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Call of Duty Black Ops 2: satte Action, kinoartige Atmosphäre

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Test Call of Duty: Black Ops 2 | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Feuer frei in Black Ops 2

16.11.2012, 09:03 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Call of Duty Black Ops 2: satte Action, kinoartige Atmosphäre. Call of Duty: Black Ops 2 (Quelle: Activision)

Call of Duty: Black Ops 2 (Quelle: Activision)

Wenn es auf Gamern-Bildschirmen allerorten in Deutschland gnadenlos kracht und rummst, dann bedeutet das in aller Regel, dass Publisher Activision die Call of Duty-Fans wieder zu den Waffen gerufen und den Marschbefehl auf PC, PS3 und Xbox 360 erteilt hat. Die Folge: Hunderttausende brave Bürger von Flensburg bis Bad Füssing stürzen sich ins Gefecht und liefern sich wilde Schießereien. Natürlich nur virtuell, im Wohnzimmer, auf dem TV-Gerät. Für Chaos und Anarchie zeichnet im vorliegenden Fall der Ego-Shooter Black Ops 2 verantwortlich. Activisions Action-Serie konnte in den letzten Jahren ein Millionenpublikum für sich begeistern. Es deutet alles darauf hin, dass Black Ops 2 an diese Erfolge anknüpfen wird.

Black Ops 2: Action im Jahr 2025

Typisch für Black Ops 2 ist die satte, kinoartige Atmosphäre. Figuren haben einprägsame Namen, Kamerafahrten zeigen realistisch anmutende Orte, die Action erfolgt nicht blindlings, sondern ist in eine Handlung eingebettet. Der Ego-Shooter knüpft etappenweise an Momente aus dem vorangegangenen ersten Teil an, malt ansonsten aber ein Bild aus der nahen Zukunft. Der militärische Anstrich früherer Call of Duty-Games verliert dabei an Intensität - es ist eher ein Kampf Gut gegen Böse, der im aktuellen Epos ausgetragen wird. Denn Schurken haben offenbar auch im Jahr 2025 Konjunktur. Ihnen das Handwerk zu legen, wird zur Aufgabe des Spielers.

Krieg dem Hightech-Terroristen

Besondere Aufmerksamkeit zieht Raul Menendez auf sich, seines Zeichens ein charismatischer Top-Terrorist. Er schart Millionen Jünger um sich und zettelt einen globalen Konflikt an, in dem seine Privat- Armee und allerlei Hightech-Waffen zum Einsatz kommen. Zwischen ihm und dem Erreichen seiner Ziele steht nur ein Mann: US-Supersoldat David Mason, der Sohn von Alex Mason, dem Helden aus dem ersten Black Ops-Spiel. Der Kampf zwischen Menendez und Mason prägt das Game. Dabei springt die Handlung von Black Ops 2 des Öfteren von der Zukunft zurück in die 80er-Jahre, dem Ursprung des Konflikts. Die Feuergefechte wechseln zwischen Gestern und Morgen hin und her, und das gilt natürlich auch für die Fahrzeug- und Waffengattungen. Während 1986 ein Pferd in Afghanistan als Reittier genügte, fährt in der Zukunft schon mal mit ein fernlenkbarer Gatling-Roboter vor.

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Call of Duty: Black Ops 2

Erster Trailer zum Ego-Shooter für PC, PS3, Xbox 360 und Wii-U. zum Video

Das Tempo ist hoch

Überraschende Impulse darf man sich von der Handlung in Black Ops 2 freilich nicht erwarten. Denn am Szenario "Böser Terrorist gegen US-Sturmtrupp" hängen Klischees ohne Ende. Außerdem ist auch die Umsetzung mit Schwächen behaftet. Die Augen der Figuren sehen tot aus, und auch die Lippensynchronisation beim Sprechen überzeugt keineswegs. Manche Teile der Inszenierung wecken darüber hinaus ernsthafte Zweifel am guten Geschmack der Macher: Brandopfer und verletzte Kinder muss man nicht vorführen - da hätte die Kamera gerne woanders hin schwenken dürfen. Alles in allem wirken Handlung und Action aber besser miteinander verzahnt als in den meisten Actiongames. Man möchte die Helden gerne kennen lernen, ebenso die Motive des bösen Buben. Ihren Kampf führen Mason Junior und Senior übrigens an der Seite wechselnder Kameraden, die ordentlich mitfeuern. Das alles geschieht an abwechslungsreichen Orten in aller Welt: Angola, Burma - das heutige Myanmar -, Afghanistan und Los Angeles beispielsweise. Als Kulisse dienen Dschungel, Bunker und Tempel, Ruinenstädte und Nachtclubs - eintönig wird's also nicht so schnell.

Tolle Technik

Das Gameplay von Black Ops 2 ist durch Merkmale gekennzeichnet, für man man die Call of Duty-Reihe seit einiger Zeit kennt und schätzt: Enormes Tempo, spektakuläre Inszenierung und detailverliebte Umsetzung. Angreifer rennen in Rudeln durch das Bild, Häuser explodieren in gewaltigen Feuerbällen, Helikopter und Kampfdrohnen zerlegt es in tausend Teile. Technisch gibt sich der Ego-Shooter keine Blöße. Selbst wenn die komplette Kulisse in Feuer und Asche versinkt, hält Black Ops 2 eine schnelle Gangart. Das ist zum Teil der atemlosen Choreographie geschuldet, zum Teil der vorbildlichen Technik. Der Grafikaufbau hält fast durchwegs einen hohen Takt von 60 Bildern pro Sekunde. Der Spielfluss ist vorbildlich, Ladepausen und langatmige Stellen nicht vorhanden. Die Orientierung fällt dank deutlich erkennbarer Navigationspunkte leicht. Spielziele sind klar definiert, Rücksetz-Punkte reichlich vorhanden. Handwerklich ist also alles tiptop.

Kino-Atmosphäre

Hervorzuheben ist die Präzision der Steuerung. Egal welche Aktion das Fingerballett auf dem Controller auslöst, das Zielen klappt, und die Reaktion auf dem Bildschirm folgt pronto. Zeit zum Luftholen bleibt zumindest während den cineastischen Pausen. Eine Kamerafahrt beispielsweise zeigt David Mason hoch oben an einer Felswand, auf einem Sims kauernd. Weit unterhalb ist ein Meer aus Baumkronen zu erkennen. Ein tropischer Regenwald? Schon schummelt sich ein Waffenbruder ins Bild. Er winkt und deutet mit Handzeichen an, man möge doch bitte via Tastenkommando das Seil aktivieren und eine Kletter- beziehungsweise Schwungübung auslösen. Letzten Endes ergibt sich daraus ein kurzer Reaktionstest, gefolgt von einer netten Flugsequenz beim kontrollierten Fallschirm-Absturz. Mit solchen und ähnlichen Intermezzi unterbricht "Black Ops 2" die Dauerfeuer-Action zeitweilig und verlangsamt das Tempo.

Chaotische Action

Das ist auch gut so, denn in aller Regel rennen einem dutzende Aggressoren entgegen, unterstützt von Kanonenbooten, Panzern und Helikoptern. Das wirkt manchmal arg hektisch und anstrengend. Es mag überraschend klingen, aber: Weniger Chaos, dafür einprägsamer inszenierte Höhepunkte, das täte dem Ganzen gut. So hat man bei Erreichen des Finales beinahe schon wieder vergessen, was vorher so alles geschehen ist. Daran ändern auch die paar eingestreuten Offene-Welt-Minuten nichts. De facto rennt man halt passagenweise nicht mehr wie durch einen Schlauch, sondern über weite Ebenen. Da fällt dann besonders auf, dass die Künstliche Intelligenz keine IQ-Rekorde knackt. Eigentlich kennen die Gegner bloß drei wesentliche Verhaltensmuster: Sturmangriff, Nahkampfattacke und ignorantes Weggucken, sobald sich der Held in ihre Richtung bewegt. Ist aber keine Überraschung. Clevere Duelle waren noch nie die Stärke von Call of Duty. Draufhalten, Nachladen und ab und zu Deckung suchen, um sich zu erholen - das reicht in aller Regel.

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Begegnung mit dem Predator

Diese Berechenbarkeit macht die Sache ja immerhin einsteigerfreundlich und nutzt sich überraschenderweise kaum ab. Black Ops 2 übt trotz allem eine beachtliche Anziehungskraft aus. Das mag damit zusammenhängen, dass einem das Gameplay in atemloser Folge neue Angreifer-Choreographien entgegen wirft. Schwebende Drohnen beispielsweise verlangen nach einer anderen Angriffstaktik als hinter Mauern lauernde Scharfschützen oder aus Nischen spuckende Automatik-Kanonen. Spannungs-Spitzen der subtileren Art sind ebenfalls vorhanden, aber klar in der Unterzahl. Dabei fügen sich die Schleichereien durchs hohe Gras durchaus gut ein. Und die Begegnungen mit Typen in fotoreaktiven Tarnanzügen, die á la "Predator" mit ihrer Umwelt verschmelzen, gehen angenehm unter die Haut.

Ausstattung ohne Ende

Einen weiteren Trumpf im Ärmel von Black Ops 2 ist die Ausstattung mit Sammelextras, Mehrspieler- und Koop-Modi. Erweiterte Kino-Funktionen inklusive einer Moderator-Funktion werden sicherlich das Interesse der E-Sport-Gemeinde finden. Und selbst weniger Wettbewerbsorientierte werden mit über 1000 zu bewältigenden Herausforderungen, 100 Medaillen und zehn Prestigestufen in insgesamt neun Mehrspieler-Modi viele Dutzende Stunden unterhalten. Künstlerisch Ambitionierte toben sich mit einem umfassenden Emblem-Baukasten aus: 150 Schablonen, 32 Zeichen-Ebenen - es gibt vieles zu entdecken. Das i-Tüpfelchen bildet der "Überlebenskampf", auch bekannt als Zombie-Modus. Vier bis acht Überlebenskämpfer toben sich online oder auf dem Splitscreen in offen angelegten Kulissen aus. Sie bringen Untote ums Eck und erforschen die Eigenheiten magischer Waffen. Eine willkommene Auszeit von den sonst eher düster und unmenschlich gezeichneten Ereignissen in Black Ops 2.

Was uns gefällt

Die deutschen Synchronsprecher machen das Beste aus den klischeebesetzten Dialogtexten. Die Animationen und Kulissen wirken lebensecht, die Handlung hat Bezug zur Realität. Mehrere alternative Ende und Freischalt-Waffen nach dem Sieg im Finale motivieren zum mehrfachen Durchspielen.

Was uns nicht gefällt

Die Physiksimulation leistet sich einige Ausrutscher: Jeeps hängen mitten im Fels fest, Leichen kleben an der Wand. Die Darstellung der menschlichen Figuren wirkt phasenweise veraltet: Augen sehen tot, Gesten übertrieben aus. Außerdem ist die Einzelspieler-Kampagne recht kurz geraten. Kenner der Actiongenres haben das Finale nach fünf bis sieben Stunden erreicht.

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Fazit

Dramatisch inszenierte Schießereien, voller Tempo und technisch auf bestechendem Niveau: Mehr Action und Ausstattung als bei Call of Duty: Black Ops 2 ist kaum vorstellbar. Weniger Spieldauer allerdings auch nicht. Aber das ist Nörgeln auf sehr hohem Niveau. Black Ops 2 ein Muss-Anschaffung für Liebhaber des Ego-Shooter-Genres. Allerdings sollte man den hohen Gewaltanteil wegstecken können. Black Ops 2 ist ganz klar ein Game für Erwachsene - und nur für die.

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty Black Ops 2
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Treyarch
Release: Im Handel
Preis: zirka 55 Euro (PC) / zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360) / zirka 70 Euro (Wii U)
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360, Wii U (ab 30. November)
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Sehr gut

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