpft. John, Cortana, Kommandant Lasky: Sämtliche Figuren könnten ebenso gut dem ersten Halo entsprungen sein, so groß sind die Gemeinsamkeiten. Angesichts der zwar spektakulär aussehenden, aber einfallsarm geschilderten Szenen zu Beginn von einer nennenswerten Handlung zu sprechen, wäre übertrieben. Und von einer überzeugenden Eindeutschung kann auch keine Rede sein. Erneut sind einige Stimmen fehlbesetzt, was schon so häufig in der Geschichte der Halo-Reihe den Gesamteindruck mindert.

Sehenswerte Inszenierung

Erlebenswert sind diese ersten Minuten dennoch: Hübsche Kamerafahrten und Dialoge zwischen den Figuren machen klar, dass der Kalender das Jahr 2557 zeigt. Ein trudelndes Kampfraumschiff trifft mitten im All auf eine geheimnisvolle Konstruktion, nämlich eine "Dyson-Sphäre" - eine Kunstwelt unter Sternen, in deren Hohlraum sich zahlreiche Lebensformen eingenistet haben. Rein da, John. Erkundung! Die meisten Riesenwürmer, Monsterkäfer und anderen Kreaturen scheinen mit dem linken Fuß aufgestanden zu sein. Sie verbergen ihre Angriffslust jedenfalls wenig erfolgreich. Dazu kommt, dass eine Alien-Sekte von der Sache Wind bekommen und flugs einen Eroberungs-Trupp entsendet hat. Und so entfesselt Halo 4 binnen weniger Augenblicke ein respektabel aussehendes Feuerwerk. Lichtern funkeln, Fetzen fliegen, der Himmel scheint zu explodieren.

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Ein eher kurzes Vergnügen

Danach allerdings flacht die Sache ab. Die Einzelspieler-Kampage umfasst acht spielbare Kapitel, das ergibt rund zehn Stunden Unterhaltung. Richtig große Aha-Momente sind hier eher selten. Rahmenhandlung, Herausforderungen und Situationen bescheren dem Kenner der Halo-Reihe etliche Déjà-vu-Momente. Vielleicht zu viele. Die hektische Landung auf dem "Planeten" und der erste Blick auf die weite Landschaft gleichen einer Hommage an "Halo: Kampf um die Zukunft". Anschließend brettert man in einem Warthog-Jeep über Hügel und durch Trümmer, sucht allerdings im Unterschied zur beliebten Mehrspieler-Herausforderung "Reunion Tour" keine Überlebenden, sondern bringt gestrandete Covenant-Aliens um die Ecke. Die enorme Weitsicht täuscht eine Großräumigkeit vor, die nicht existiert. Tatsächlich ballert man auf einem eher überschaubaren Areal mit dem Sturmgewehr Grunts über den Haufen und heizt den Elite-Kriegern mit Energiepfeilen ein. Wie gesagt, wenig Neues. Immerhin: Was da ist, macht Laune, und die Action fühlt sich hinreichend flink und zackig an.

Wechselhafte Gegner-KI

Dass das so ist, liegt eher an der handlichen Steuerung und dem hohen Tempo als an der künstlichen Intelligenz der Angreifer. Heranstürmen, feuern, mal in Deckung gehen oder ausweichen, mehr haben die Angreifer der ersten zwei bis drei Stunden nicht drauf. Im Lauf der Zeit legt "Halo 4" dann aber ein paar Briketts nach, indem es die Handlung mit einigen dramatischen Situationen würzt und im Rahmen dessen mit den "Prometheanern" ernstzunehmende Kombattanten ins Spiel bringt. Die entpuppen sich als flinke Gegner, die hoch springen und weit teleportieren. Gegen diese Alien-Gattung ist jeder Sieg hart erkämpft und fühlt sich daher umso befriedigender an. Außerdem bringen Prometheaner sehenswerte Waffen mit, die man nach dem Sieg einsammeln und selbst verwenden darf. Es sieht toll aus, wie sie sich ein sogenannter "Unterdrücker" bei Aktivierung Stück für Stück selbst zusammensetzt. Im Einsatz unterscheiden sich die Knallkörper freilich gar nicht von jedem anderen Scharfschützen- oder Sturmgewehr aus dem Shooter-Genre. Halo 4 verpasst hier die Chance, der Reihe einen eigenen Stempel aufzuprägen.

Was uns gefällt

Der großartige Mehrspieler-Modus lädt zu temporeichen Online-Feuergefechten zwischen maximal 16 Spielern ein. Auf dem Splitscreen duellieren sich bis zu vier Spieler. Das Game punktet darüber hinaus mit vielen weiteren Besonderheiten. Dazu zählt vor allem die Koop-Action mit eigener Nebenhandlung, die man online und auf dem Splitscreen in Angriff nehmen kann.

Was uns nicht gefällt

Die Choreographie leistet sich so manchen Aussetzer. Beispielsweise wirken in Halo 4 die Wechsel zwischen den Kulissen oft abgehackt. Außerdem wird der Spieler einige Male allein gelassen: Man bekommt nicht gesagt, was zu tun ist. Last but not least hinterlässt der Finalkampf ein Gefühl der Leere - er ist viel zu schnell gewonnen. Der Abspann hingegen bleibt einem als eindrucksvoll im Gedächtnis.

Fazit

Eine abschließend Beurteilung von Halo 4 fällt schwer. Handwerklich macht die von Bungie zu 343 Industries abgewanderte US-Produktion vieles richtig. Der Science-Fiction-Shooter brennt vor allem technisch ein Feuerwerk ab und kann Actionfreunde prima unterhalten. Kenner der Reihe könnten allerdings Spieltiefe, Ideen und Impulse vermissen. Dass die Rahmenhandlung gar so viele Fragen unbeantwortet lässt, bildet außerdem einen prima Nährboden für enttäuschte Erwartungen, aber auch für weitere Fortsetzungen. Denn Halo 4 ist der Auftakt zu einer neuen Trilogie mit dem Master Chief in der Hauptrolle. Er ist halt einfach nicht totzukriegen, so lange er Microsoft so viel einbringt.

Infos zum Spiel

Titel: Halo 4
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Microsoft
Hersteller: 343 Industries
Release: Im Handel
Preis: zirka 60 Euro
System: Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Gut

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