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Reportage Exotische Spiele: Gameskultur in Japan  

Exotische Spiele: Gameskultur in Japan

26.11.2012, 14:38 Uhr | Sabine Schischka (jr / ams), Richard Löwenstein

Reportage Exotische Spiele: Gameskultur in Japan. Exotische Spiele: Gameskultur in Japan (Quelle: Richard Löwenstein)

Exotische Spiele: Gameskultur in Japan (Quelle: Richard Löwenstein)

Japan ist von Deutschland rund zwölf Stunden Flugzeit entfernt. Ein Inselreich, knapp 10.000 Kilometer weit weg. Und doch fühlt es sich eher an wie ein fremder Planet, wenn man das erste Mal japanischen Boden betritt. Genauer gesagt: Wenn man das erste Mal die kuriosen Tech- und Lifestyle-Viertel der Hauptstadt Tokio betritt. Allen voran der Tokioter Stadtteil Akihabara, auch "Electric City" oder "Denki-gai" genannt. Denn hier tummelt sich jeder, der auch nur entfernt etwas mit Mangas, Animes und vor allem Videospielen anfangen kann. Und dazu zählen in Japan nicht nur die hippen Teenager und jungen Erwachsenen, sondern auch Vollblut-Bürohengste in Business-Anzügen.

Spielen gehört in Japan zur Alltagskultur

Akihabaras Einkaufsstraßen sind gepflastert mit drei Sorten von Läden: Videospiel- und Merchandise-Händler, Buchhandlungen mit Schmuddelecken für Softporno-Mangas und Spielhallen. In letzteren steht vor allem der Pachinko-Automat ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Im Innern dieser Maschine purzeln Metallkugeln durch ein Spielraster aus Chromstäben nach unten. Die meisten Metallkugeln verschwinden am unteren Rand als Niete, einige wenige finden jedoch den Weg in spezielle Löcher, die “Gewinne“ ausschütten. Etwa massenweise neue Kugeln, die man entweder abermals einwerfen oder gegen Bares umtauschen kann. Von diesen Pachinko-Automaten stehen meist Dutzende oder Hunderte dicht an dicht und werfen jedem Besucher, der durch die Tür tritt, eine Wand aus Lärm entgegen, die im ersten Moment alle Sinne lähmt.

Mangas: Voll normal

Ebenso ungewöhnlich für deutsche Augen sind Lesehallen für Manga-Comics, in denen man sich stundenweise eine Liege mietet und einfach voll und ganz in fantasievolle Bilderwelten abtaucht. Und das tun hier Erwachsene ebenso wie Schulkinder. Doch Akihabara hat schon außerhalb seiner skurrilen Läden eine ganze Menge fürs Auge zu bieten: Vor vielen Schaufenstern stehen als Schulmädchen, Manga-Girl oder Videospiel-Heldin verkleidete Frauen und wollen den Passanten mit kurzem Rock und scheuem Blick Werbeblättchen andrehen, und zwar meistens unaufdringlich als Aufdruck auf einem kleinem Tütchen Papiertaschentücher, das man in die Hand gedrückt bekommt. Spannend sind für Spiele-Fans aber vor allem die Auslagen der zahllosen Händler, denn dort stapeln sich ohne Ende begehrenswerte Spielsachen für Groß und Klein, für Männlein und Weiblein. 20 Jahre alte Videospiel-Systeme, noch neu verpackt, liegen hier in vertrauter Nachbarschaft mit aktuellen Blockbustern für mobile und stationäre Spielkonsolen. Gleich daneben die neuesten Handys und Fernseher. Wer will, bekommt auch ein lila Ladekabel für den iPod. Damit trauen sich in Japan erwachsene Frauen auf die Straße - und auch Männer. Einfach weil sie es mögen und weil niemand schief guckt.

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Games: An jeder Ecke - für jeden

Videospiele und Konsolen sind neben Pachinko-Automaten und Mangas die ganz großen Stars in Akihabara: Kein Meter Straße vergeht, ohne dass Passanten von einem Werbeplakat fürs neue “Atelier“-Game, von meterhoch gestapelten, teilweise noch eingeschweißten Antiquariats-Games oder gigantischen Leinwänden mit hoch und runter laufenden Games-Trailern mit voller multimedialer Power animiert werden. Und niemand scheint es zu wundern, dass in den meisten TV-Werbespots für Videospiele auch Büromenschen, Firmenbosse und sogar Großmütter in traditionellen Kimonos beim Spielen gezeigt werden. Der Grund dafür ist ganz einfach: Nirgendwo gehört das Spielen so sehr zum Alltag wie in Japan. In der U-Bahn sieht man zur Rush-Hour berufstätige Männer morgens und abends mit ihrem 3DS oder ihrer Playstation Vita spielen (ihre Mittagspause verbringen sie ebenso gern mit dieser Beschäftigung). Und der Feierabend führt dann nicht selten in Spielhallen oder Karaoke-Bars.

Fazit

In Japan gehört das Spielen einfach zum Alltag und wird nicht - wie hierzulande - als Kinderkram abgestempelt. Und das ist gut so, denn Japaner scheinen eines bestens erkannt zu haben: Spielen liegt nun mal in der Natur des Menschen.

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