26.11.2012, 08:44 Uhr | Michael Förtsch (jr / ams), Richard Löwenstein
Mit Halo 4 haben Hersteller Microsoft und der neue Entwickler 343 Industries eines der wichtigsten Spiele des Jahres abgeliefert. Denn endlich geht die Odyssee des Supersoldaten Master Chief weiter - auch wenn das Science-Fiction-Abenteuer nicht alle Fans auf ganzer Linie überzeugt. Dennoch: Es steckt viel Potenzial in dem Ego-Shooter, der den Auftakt einer neuen "Halo"-Trilogie bildet. Und vor allem gibt es viel um die Serie und deren neuesten Ableger zu wissen: Fakten, die selbst treuen Fans des Master Chief nicht immer bekannt sein dürften. Und in unserer Foto-Show gibt's noch mehr interessante Fakten, Easter-Eggs und bemerkenswerte Einsichten in die große Ego-Shooter-Serie.
Der erste Teil der Halo-Serie mit dem Untertitel "Kampf um die Zukunft" erschien bereits 2002 auf der ersten Xbox. Ist schon eine Weile her. Kaum einem Spieler ist daher heute noch klar, dass die bekannte Shooter-Serie eigentlich gänzlich anders aussehen sollte. Ursprünglich sollte Halo nämlich ein Taktik-Strategie-Spiel werden - ähnlich der Warcraft-Reihe auf dem PC. Dann ein Third-Person-Shooter für den Apple Macintosh, der sogar von Steve Jobs auf der Macworld 1999 vorgestellt wurde. Und die berühmte Ringwelt war in frühen Versionen des Spiels gar noch mit Dinosauriern und anderem Getier statt alleinig böser außerirdischer Besatzer bevölkert.
Erst im Jahr 2000 hat Microsoft das schon vorab von der Fachpresse für die seinerzeit überragende Grafik und das ausgeprägte Spieluniversum gepriesene Game an sich gerissen. Und zwar in dem der Konzern aus Redmond ganz einfach das renommierte Entwicklerstudio Bungie und damit sämtliche Rechte an Halo übernahm. Umgehend wurde damit aus dem Mac-Spiel ein Exklusivtitel für Microsofts Spielkonsole Xbox, der dann in einer Hauruck-Aktion und mit jeder Menge Überstunden umgeschrieben und an die Konsole angepasst wurde. Eine Höllenarbeit, die sich jedoch lohnte.
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Mittlerweile ist Halo zu einer der wichtigsten Marken auf der Xbox-Plattform angewachsen. Sieben Teile umfasst die Serie inzwischen, die bereits mehrere Milliarden Euro in die Kassen von Microsoft spülte. Der Master Chief ist neben Nintendos Super-Mario eine der bekanntesten Videospielfiguren überhaupt und wurde sogar mit einer 2,19 Meter großen Wachsfigur in Madame Tussauds Wachfigurenkabinett in Las Vegas geehrt. Ein Hollywoodfilm zur Videospiel-Reihe ist seit mehreren Jahren in der Planung, hat es bisher jedoch noch nicht bis zum Drehbeginn geschafft. Was auch an einem Wechsel in der Betreuung lag: Nachdem Halo-Erfinder Bungie sich neuen Games widmen will, hat Microsoft mit 343 Industries ein gigantisches Studio geschaffen, das sich alleinig dem Ausbau der "Halo"-Saga widmen soll.
Ihr erster Schlag ist Halo 4 und bietet vor allem Fans viel Stoff und Wissenswertes - allerdings auch Verwirrendes. So soll "Halo 4" den Auftakt einer neuen Trilogie begründen. Die nennt sich "Reclaimer"-Saga - ein Titel, den sich der Master Chief John-117 im ersten Halo verdient hat. Denn durch sein Tun und Schaffen erlangte er die Möglichkeit, die Halo-Ringe zu aktivieren und durch sie die gesamte Galaxis auszulöschen - was er allerdings sein ließ. Direkt an diesen Umstand knüpft nun Halo 4 an, das genau vier Jahre, sieben Monate und zehn Tage nach dem Ende des dritten Teils ansetzt. Denn bis zu diesem Zeitpunkt trieb der Master Chief in einer Kryo-Kammer an Bord des havarierten Raumschiffs "Forward Unto Dawn" durch den Kosmos.
Statt auf einer Ringwelt spielt Halo 4 im Inneren des Metallplaneten Requiem, der vor tausenden Jahren "ausgestorbenen" Super-Rasse der Blutsväter. In diese wird der Master Chief eingesaugt - doch erst, nachdem ihn ein riesiger Abtaststrahl als "Reclaimer" erkennt. Die Idee für diese Welt stibitzten die Halo-Entwickler vom Physiker Freeman Dyson, der ein gigantisches Metallkonstrukt schon 1960 erdachte. Doch gelangt der Master Chief nicht alleine ins Innere der gigantischen Sphäre: Gemeinsam mit ihm wird eine Splittergruppe der "Covenant"-Alien-Allianz ins Innere transportiert. Diese E.T.-Sekte will in den Eingeweiden des Planeten einen gefangenen Blutsvater, den sie als Gott verehren, finden und befreien.
Halo 4 bietet tatsächlich viele neue Facetten und Einblicke ins Halo-Universum. Jedoch solche, die Nichtkenner der Serie durchaus verwirren können - oder die erst durch Rückbesinnung auf die früheren Teile der Saga klar und verständlich werden. Daher gibt's in unserer Foto-Show noch mehr interessante Fakten, Easter-Eggs und bemerkenswerte Einsichten in die große Ego-Shooter-Serie.
Titel: Halo 4
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Microsoft
Hersteller: 343 Industries
Release: Im Handel
Preis: zirka 60 Euro
System: Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Gut
Quelle: Michael Förtsch (jr / ams), Richard Löwenstein
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