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Spieletest zum Rennspiel Need for Speed Most Wanted von EA für PC, PS3 und Xbox 360

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Test Need for Speed: Most Wanted | Rennspiel |  

Krönungsmesse für Bleifuß-Artisten

16.11.2012, 09:03 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

Spieletest zum Rennspiel Need for Speed Most Wanted von EA für PC, PS3 und Xbox 360. Need for Speed: Most Wanted (Quelle: Electronic Arts)

Need for Speed: Most Wanted (Quelle: Electronic Arts)

Die Rennspiel-Serie "Need for Speed" hat in ihrer 18-jährigen Geschichte schon viele Höhen und Tiefen durchfahren: Vom Start im Jahr 1994 als Spektakel für Auto-Liebhaber mauserte sich die launige Raserei zum stylischen Aushängeschild für das Arcade-Racing-Genre. Aber auch hier war nicht alles Chrom, was glänzt: Auf illegale Straßenrennen getrimmte Titel wie "Need for Speed: Undercover" (2008) oder "Need for Speed: The Run" (2011) sorgten immer wieder für unplanmäßige Boxenstopps. 2012 hat nun das Entwicklerstudio Criterion Games ("Burnout Paradise", "NfS: Hot Pursuit") die Konstrukteursarbeit übernommen und mit "Need for Speed: Most Wanted" einen unterhaltsamen, aber nicht ganz fehlerfreien Open-World-Racer geschaffen.

Sandkastenspiele

Das aktuelle Need for Speed spielt in der virtuellen Großstadt Fairhaven. Ziel des Spielers ist es, den ersten Platz in der Most-Wanted-Liste der berüchtigsten Raser zu erringen. Doch bevor man den Olymp des illegalen Straßenrennens erklimmt, steht harte Arbeit bevor. Denn in Fairhaven gibt es Events an jeder Straßenecke. Als Orientierungshilfe dient hier das Easydrive-System. Über das Digitalkreuz wählt man ganz bequem die nächsten Events aus und aktiviert so das GPS, wechselt die Ausstattung seines Fahrzeugs oder gleich das komplette Auto. Im Gegensatz zu anderen Rennspielen schaltet man die 41 Boliden nämlich im Spielverlauf nicht durch Erfolge frei, sondern findet diese in Fairhaven selbst. Das Erkunden der Stadt wird also ebenso belohnt wie das Absolvieren der Events.

Nicht genug Benzin im Blut

Autonarren kommen in Most Wanted in den Genuss verschiedener Fahrzeugklassen: Vom handelsüblichen Ford Focus bis hin zu Elektroautos und hochgezüchteten Edelkarossen aus dem Stall von Porsche oder Lamborghini reicht das Angebot. Das Fahrverhalten unterscheidet sich deutlich und abhängig vom gewählten Wagen, ebenso variieren auch die Karossen der Computer-Fahrer. Allerdings ist "Need for Speed: Most Wanted" kein Ausstattungswunder: Einen Schaukasten für Autofans gibt es nicht, und auch die Tuning-Funktion über das Easydrive-Menü fällt eher funktional als üppig aus. "Need for Speed: Most Wanted" ist ein handlicher Arcade-Flitzer, der seine Verwandtschaft mit "Burnout" keinesfalls verbergen kann. Die Steuerung ist direkt und präzise, und den Turbo laden PS-Junkies über riskante Manöver wie Sprünge, Überholmanöver oder Drifts auf. Für alle Aktionen im Spiel gibt es außerdem "Speed Points", mit denen man sich in der Most-Wanted-Liste nach oben arbeitet.

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Den Cops mit Vollgas entkommen

Trailer zum Action-Racer "Need for Speed: Most Wanted". zum Video

Ein Fall für den ADAC

"Most Wanted" ist kein perfektes Rennspiel, so schön die Stadt und ihre Umgebung auch sein mag. Durch die fehlenden klaren Abgrenzungen der Strecken kommt es immer wieder zu Orientierungsproblemen während der Events. Außerdem agieren sowohl die Most-Wanted-Konkurrenten als auch die Polizei extrem rücksichtslos und gelegentlich geradezu lebensmüde. So sorgen ungeplante Unfälle durch Computer-Attentate immer wieder für Frust. Durch den Gummiband-Effekt bleibt das Feld leider auch im neuen Need for Speed sehr dicht zusammen, sodass häufig ein Crash für den kompletten Neustarts des Rennens sorgt. Anfängern kommt das entgegen, Profis sind extrem genervt. Die zivilen Fahrzeuge sind ebenfalls in den seltensten Fällen eine Hilfe. Sie beachten die illegalen Straßenrennen nicht, weichen nicht aus und stellen letztlich nur unnötige Hindernisse dar. So spielt sich der EA-Racer zwar ausgezeichnet, erfordert aber gelegentlich auch eine gewisse Leidensfähigkeit. Frustmomente gibt es hier leider immer wieder.

Online eine Wucht

Faszination entfacht das PS-Epos vor allem durch die Verschmelzung von Off- und Online-Funktionen. Wie schon "Need for Speed: Hot Pursuit" benutzt auch Most Wanted das so genannte "Autolog"-System und vergleicht somit die eigenen Leistungen mit denen der Online-Freundesliste. Anschließend spuckt Autolog neue Herausforderungen aus. Dabei handelt es sich nicht nur um das Aufstellen von Bestzeiten, sondern auch um Sprünge durch Plakatwände, das Durchfahren von Radarfallen oder Spezial-Events. Über das Easydrive-Menü springt man zudem ganz bequem in Online-Rennen hinein, ohne zusätzliche Menüs oder Wartezeiten. So wird der Spielfluss nicht unterbrochen - gut so!

Was uns gefällt

Man bekommt hier genau das, was man von einem Criterion-Game erwartet: "Need for Speed: Most Wanted" ist schön, rasend schnell, und die illegalen Straßenrennen in der offenen Großstadt Fairhaven spielen sich toll und angenehm unkompliziert. Das Entdecken neuer Fahrzeuge und Extras motiviert ebenso wie das äußerst gelungene Autolog-System.

Was uns nicht gefällt

Leider ist gerade das Streckendesign nicht frei von Fehlern: Viele Kurse sind allzu verwinkelt. Häufig kommt es zu Karambolagen mit zivilen Fahrzeugen. Die Rabauken-KI der Konkurrenz ist da kein Hilfe. Gerade die Polizisten attackieren, als gäbe es kein Morgen mehr.

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Fazit

Nicht fehlerfrei, aber dennoch gelungen: "Need for Speed: Most Wanted" ist ein opulenter Arcade-Raser mit tollen Online-Funktionen und klasse Spieldynamik. Allerdings sollte man sich auch gegen immer wiederkehrende Frustmomente wappnen.

Titel: Need for Speed Most Wanted
Genre: Rennspiel
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Criterion Games
Release: Im Handel
Preis: zirka 50 Euro (PC) / zirka 65 Euro (Konsolen)
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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