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Medal of Honor Warfighter im Test: Popcorn-Shooter von der Stange

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Test Medal of Honor: Warfighter | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Popcorn-Shooter von der Stange

16.11.2012, 12:21 Uhr | (jr / nic), Medienagentur plassma

Medal of Honor Warfighter im Test: Popcorn-Shooter von der Stange. Medal of Honor: Warfighter (Quelle: Electronic Arts)

Medal of Honor: Warfighter (Quelle: Electronic Arts)

Das Militär-Shooter-Genre wird aktuell von zwei starken Marken beherrscht: Call of Duty und Battlefield. In den letzten Jahren versuchten zwar immer wieder Konkurrenten am Zeug von Activision und EA zu flicken, doch ein dauerhafter Erfolg war ihnen nicht beschieden. Mit einer Ausnahme: "Medal of Honor" - ebenfalls eine EA-Produktion - hat gezeigt, dass auch andere Ego-Shooter das Zeug haben, die Fans längerfristig an sich zu binden. Auch wenn die Verkaufszahlen bei weitem nicht die Dimensionen eines Call of Duty oder Battlefield erreichen. Mit "Medal of Honor: Warfighter" steht nun der neue MoH-Sproß in den Händlerregalen. Doch leider scheint die seit 1999 existierende Reihe bei EA mittlerweile nur noch die zweite Geige zu spielen. Im Test glänzt "MoH: Warfighter" zwar mit einer imposanten Inszenierung, lässt aber spielerisch einiges vermissen.

Start mit angezogener Handbremse

Das Intro demonstriert mit heftigen Explosionen, welchen Ton das Spiel anschlägt. Kurz darauf gibt es einen Szenenwechsel, und der Spieler sieht einen Mann im Streitgespräch mit seiner Frau. Die beiden haben offenbar Eheprobleme. Schnitt, wieder Szenenwechsel: Dieses Mal telefonieren zwei Personen miteinander und sprechen über die erlebte Szene aus dem Intro. Anscheinend steckt mehr hinter den Explosionen als angenommen. Doch wie passt das jetzt mit dem Ehestreit zusammen? Warum ist ein Informant zu Terroristen übergelaufen? Und worum geht es hier überhaupt?

Wirre Geschichte

Inszenierung und Struktur der 13 Level erinnern an den Activision-Titel "Call of Duty": Auf linearem Weg arbeitet man in Warfighter als Mitglied der US-Eliteeinheit Tier 1 wechselnde Einsatzziele ab, bekämpft rund um den Globus Bösewichte wie skrupellose Geschäftsmänner, Politiker und Verräter in den eigenen Reihen. Die Story führt den Spieler von Pakistan aus über die Philippinen, den Jemen, Sarajewo und nach Dubai. Dreh- und Angelpunkt des Geschehens ist die Jagd nach einem Sprengstoff, der sich in Händen einer Terrorzelle befindet. Doch ständige Zeitsprünge, wechselnde Spielfiguren und etliche involvierte Charaktere überfordern selbst aufmerksame Zocker - die Handlung ist so wirr wie unstrukturiert.

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Hauptsache, es knallt!

Die Level bieten spektakuläre Action, die man so zwar schon in etlichen anderen Shootern gesehen hat, die aber dennoch zündet: Mal steigt der Spieler in einen Helikopter und unterstützt sein Team aus der Luft, dann wiederum räuchert er ein Piratennest aus und setzt dabei die modernsten Waffen des US-Militärs sein. Im Spielverlauf übernimmt man die Kontrolle über einen Kampfroboter, verfolgt einen Fiesling mit dem Auto oder erkundet mit dem Nachtsichtgerät feindliches Territorium. Der Wechsel aus geskripteten Szenen und unerwarteten Ereignisse sorgt dabei für Spannung - auch wenn sich das alles viel zu vertraut spielt. Dafür sieht "Medal of Honor: Warfighter" dank Frostbite-2-Grafik-Engine super aus, feuert ständig Spezialeffekte und Explosionen ab. Die PC-Version hat hier auf leistungsstarken Rechnern klar die Nase vorn; Konsolenspieler müssen in punkto Effektdichte und Texturqualität Abstriche hinnehmen.

Der Teufel liegt im Detail

Die Missionen von Warfighter orientieren sich an realen Ereignissen. Doch so sehr sich Entwickler Danger Close auch bemüht, eine glaubhafte Umgebung zu erschaffen - einige Details passen einfach nicht ins Bild. Zum Beispiel kann man auf Knopfdruck seine Teamkollegen nach Munition fragen. Keine dumme Idee - nur dass das unendlich oft funktioniert. Obendrein sehen die feindlichen Truppen fast durchgängig gleich aus - egal, ob es sich dabei um Piraten oder Terroristen handelt. Das drückt auf die Atmosphäre.

Gute Mehrspieler-Action

Neben der in rund sechs Stunden ziemlich schnell absolvierten Solokampagne bietet der Ego-Shooter einen umfangreichen Multiplayer-Modus. Acht Karten wie die Somalia-Festung oder die Hara-Dünen und fünf Spielmodi (Kampfeinsatz, Team-Deathmatch, Krisengebiet, Sector Control, Homerun) locken immer wieder zu spannenden Online-Gefechten. Motivierend: Der Spieler verbessert kontinuierlich seine Soldaten und die Waffen. Man steigt levelweise auf und sammelt dabei Orden und Auszeichnungen. So weit, so bekannt, doch mit dem Buddy-System führen die Entwickler auch eine coole Neuerung ein. Jeder Spieler bekommt hier einen Mitstreiter (zufällig ausgewählt oder ein Freund im Spiel) zur Seite gestellt. Für erfolgreiche Aktionen erhält das Duo, das sich gegenseitig hilft, indem es sich verarztet und mit Ausrüstung versorgt, Punkte gutgeschrieben.

Was uns gefällt

Pompöse Optik, knallige Klangkulisse und mächtig viel Action: "Medal of Honor: Warfighter" ist ein Ego-Shooter in Reinkultur, spielt sich prima und verfügt über durchaus realistische Elemente. So ist das Zielen keine reine Formsache: Der Spieler muss Flugbahn und Streuung mit einberechnen. Die Charaktere wirken authentisch und bringen Tiefe in den sonst drögen Shooter-Alltag. Das Spiel thematisiert auch die Schattenseiten des Kriegs, etwa in den rührenden Zwischensequenzen mit der Familie von Preacher, einem der Protagonisten.

Was uns nicht gefällt

Leider geht Entwickler Danger Close zu sehr auf Nummer sicher und verspielt die Chance, mit der Medal of Honor-Serie neue Wege zu beschreiten. Das hier ist routinierter Action-Standard, aber weit entfernt von einer Genre-Revolution. Zudem wirkt es unfreiwillig komisch, wenn einen die Teamkollegen unendlich oft mit Munition versorgen. Die Story ist ebenfalls ein Schwachpunkt - oft fehlt einem der rote Faden. Wer nicht ganz genau aufpasst, verliert schnell den Anschluss.

Fazit

"Medal of Honor: Warfighter" setzt Shooter-Fans brauchbare Action-Kost nach Standardrezept vor. Hier wird geballert, was die Läufe hergeben, aber wirklich aufregend oder gar innovativ spielt sich das nicht. Obendrein schaffen es die Entwickler nicht, eine in sich schlüssige Geschichte zu erzählen, und das Finale enttäuscht auf ganzer Linie. Wer sich rund sechs Stunden in grafisch sehenswerten Levels austoben möchte und Lust auf solide Mehrspieler-Duelle hat, wird ordentlich bedient. Ein großer Wurf ist Danger Close mit "Medal of Honor: Warfighter" allerdings nicht gelungen.

Infos zum Spiel

Titel: Medal of Honor Warfighter
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Danger Close
Systeme: PC, PS3, Xbox 360
Release: Im Handel
Preis: zirka 50 Euro (PC), zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360)
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Befriedigend

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